Nit nur bediene: JP Weber über Kunst, Publikum und neue Wege im Karneval
Shownotes
Bis der Nubbel brennt – diesmal mit dem Musiker, Buchautor und Redner JP Weber.
Wir sprechen wir mit JP Weber über Normen im Kölner Karneval, über Humor mit Haltung und über die Frage, ob Karneval mehr Kunst sein darf – statt nur zu bedienen.
JP nimmt uns mit zwischen Jazz und Jeck, zwischen Tradition und Erneuerung. Es geht um Musik als Ausdruck, um Pointen mit Rückendeckung und um den Mut, dem Publikum mehr zuzutrauen als bloßen Mainstream.
JP Weber zeigt, wie Karneval gleichzeitig Heimat, Bühne, Verantwortung und Chance sein kann – und warum gerade jetzt Vertrauen ins Publikum wichtiger ist denn je.
Eine Folge über Mut, Musik, Humor – und die Zukunft eines Karnevals, der verbindet.
Schaut mal bei uns auf Instagram vorbei und folgt uns auch hier!
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich biete eine Kunst an, wie ein Bild, das ich male.
00:00:04: Und dann
00:00:05: gibt es halt eine Resonanz in
00:00:06: irgendeiner
00:00:07: Form.
00:00:09: Mein Gott, ich werde doch mal ausgebot, weil eine politische Bild, was ich vermittle, ich bin weder links noch rechts, das Einste, was ich bekennend bin, ich bin Katholik, da kann man genug drauf umreiten.
00:00:22: Aber grundsätzlich ist es ein Kunst, das ich mache, ich bediene nicht.
00:00:28: Das sagt immer eine Intendantin und das sollte man immer beachten.
00:00:33: Das Karnevalspublikum ist nicht unbedingt ein reines Kulturpublikum.
00:00:38: Nee, aber ist das nicht das Schöne?
00:00:40: Also im Sinne von, dass es eben ein Querschnitt durch
00:00:45: die Völkerung ist?
00:00:46: Ja, natürlich.
00:00:46: Egal in welchen Ralldruckungen.
00:00:48: Absolut,
00:00:48: Sophie, gebe ich dir recht.
00:00:59: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:01:01: Bisscher Nubbel brennt.
00:01:03: Ich bin so viel von Rheinlanden und jetzt geht es los gleich mit einem ganz tollen neuen Gast und den werde ich euch mal kurz vorstellen.
00:01:11: Mitten in diesem oft so bunten, lauten Karneval, alle zum Zuhören zu bringen, das schaffen die allerwenigsten.
00:01:18: Mein heutiger Gast ist einer davon,
00:01:20: JP Weber.
00:01:22: Jazzmusiker, Geschichtenerzähler, Autor, Redner, Flitschwirtose, durch und durch Karnevalist.
00:01:29: und einer, der weiß, dass die leisen Töne manchmal die Allerlautesten sind.
00:01:35: Ob mit Musik, Worten, JP-Weberschaft näher, ohne laut sein zu müssen und Tiefe, ohne schwer zu wirken.
00:01:42: Heute sprechen wir beide über seinen Weg als Multitalent, über die stillen Momente im Karneval und darüber, warum ein gutes Herrengedeck in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen sollte.
00:01:52: Herzlich willkommen, bei Biss der Nubbel brenne.
00:01:53: ich freue mich sehr, dass du da bist, mein lieber Jörg.
00:01:56: Ich freue mich auch, Siehe.
00:02:00: Du bist jetzt hier mitten im Trubel zwischen Weihnachten und Session.
00:02:06: Gibt es eigentlich so einen Moment, wo du sagst, ich bräuchte mal eine kurze Pause, damit ich noch mal eine neue Idee haben kann?
00:02:12: Oder kann das jetzt von dir aus auch einfach immer so weitergehen?
00:02:17: Ab Aschermittwoch gehe ich ja mehr oder weniger in den Winterschlag.
00:02:25: Und dann fange ich wieder an zu schreiben und kreativ zu werden.
00:02:30: Und sehe dann zu, dass ich bis September alles fertig habe.
00:02:35: Denn dann fängt die Rutsche wieder an.
00:02:37: Viele meiner Kollegen und auch enge Freunde sind dann ab April wieder auf Turnen.
00:02:44: Das mache ich nicht.
00:02:46: Ja, du nimmst hier so richtig diese Pause.
00:02:48: Ja,
00:02:48: ich muss.
00:02:48: Und gehst in deine Höhle.
00:02:50: Genau,
00:02:50: da ist meine Höhle.
00:02:52: Und dann wird dann da irgendwie mit meinem Kaninchen Severin.
00:02:59: Gehe ich da neue Programme an, neue Inhalte, neue Kompositionen und...
00:03:06: Wer das Kaninchen von Jörg noch nicht kennt, das kann man sogar auch manchmal auf Instagram sehen, glaube ich.
00:03:12: Also ich habe es da auf jeden Fall schon rumhoppeln gesehen, das ist zauberhaft.
00:03:15: Ja.
00:03:15: Lohnt sich auf jeden Fall mal rein zu gucken.
00:03:18: Ja, aber wir sind jetzt direkt mittendrin sozusagen reingesprungen.
00:03:22: Viele kenne ich ja aus dem Karneval.
00:03:24: Viele kenne ich von der Bühne, mit der Flitsch, mit der Rede.
00:03:28: Du bist auch im Herrengedeck unterwegs, manchmal zusammen mit Martin Shops und Volker Weininger, sowohl im Karneval als auch an Weihnachten.
00:03:36: Aber du kommst eigentlich auch künstlerisch nochmal aus einer ganz anderen Richtung.
00:03:41: Oder wenn man das überhaupt so sagen kann.
00:03:43: Tatsächlich, nein.
00:03:46: Denn Karneval war das erste.
00:03:48: Also ich stehe seit meinem achten neunten Lebensjahr für Geld auf einer karnevalistischen Bühne oder im Studiobereich.
00:03:58: Und dann kam eine gewisse Auszeit, man wird es Generationskonflikt nennen, wo man sich freischwimmt.
00:04:07: Und das war bei mir Jazz Swing, wo ich mich dann letztlich musikalisch freigeschwommen habe, wo ich eine Heimat gefunden habe.
00:04:24: Das kölnische Musikkonzept ist ja kein eigenes.
00:04:29: Wir benutzen jegliche Klischees, weltweite Klischees, um dann unsere Inhalte einzusetzen.
00:04:37: Meist sogar zehn Jahre hinterher zu dem, was Popularmusik
00:04:40: ist.
00:04:41: Ja, gibt ja auch diese Beispiele, zum Beispiel aus dem Irish Folk oder andere, die sich da bedienen
00:04:47: haben.
00:04:47: Genau, und dabei habe ich jetzt auch nicht mal die Parodie genommen, also dass man eine eine berühmte Melodie nimmt und setzt einen neuen Text da drauf, einen kölnischen Text.
00:04:56: Was übrigens zu der Tradition des Kölner Karnevas gehört.
00:04:59: Damit hat es angefangen.
00:05:01: Erst zu Willi Ostermanns Zeiten, zwanziger Jahre, das letzten Jahrhunderts, wurde dann das eigene Lied gut promoted, weil man damit einfach mehr Geld verdienen konnte.
00:05:14: Dann kam die Gema und hat dann gesagt, da kriegst du Geld für.
00:05:21: Und die ... In der Zeit, als ich dann Swing und Jazz für mich entdeckt habe, bedingt auch durch viele Freunde von mir, die ich dann kennengelernt habe, unter denen ich aufgewachsen bin, die aus dem... Es ist schwer für einen alten weißen Mann, wie mich Begriffe manchmal zu finden.
00:05:44: Sophie sei mir nicht böse, wenn ich manchmal einen Fettnäpfchen trete.
00:05:47: Das ist ja gar nicht schlimm, ich glaube, worum es geht.
00:05:50: ist ja und ich merke das auch selber manchmal, wenn ich zum Beispiel mit meinen Kindern rede und dann sagst du, Mama, das kannst du so aber nicht sagen, dann sag ich, dann sag mir, wie ich es sagen kann und dann übe ich das.
00:06:00: Genau das.
00:06:01: Also wenn ich das jetzt, wenn das jetzt passieren sollte, ich bemühe mich sogar hoch Deutsch zu sprechen, dass nicht normal das... Ich weiß,
00:06:08: ich rechne dir das hoch.
00:06:08: Dann können die Leute aus Schäbisch-Glebbisch dich auch verstehen.
00:06:11: Genau.
00:06:13: Die aus dem Manusch-Raum kommen, aus dem Gypsy-Scenerie, ganz normale Deutsche sind.
00:06:22: So wie Mustafa von mir unten aus der Straße, den Italiener hat.
00:06:28: Es geht halt nur um die Kultur.
00:06:31: Und diese Kultur hat es mir sehr früh angetan.
00:06:35: Ich bin neurodivergent.
00:06:38: Und ich konnte dort so sein, wie ich bin.
00:06:42: Man hat mich aufgenommen.
00:06:44: Denn diese Szenerie achtet nicht auf Schnickschnack.
00:06:49: sondern guckt einem
00:06:51: ins Herz.
00:06:52: Du musst keine Norm erfüllen.
00:06:53: Genau, ich muss nicht Schauspielern.
00:06:55: Und das ist eine sehr schöne Wertegesellschaft, die ich sehr schätze bis heute.
00:07:04: Und hab mich dann da ausgetubt.
00:07:06: Und von da aus ging's dann in Jazz, Pop ansatzweise Rock mal ein bisschen bluesy und hat mich dann durch die Welt gespielt.
00:07:14: Das existiert aber immer noch.
00:07:17: Das bedeutet, es ist eine Welt, die der Karneval so nicht in Berührung hat.
00:07:23: Manchmal merkt der Kölner Karneval das, wenn ich mit Michael Kuhl unterwegs bin.
00:07:28: Da hat man dann so ein bisschen angejatztes Zeug.
00:07:32: Aber ich hab grad in Ludwigsburg eine Liveplatte aufgenommen für die Firma Lehmann Audio und Torrens.
00:07:43: für die Analog-Tage international.
00:07:44: Das wird jetzt auch für nüch veröffentlicht.
00:07:48: Ich spiele internationale und nationale Jazz-Restivals im Sommer.
00:07:53: Und wenn man auf Spotify oder andere Plattformen schaut, findet man noch sehr viel Jazz von mir.
00:08:00: Aus der Vergangenheit, wir bauen aus der jetzt Zeit.
00:08:03: Also ich bin im Ganzen immer noch treu geblieben.
00:08:06: Das heißt aber nicht, dass ich eine Wertung.
00:08:09: Also ich werte nicht, dass das hochwertiger ist.
00:08:15: als Karnevaleske-Brauchtumsmusik.
00:08:18: Ist das einfach anders?
00:08:19: Genau.
00:08:20: Und es berührt auf eine andere Art.
00:08:22: Auf eine andere Art, aber es berührt.
00:08:25: Also darum ist auch meine Musik so anders.
00:08:28: Denn ich, als ich hab in Ludwigsburg von Live-Publikum aufgenommen und da war die Jazz-Mafia Nummer eins vor mir und so wie Kölner Karneval, man spielt vor dem Festkomitee.
00:08:43: Und das war schon sehr hochwertig.
00:08:46: Also kann jeder mal gucken, du txburg, die Bauerstudios.
00:08:49: Das ist schon eine Liga für sich.
00:08:50: Da spielen nur die Top Jazz-Künstler weltweit.
00:08:56: Und ich habe eine meiner... Irgendwann habe ich mal zu mir selber gesagt, du gehst auf die Bühne und entscheidest, was du auf der Bühne spielst in dem Moment.
00:09:08: Darum schreibe ich auch immer so eine Stunde Programm pro Jahr neu.
00:09:12: und zieht da genau
00:09:14: und auch Musik und holt dann zwanzig Minuten aus dem Kösch heraus, die ich auf der Bühne entscheide.
00:09:19: Je nach Publikum.
00:09:20: Je nach
00:09:20: Publikum, Situation und auch, wie ich Bock habe, Sophie, weil wenn du ... Ja, ich weiß
00:09:26: das.
00:09:26: Ich habe
00:09:27: das schon gesehen.
00:09:28: Wenn du bist auch selber Künstlerin, das weißt du selber.
00:09:31: Bühnenkünstlerin ist sehr gut.
00:09:32: Übrigens lohnt sich das zu schauen, Sophie von Rheinland als Comedian, Kabarettistin.
00:09:38: Großartig, sehr, sehr schön.
00:09:42: Danke.
00:09:44: Ich muss mich ja auch selber befriedigen auf der Bühne.
00:09:47: Und wenn ich hundert X Auftritte habe, Sophie, dann habe ich manchmal das Gefühl, ich bin moderne Zeit in Charlie Chaplin.
00:09:54: Ja.
00:09:55: Und darum muss ich dafür sorgen, dass ich Bock
00:09:57: habe.
00:09:58: Und das geht halt nur, indem ich aus dem Köcher nehme.
00:10:03: Vielleicht deswegen auch Jazz.
00:10:05: Also Jazz ist ja eine
00:10:06: ähnliche Struktur.
00:10:07: Du hast diese Basics.
00:10:08: Genau, das sagt Michael Kuhl immer.
00:10:11: Das sagt auch Michael Kuhl zu mir.
00:10:13: Du arbeitest auf der Bühne wie ein Jazzmusiker im Karneval und benutzt das Publikum, an der Dynamik teilzunehmen oder an der To Capture Moments.
00:10:24: Ja.
00:10:24: Und ich hab in Ludwigsburg, in den Bauerstudios, hab ich angefangen mit dem Lied Heimweh nach Köln.
00:10:33: Und ich glaube, ich habe achtzig bis hundert Fragezeichen vor mir gehabt in den Augen, die nicht wussten, was das ist.
00:10:42: Ja.
00:10:43: Und danach sagte dann eine sehr berühmte Künstlerin, ich nenne keine Namen, weil Name Dropping ist blöd, eine gute Kollegin, sagte dann zu mir auf Englisch, das wäre wohl die innigste Folklore gewesen, die sie in der letzten Zeit erlebt hat.
00:11:05: Und daran merkt man das Echte, das bin halt nun mal ich.
00:11:12: Da bin ich ein Stück weit stolz drauf, dass es einen Stil ergeben hat, der aus vielem gematscht ist, aber ich bin nicht Rock, ich bin nicht Jazz, ich bin nicht Blues, ich bin nicht Country, ich bin nicht Reggae.
00:11:29: Das ist was der Kölner Karneval ja sehr gerne macht, musikalisch um Schubladen aufzumachen.
00:11:35: Genauso wie ich auch kein Redner bin, ich bin kein Musiker, ich bin kein Entertainer, ich bin einfach... Jörg.
00:11:43: Aber ist das nicht schön?
00:11:45: Ist das nicht eigentlich auch das, was den Karneval ausmacht, dass
00:11:49: man auch
00:11:50: Figuren hat, die durch ihre Individualität leben?
00:11:53: Ja.
00:11:55: Weil wenn man dich bucht, weiß man ja nicht, was man kriegt.
00:11:57: Ja, man
00:11:57: meist das nicht.
00:11:58: Das sagen große Präsidenten aus Köln, wenn sie mich arm unterreben.
00:12:01: Sie wissen nicht, was jetzt passiert.
00:12:04: Aber ist der Karneval nicht an Archie?
00:12:06: Also kann man das Karneval nicht auch zumuten, dass da jetzt jemand kommt, wobei
00:12:11: man nicht weiß, was passiert?
00:12:12: Das ist die Problematik an der ganzen, oder die Situation, Problem gibt es nicht.
00:12:20: Dadurch, dass ich so bin, wie ich bin.
00:12:21: Der einzige Unterschied ist zu jetzt, dass ich eben kölsch spreche.
00:12:25: Auch meine Art des Humors, ich erzähle ja keine Witze.
00:12:31: Wie du arbeitest als Kabarettistin, so arbeite ich auch.
00:12:34: Ein wenig Stand-up ist dabei, das ist modernes Arbeiten.
00:12:39: Aber es ist aus dem jetzt heraus, aus Beobachtung, gesellschaftskritisch.
00:12:43: Alltagskomik.
00:12:44: Alltagskomik
00:12:45: und auch unter der Gürtelinie sehr böse.
00:12:49: Und da steckt doch immer sehr viel Tiefe dran.
00:12:52: Witze, die richtig böse sind, die ich geschrieben habe, die aber die Leute wachrütteln sollen, darüber nachdenken sollen.
00:13:00: Und dadurch, dass ich eben so ... echt bin, meinen viele eine persönliche Beziehung zu mir zu haben und gehen somit um.
00:13:10: Das ist die Projektion, ne?
00:13:12: Das ist die Projektion und das ist manchmal nicht leicht.
00:13:15: Man kommt von der Bühne und man ist direkt Teil ihrer Community.
00:13:20: Und da die Community Karne war, sehr oft mit sehr viel Alkohol verbunden ist, mit sehr viel Adrenalin, hat man oft einen Umgang, der nicht unbedingt respektvoll ist.
00:13:33: Und das bin ich allerdings.
00:13:35: Ich sitze jeden.
00:13:37: Ich
00:13:37: grüße jeden mit der Tageszeit.
00:13:41: Und ich nehme keinen in den Arm, den ich nicht kenne.
00:13:43: Ich kippe keinen Bier über die Jacke.
00:13:46: Oder bin laut oder sonstiges.
00:13:49: Das ist die eine Situation.
00:13:50: und die andere Situation ist, dass ich lasse ja viel Raum auch für Interpretation.
00:13:58: Und ... Menschismal ist es so, dass dort Leute ihre politische Gesinnung drin sehen.
00:14:07: Und dich dann vereinnahmen.
00:14:08: Ähnlich wie sie dich vereinnahmen auf einer emotionalen Ebene.
00:14:11: Genau
00:14:11: das.
00:14:13: Du bist ja auch sehr präsent und dann bewegst du dich ja auch geografisch auf einer sehr kleinen Insel, wo ja jeder jeden irgendwie kennt und auch dauernd irgendwo trifft und sieht und macht und tut.
00:14:23: Genau.
00:14:23: Und ich finde das auch ... für dich als Künstler sehr herausfordernd, dann da in eine Abgrenzung zu gehen, ohne dass dann jemand sagt, okay, der ist unfreundlich.
00:14:34: Weil das wird ja so ein bisschen erwartet, dass man auch irgendwie...
00:14:37: Ja, part of the job.
00:14:38: Das wort höre ich sehr häufig, nur nennen wir es nicht Abgrenzung, sondern nennen wir es ja einfach Grenzen setzen.
00:14:45: Ja, genau.
00:14:46: Weil ich grenze mich nicht ab, sondern ich setze eine Grenze.
00:14:49: Und die Grenze ist für die Menschen eine Situation, mit der sie nicht umgehen kann.
00:14:53: Ja, manchmal schon.
00:14:54: Aber es ist nicht die Grenze, die ihnen das Problem macht, sondern ihr Benehmen.
00:14:59: Ihre soziale Kompetenz.
00:15:01: Wenn das vernünftig wäre, dann müsste ich ja keine Grenze ziehen.
00:15:08: Und das gibt öfters mal Wege zur Diskussion.
00:15:13: Ganz blödes Beispiel.
00:15:16: Letzter Woche, ich stehe hinter der Bühne an einer Tür, schau mir das Publikum an.
00:15:21: Jemand kommt auf mich zu nach dem Kölschglas und gestikuliert damit.
00:15:26: Ungefähr dreißig Zentimeter vor mir.
00:15:28: Ich sage ihm, bitte etwas Abstand und würden Sie bitte das Kölschweck tun.
00:15:33: Die Reaktion war, warum duzt du mich?
00:15:36: Also er hat mich direkt geduzt.
00:15:38: Ich hab mit dem Mann nicht Firmchen geteilt im Sandkasten.
00:15:41: Warum sollte ich den duzen?
00:15:42: Und natürlich auch Respekt vor ihm.
00:15:45: Und ich erwarte auch Respekt.
00:15:47: Ja, klar.
00:15:48: Dann war das nächste, er will ein Selfie machen.
00:15:50: Er möchte ein Selfie machen.
00:15:52: Da habe ich gesagt, das ist überhaupt kein Problem.
00:15:53: Sehr, sehr gerne, wenn Sie das Kölsch wegstellen.
00:15:57: Eine Diskussion, man müsste ja Alkohol schon mögen im Karneval.
00:16:03: Und dann habe ich gesagt, ich mag auch Alkohol, aber nicht auf meinen Klamotten.
00:16:07: Ja.
00:16:08: Na ja, das
00:16:09: geht so schnell und dann sind alle ... und da musst du auf die Bühne
00:16:13: ... und das muss ja nicht sein.
00:16:15: Stellt das Kölbschwerk, mach ich ein Bild.
00:16:17: Dann geht er mich relativ harsch an, nachdem das geklärt ist, und sagt zu mir ja nicht hier, sondern da hinten, da ist es schöner.
00:16:29: Er sagt, tut mir leid, aber ich möchte gerne hier stehen bleiben.
00:16:31: Und bei dem Selfie ist jetzt nicht viel hinterrund.
00:16:33: Nee, mehr.
00:16:34: Und dann wurde der Mensch dann etwas ungehalten, wie gesagt.
00:16:38: Das glaube ich besser jetzt, wenn sie ... gehen.
00:16:42: Und dann heißt es, der Jörg ist eigen.
00:16:47: Ja mein Gott.
00:16:48: Und damit die Verbindung, was du eben sagst, mit dem, es ist Anarchie.
00:16:54: Ja, es ist Anarchie.
00:16:56: Es ist gegen das Establishment.
00:16:59: Ja, aber das ist ja nicht das Gleiche.
00:17:01: Genau.
00:17:02: Wie die persönliche Grenze zu überschreiten.
00:17:04: Genau, das ist die persönliche Grenze.
00:17:10: Ich bin recht böse und deswegen auch irgendwann mal etwas bekannter geworden.
00:17:16: Und als ich auf einmal Mainstream geworden bin.
00:17:23: Im Sinne von, wie würde wuchern, würdest du das festmachen?
00:17:26: Buchungszahlen?
00:17:27: Buchungszahlen, die mich allein nur auf Erfolg buchen und nicht auf Inhalt.
00:17:33: Kölner Künstler, Fernsehen, Radio.
00:17:35: Ja, der Name kommt aus Muster und dann verkaufen wir noch fünfhundert Tickets mehr.
00:17:39: Genau
00:17:39: das.
00:17:43: Hat man mir gesagt, ja, dann musst du aber lieber werden.
00:17:48: Dann musst du vielleicht mehr Witze erzählen.
00:17:50: Dann musst du vielleicht nicht Kölsch sprechen.
00:17:53: Dann war meine Reaktion, buch mich nicht.
00:17:56: Ja.
00:17:57: Ja.
00:17:58: Buch mich einfach nicht.
00:17:59: Aber ich glaube, dass viele doch bereit sind, deutlich mehr Kompromisse zu machen als du, Künstler.
00:18:06: Ja.
00:18:06: Und ich glaube, daher rührt dann auch manchmal die Erwartungszeitung von Literaten, von Vereinen, von, wie man auch immer, dass dann alle so sind.
00:18:15: Ja,
00:18:16: das ist aber der Unterschied zwischen einem Saal bedienen.
00:18:19: Ja.
00:18:19: Ich bediene nicht.
00:18:21: Ich bin Künstler.
00:18:22: Ja.
00:18:23: Das mag für die Leute, es date mal late.
00:18:27: Mark ist so klingen als, mein Gott, der stellt sich aber Künstler und bla, bla, bla.
00:18:33: Aber ich bin es nun mal.
00:18:34: Ich habe mich dahin gearbeitet und habe nie irgendwas bedient.
00:18:38: Sondern ich bin mit meinen Inhalt.
00:18:42: Ich spiele auch keine Lieder von anderen.
00:18:45: Ich bediene nicht.
00:18:48: Ich biete eine Kunst an, wie ein Bild, das ich male.
00:18:52: Und dann gibt es halt eine Resonanz.
00:18:54: In einer Form.
00:18:55: Genau.
00:18:56: Und das kann auch... Mein Gott, ich werde doch mal ausgebucht, weil eine politische... Bild, was ich vermittle, ich bin weder links noch rechts.
00:19:04: Das Einste, was ich bekennend bin, ich bin Katholik.
00:19:07: Da kann man genug drauf umreiten.
00:19:10: Aber grundsätzlich ist es Kunst, das ich mache, ich bediene nicht.
00:19:15: Aber das sagt immer eine Intendante hin.
00:19:18: Das sollte man immer beachten.
00:19:21: Das Karnevalspublikum ist nicht unbedingt ein reines Kulturpublikum.
00:19:27: Nee, aber ist das nicht das Schöne?
00:19:28: Also im Sinne von, dass es eben ein Querschnitt durch
00:19:33: die Verlückerung
00:19:35: ist, egal in welchen Wahldruckerung,
00:19:37: und
00:19:37: ich glaube, ich finde dieses Wort zumuten wahnsinnig gut und sollten wir im Karneval vielleicht öfter mal in unseren Kopf holen.
00:19:46: Ich glaube, man kann dem Publikum viel mehr zumuten, als das, was im Moment passiert.
00:19:52: Im Moment sind wir sehr orientiert an genau dem, was du eben gesagt hast.
00:19:56: Da sind Namen, die ranken gut im Sinne von Verkaufszahlen.
00:20:00: Und die sind auch alle tolle Künstler, genauso wie du auch ein toller Künstler bist.
00:20:05: Aber ich finde es manchmal schön, wenn es eine größere Diversität gäbe im Sinne von Inhalten, im Sinne von künstlerischer Darbietung und ich glaube, wir könnten da Wir können da viel mehr machen, gerade in der Zeit, die so durchgestylt ist, wo alles gleich ist, jeder Instagram-Post gleich aussieht, alle immer so eine gewisse Uniformierung auch mit sich bringen, auch im Alltag schon.
00:20:27: Müsste da nicht der Karneval noch mehr?
00:20:31: irgendwie ausbrechen?
00:20:32: oder ist es, sehe ich das falsch, weißt du, ist es vielleicht auch das, was wir verdienen, weil der Karneval ja nur der Spiegel der aktuellen Zeit ist, ist die Uniformierung und die Kommerzialisierung einfach gerade zeitgeist und deswegen ist das auch im Karneval so stark.
00:20:47: Wie siehst du das?
00:20:48: Kommerz,
00:20:48: weil der Karneval schon immer.
00:20:49: Alles ist Kommerz und Mitmengeld.
00:20:51: Ich fand verdient halt Geld.
00:20:53: Viele Leute verdienen damit viel Geld.
00:20:54: Genau.
00:20:55: Hoteliers, Putzfrauen,
00:20:57: Brauereien, Himmelsboden, alle verdienen
00:21:00: damit Geld.
00:21:01: Aber wir haben auch zwanzig bis vierzig Millionen Euro je Session und Session bedeutet, ab Prinzen-Poklamation bis Aschermittwoch, die gespendet werden für einen Benefit oder Palliativstation, die bespielt werden, Kinderkliniken, Kinderheime, Altenheime.
00:21:16: Das
00:21:16: wissen viele Leute gar nicht, ne?
00:21:18: Ja, genau.
00:21:19: Darum finde ich auch diese ganzen Mallorca-Künstleraffen, die dann meinen, sie würden in drei Jahren in Karneval übernehmen, Originalton übrigens.
00:21:27: Bin ich mal gespannt, ob die zwanzig bis vierzig Millionen Euro ihre Engagen.
00:21:30: zur Verfügung stellen würden.
00:21:31: Ich glaube, das ist
00:21:32: eh nicht.
00:21:33: Für
00:21:34: den Kinderkrankenhaus.
00:21:35: Wir werden es in den drei Jahren, dann haben wir ja den Punkt.
00:21:40: Dass immer etwas im Mainstream gleich und ähnlich gleicht, nicht dasselbe, dass gleicht, das ist völlig normal.
00:21:52: Aber das ist auch eine Chance, dass so Typen wie du oder ich ausbrechen können.
00:22:01: Und lass es uns als etwas positiv sehen von Menschen, die vom Marketing her verhalten, Schokolades, Schokolade denken, dass wir die Möglichkeit haben, dadurch anders zu glänzen.
00:22:16: Ja, das greift auch Menschen an.
00:22:20: Aber, blödes Wort, dennoch, dennoch, man erreicht im Karnavalssaal keine Runderprozent.
00:22:32: Man ist ja Teil eines Programms von vierzehn Programmpunkten.
00:22:35: Wenn man da siebzig Prozent hat.
00:22:37: Das
00:22:37: ist schon gut.
00:22:38: Das
00:22:38: ist schon gut.
00:22:39: Zehn Prozent waren auf dem Klo.
00:22:41: Ja.
00:22:42: Zehn Prozent haben gequatscht.
00:22:43: Ja oder Rufen am Kellner
00:22:45: oder holen Autogramme von Casala oder...
00:22:49: Grüße gehen raus.
00:22:51: Grüße, sehr liebe Grüße.
00:22:52: Ja, auf jeden Fall.
00:22:53: Textlich für mich.
00:22:54: Übrigens auch ein gutes Beispiel für... Zyklen, wo Dinge sich verändern.
00:22:59: Also für mich war das damals genau der richtige Moment, als ...
00:23:04: Die Rettung.
00:23:05: Ja.
00:23:05: Die Rettung, ich bin ... Dann hab ich mit denen gespielt, im Gloria.
00:23:12: Ungefähr, keine Ahnung, wann das genau war.
00:23:14: Und die hatten hier sieben Abende oder so, fünf Abende, keine Ahnung.
00:23:17: Ich war an jedem Abend da.
00:23:20: Und ... und ich geh Richtung ... Gloria, ne?
00:23:26: Sankt Apostel.
00:23:27: und ich sah eine riesen Menschen-Schlange von jungen Menschen und die haben in der Schlange kölschische Lieder gesungen.
00:23:34: Ich bin ungefallen.
00:23:35: Zu der Zeit waren so die ganzen Schlagertypen schon unterwegs.
00:23:41: Und wenn man mal was Kölsches gehört hat, das war was Besonderes.
00:23:44: Und das ist großartig.
00:23:48: Diese Band hat Inhalte.
00:23:52: Unfassbar, unfassbar.
00:23:54: Und sie arbeitet, es gibt ja zwei Möglichkeiten.
00:23:57: als Musiker.
00:23:59: Man hat ein bis X-Hits und Casala hat bis jetzt für mich nicht einen Überhit.
00:24:08: Gibt es nicht.
00:24:09: Wir haben ein wahnsinnig gutes Songwriting und sie arbeitet unglaublich hart und sie sind unglaublich freundlich.
00:24:16: und auch die Crew und alle, die dazu gehören, sind einfach Menschen.
00:24:22: Die, mit denen man gut arbeiten kann.
00:24:25: Das macht auch, finde ich, dieses Gesamtding macht viel aus.
00:24:28: Und das ist, glaube ich, der Punkt.
00:24:29: Und worauf ich hinausweite ist, du bist ja auch irgendwann in diesen Karneval eingestiegen.
00:24:35: Das hat auch wieder was verändert.
00:24:36: Ich finde, es gibt immer Momente, wo Personen entweder Einzelkünstler oder Bands im Karneval auftauchen und es verändert sich was.
00:24:44: Dass es heute das Herrengedeck gibt, hat auch was damit zu tun, dass du vor ein paar Jahren, das ist ja wie so ein... wie ja Linda Moldow in a day.
00:24:53: Es gibt immer diesen einen Stein und dann passieren einfach ganz viele Dinge in Folge und manchmal auch drumherum.
00:24:59: Und
00:24:59: es passiert wieder was Neues und ich freue mich da immer drüber.
00:25:02: Ich liebe auch diese traditionellen Dinge, die es immer schon gab, die meine Oma geliebt hat, die ich als Kind schon mochte.
00:25:08: Ja, aber ich freue mich auch über alles, was sozusagen daraus wächst.
00:25:14: Also wir alle drei, Martin Volker und auch meine Wenigkeit, wir haben als Solisten Erfolg.
00:25:20: Ohne Frage.
00:25:20: Wir haben jeder zu seinem Bereich, in dem er spielt.
00:25:26: Wir werden aber alle drei niemals diese, das Erbe hinterlassen, das eine Hand super hinterlassen hat.
00:25:36: Dass ein Ludwig Sebus irgendwann mal hinterlässt.
00:25:39: Dass er sein Horst Müs hinterlassen hat.
00:25:42: Das, was die erste Formation der Blackfors hinterlassen hat.
00:25:46: Das, was die Höhene hinterlassen haben.
00:25:49: Günther Eilemann Trio.
00:25:50: Dafür haben wir drei nicht die Tiefe und die Zeit, in der wir gerade arbeiten.
00:26:01: Aber jetzt kein dennoch.
00:26:04: Als Herrengedeck haben wir die gesellschaftliche Akzeptanz, weil wir eine Sache zeigen.
00:26:13: Und das ist etwas Besonderes, auch für mich.
00:26:17: Wir machen etwas miteinander.
00:26:20: Gemeinschaft, nicht gegeneinander.
00:26:24: Und das in einer ... Ich mein, die Zeiten waren immer so.
00:26:27: Aber gerade aktuell, wo wirklich Ellbogen mehr gelten als Inhalte, zeigt es das.
00:26:35: Und da klar zoffen wir uns auch.
00:26:37: Es geht ja um was.
00:26:37: Es geht um Inhalte, die wir präsentieren.
00:26:40: Und drei Menschen
00:26:41: ... Musst du
00:26:43: verhandeln?
00:26:47: M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-.
00:26:55: Das ist das Besondere daran, das ist das Besondere vom Herrn gedeckt.
00:26:58: Und dass wir Freunde sind, dass man Fragen stellt und manchmal auch Fragen nicht stellt.
00:27:06: Ja, das ist, was sollte man denn?
00:27:07: Also gibt in der Freundschaft sowieso diese Dinge, die muss man wissen.
00:27:11: Glaubst du, dass das grundsätzlich was ist, was Karneval ist ja auch, Unterhaltungs- und Musikbranche und Kleinkunst und alles Mögliche, was es auch außerhalb dieser Blase gibt?
00:27:22: Aber also mein Eindruck ist der, ich glaube, dass noch mehr in diesem kleinen Umfeld wichtiger sind die persönlichen Beziehungen.
00:27:31: Nicht im Klüngelsinn, sondern ehrliche Beziehungen.
00:27:33: Menschen, die ehrlich mit dir sprechen, die wirklich für dich da sind,
00:27:37: all
00:27:37: diese Dinge.
00:27:38: Das ist schwer.
00:27:39: Ich habe gerade wieder eine Situation gehabt, wo ich gedacht habe, dass mir Menschen sehr nahe sind und ... habe dann etwas anderes erfahren.
00:27:48: Manchmal entwickelt sich das auch, glaub ich, dass dann... Das
00:27:51: ist der Lauf.
00:27:52: Manchmal
00:27:53: entwickeln
00:27:53: sich Menschen auch auseinander.
00:27:54: Genau, das ist völlig normal.
00:27:56: Das war zwar schon menschlich sehr enttäuschend, aber...
00:28:02: Da muss man dann irgendwie versuchen, wie man das verpackt.
00:28:05: Aber ich glaube trotzdem, dass das noch mal einen Unterschied macht, dass alle, die sich in diesem Kosmos bewegen, oder... auch eine Beziehung zueinander haben.
00:28:15: Und manche auch eine enge Beziehung zueinander haben auf einer freundschaftlichen Ebene, zum Beispiel.
00:28:19: Und ich finde das, was ganz wundervoll ist, dass man eben nicht in einen Raum kommt, in dem nur Kollegen sind, sondern auch Menschen, mit denen ich auch so noch mal diese drei Sätze mehr teilen kann.
00:28:31: Und ich finde, das ist das, was durch die Session am meisten trägt, diese kurzen Momente.
00:28:35: Ja,
00:28:36: absolut.
00:28:37: Auch das die Traditionskurs, die Familiengesellschaft.
00:28:41: Ich bin mit vielen ... Bekannt.
00:28:43: Freundschaften, das muss man...
00:28:45: So und so.
00:28:46: Ich hab auch in meiner, also in der Firma, in der ich auch tätig bin, also die Herrengedeckfirma, haben wir auch zwei Traditionskorpräsidenten mit drin, die mir sehr am Herzen liegen, die genauso wichtig sind wie Künstlerkollegen, Tanzkors, Kinder, Erwachsene, ältere Menschen.
00:29:09: Und das ist alles.
00:29:12: Eins.
00:29:14: Und im Endeffekt geht es um ein Ziel.
00:29:17: Es geht darum, dass wir Gemeinschaft zeigen, Interaktion und Werte.
00:29:25: Das ist das.
00:29:27: Und da gehen die Meinungen auseinander, was ein Wert
00:29:31: ist.
00:29:33: Und ich bin ehrlich, Ich liebe den Karneval über alles, weil es sind meine Routes.
00:29:40: Es ist mein Brauchtum, es ist meine Identität.
00:29:43: Genauso wie ich katholik bin, habe ich den Karneval.
00:29:47: Wenn jetzt irgendjemand lacht, der aber auf der anderen Seite erst der FC Köln-Fan ist, bitte schön.
00:29:52: Wir verlieren nicht.
00:30:00: Wie soll ich das ausdrücken, Sophie?
00:30:03: Ich wäre ... Sozial, nicht, ich wäre abgestiegen, wenn ich das nicht gehabt hätte.
00:30:11: Die
00:30:11: Kunst.
00:30:12: Die Kunst und damit auch verbunden die Bühne.
00:30:17: Und everybody's darling is everybody's Arschloch.
00:30:22: Ja,
00:30:23: ist so.
00:30:23: Nett
00:30:23: ist die kleine Schwester von Scheiß.
00:30:25: Genau das.
00:30:26: Ja.
00:30:27: Das ist auch
00:30:28: der Frülle an der Bühne auch.
00:30:31: Dass dir das auch noch mal einen anderen Gestaltungsraum gibt, einen anderen Ausdrucksmöglichkeit.
00:30:36: Ich finde, die Bühne gibt einem selber auch total viel.
00:30:40: Nicht nur den Menschen, die einen da erleben.
00:30:42: Das ist halt so eine Wechselwirkung.
00:30:44: Sie nimmt einem auch.
00:30:45: Was?
00:30:46: Ich rede mir immer ein, dass ich die Bühne nicht brauche, weil ich keine Rampensaub bin.
00:30:50: Du kennst mich jetzt auch ein bisschen.
00:30:52: Du weißt, dass ich keine Rampensaub bin.
00:30:54: Du würdest auch einfach nur so für dich Kunst machen können.
00:30:56: Ja, genau.
00:30:57: Also ich...
00:30:58: Mit deinem Hasen.
00:30:59: Ja, genau.
00:31:00: Mit Severin auf Kölsch genannt Fringschen.
00:31:02: Das ist super.
00:31:03: Tschüss.
00:31:04: Ja, Manuel Sauer von der Plattenfirma, bei der ich
00:31:07: bevertragt
00:31:07: bin, hat den Namen.
00:31:08: Es ist Fringschen.
00:31:09: Sehr schön.
00:31:10: Mit V. Es
00:31:11: ist Fringschen.
00:31:12: Es kommt von Fringsphädel.
00:31:14: Und... Eine meiner Gitarren, die mal irgendwann Django Reinhard gehörten, auf der Couch sitzen, irgendeine Zeichentrickserie gucken oder Star Wars.
00:31:28: Ja.
00:31:28: Und dann dabei irgendwelche Songs spielen, entweder von mir oder aus dem großen amerikanischen Songbook oder was Deutsches oder was egal Musik.
00:31:37: Ich bin eclectisch, hör alles und spiel alles.
00:31:42: Da bin ich eigentlich auch schon glücklich.
00:31:44: Ja.
00:31:45: Also ich brauch kein Haus, hab ich auch nicht.
00:31:48: Eine Mietzwo.
00:31:49: Und relativ klein sogar.
00:31:51: Aber du bist ja mittendrin, ne?
00:31:52: Du wohnst ja in der Altstadt.
00:31:54: Ja.
00:31:55: Mitten im Gewusel.
00:31:56: Jetzt gerade Hotspot der Weihnachtsmerkste.
00:32:01: Das ist das, was ich bei dir so interessant finde.
00:32:05: Trotz dessen, dass du ja auch in deiner Hasenhöhle mit der Musik sein könntest für immer, wenn dir einer zwischendurch was zu essen vor die Tür stellt, so.
00:32:12: Bist du trotzdem mittendrin?
00:32:14: Bist du trotzdem auf der Bühne?
00:32:16: Bist du trotzdem im Austausch?
00:32:17: Bist du trotzdem, weißt du, also du gehst ja immer wieder trotzdem diesen Weg zurück?
00:32:22: Ja, das ist aber typisch.
00:32:24: Also ich mag eigentlich große Menschen massen über vorne, mich völlig.
00:32:28: Das ist nicht so laut und alles, aber ich bin ja hinter der Bühne.
00:32:33: Also bin ich mitten auf einer Insel.
00:32:35: Genauso bin ich auch in meiner dritten Etage.
00:32:38: unter Taschen mache und sitzt da
00:32:40: oben.
00:32:40: Dann wird es so ein Gemurmel, ne?
00:32:42: Genau,
00:32:42: das ist, als wenn so
00:32:43: eine...
00:32:44: Also, ich habe vorher einen roten Kirchen gewohnt mit einem sehr guten, enge Freund von mir, Stefan Knittler.
00:32:50: Und das war mir zu einsam.
00:32:54: Ich bin nicht rausgegangen, aber ich habe da oben gesessen und es war nichts.
00:32:57: Und jetzt mache ich das Fenster auf Kit und ich höre, ein Gemurmel.
00:33:02: Und ja, und ich habe den Dom in den Rücken.
00:33:05: Ja, ist schön.
00:33:05: Das
00:33:06: ist schön.
00:33:06: Ja.
00:33:07: Das ist so viel wie für dich jetzt vielleicht die Südstadt ist, ne?
00:33:12: Ich komme ja aus diesem Fringensfädel, von dem du gerade gesprochen hast.
00:33:15: Ich sitze zum Beispiel gerne im Haus Beilchen.
00:33:17: Das ist die Bibliothek auf der Säverienstraße.
00:33:19: Da kann man oben im Fenster sitzen und dann so runter gucken auf die Leute.
00:33:23: Das finde ich auch total schön.
00:33:24: Genau das.
00:33:24: Ja.
00:33:25: U-Bahn fahren hingegen, stresst mich mal immer ein bisschen.
00:33:27: Deswegen fahre ich lieber mit dem Fahrrad.
00:33:29: Absolut.
00:33:30: Aber das
00:33:30: ist genau das.
00:33:31: Ich habe auch einen Fahrrad.
00:33:33: Zwar mit einem Motor drin mittlerweile, weil mein Körper das nicht mehr so gut kann.
00:33:38: Aber ich bewege mich viel damit.
00:33:40: Also gerade im Sommer, jetzt im Winter muss ich aufpassen mit der Gesundheit.
00:33:44: Ja, und das ist auch mit dem Fahrrad auch ein bisschen gefährlich.
00:33:46: Ja, genau das.
00:33:49: Die Stadt ist relativ leerer.
00:33:53: Wenn wir auch schon mitwoch haben, da gehört die wieder uns.
00:33:56: Ja, ist so.
00:33:58: Im Moment.
00:33:59: Nur mal, dass wir mal mit ein paar Zahlen spielen, Karneval haben wir eins, fünf Millionen Besucher in Köln, also während der ganzen Zeit.
00:34:06: Ja.
00:34:06: Weihnachten sechs Millionen.
00:34:09: Ja.
00:34:09: Nur das normal.
00:34:11: Es ist irre, ne?
00:34:12: Man glaubt das überhaupt nicht.
00:34:13: Ich hab das, da neulich irgendwo eine Zahl gehört in irgendeinem Nachrichtenformat von, weiß ich nicht, sechzig, weiß ich nicht, irgendwas Milliarden oder was sie in Deutschland weit mit Weihnachts merken.
00:34:23: Es war auf jeden Fall, es war eine irrsinnige Zahl.
00:34:25: Es ist eine irrsinnige.
00:34:27: Das ist ein
00:34:28: ganz kleiner
00:34:30: Witz dagegen.
00:34:31: Obwohl der Rosenmontagszug das größte Open-Air-Festival Deutschlands ist.
00:34:35: Das ist
00:34:35: auch eine Million wie mal Damen zu schaden.
00:34:38: Also
00:34:38: das ist schon nicht schlecht, was wir damit schaffen.
00:34:41: Wir alle.
00:34:42: Und der Rosenmontagszug finanziert sich selber mehr oder weniger.
00:34:46: Die Papine hat sich die Stadt und jetzt auch wieder kürzt.
00:34:50: Das sind ja Pinards, also nur mal so, dass wenn da oben jemand auf dem Wagen sitzt im Rosenbund.
00:34:56: Haben die das alle selber bezahlt?
00:34:57: Und wir reden hier über vier bis zehn tausend Euro.
00:35:00: Da hat er noch nicht das Wurfmaterial finanziert.
00:35:03: Das kostet extra.
00:35:04: Genau, und die Gefahr, die man sich selber ... Das ist ja auch eine Gefahr.
00:35:12: Das ist halt
00:35:13: nicht so ohne alles.
00:35:14: Das
00:35:14: ist alles nicht so ohne.
00:35:16: auch die ewigen Diskussionen über Pferde, die ewigen Diskussionen über Krach, die ewigen Diskussionen, dass wir Redner nicht gehört werden.
00:35:25: All das gehört zum Karneval.
00:35:27: Ja, das ist halt auch so.
00:35:28: Also, ich mein, das ist ja auch so ein bisschen dieses eher mehr Deutsche, finde ich, als Kölsche, dieses Born-Ding über Mekkan.
00:35:36: Weißt du, sagst du, wie geht's?
00:35:37: Ja, schlechte Menschen geltet immer gut.
00:35:38: Dann, wie war's jetzt das Wetter?
00:35:40: Schlecht, die Bahn war zu spät.
00:35:42: Also alle Mekkan beschweren sich.
00:35:44: und werden dann sozusagen darüber erst mal für den Moment Freunde über das beschweren.
00:35:48: Ja, und über den zeitlichen Aspekt, wenn man älter wird.
00:35:56: Einer meiner Lieblingsgags ist dann einfach zu sagen, weil das gibt es auch so ein Kölschen, das ist nicht mehr mein Ballermann.
00:36:04: Fini, das ist ein schönes Bild, was man dazu sagt.
00:36:07: Der letzte Ort, an dem ich gerne wäre.
00:36:09: Ballermann, da gibt es schöne.
00:36:10: Mallorca ist wunderschön.
00:36:11: Es ist so wie mit dem Gemurmel und dem Mittendrin.
00:36:14: Mallorca, wunderschön, Ballermann, wär mir zu viel.
00:36:18: Es gibt eine Straße, frag mich nicht, wie die heißt.
00:36:21: Auf jeden Fall geht es zu einem Restaurant, Deutsches Eck.
00:36:24: Ja, das klingt schon so, dass wir beide da eigentlich nicht hingehen dort.
00:36:27: Dennoch.
00:36:28: habe ich selten so gut Kohlrabi mit Kartoffeln gegessen.
00:36:32: Voll gerade sagen, jetzt sagst du so was wie Kartoffelsuppe oder
00:36:34: so.
00:36:35: Kohlrabi.
00:36:36: Kohlrabi mit einem Mehlschwitzchen.
00:36:38: Da lohnt sich der Flieger.
00:36:39: Hammer!
00:36:40: Das war richtig lecker.
00:36:41: Gut, man kann diskutieren bei thirty-six Grad im Schatten.
00:36:45: Daneben ist dann noch so eine Terrasse, da habe ich gesessen.
00:36:48: Die Hörenkölschmusik sind total selig und trinken hier Kölsch.
00:36:51: Also auch da gibt es Inseln.
00:36:54: Ja klar.
00:36:55: Wie überall.
00:36:56: Wie überall.
00:36:56: Wie überall.
00:36:57: Also das, ähm, ich, ich finde jetzt auch nicht, dass man ein Liter, Vodka, bla, bla, bla.
00:37:03: saufen sollte und kriegt dafür dann eine T-Shirt noch dabei.
00:37:07: Ich würde das, glaube ich, auch nicht mehr überleben.
00:37:08: Ja, genau das ist auch mein Punkt.
00:37:11: Also, dass ich da in dem, also aus diesem Trainings-Zirkel bin ich irgendwann am Ende der Pubertät oder so auch rausgeschrieben, Gott sei Dank.
00:37:18: Ja, ich konnte es noch nie.
00:37:19: Aber das ist schon...
00:37:21: Ist nicht gut.
00:37:22: Ist nicht gut.
00:37:22: Nee, also ich möchte auch nicht unbedingt zweieinhalb Jahre alt werden, aber noch ein bisschen will ich gern machen.
00:37:30: Das ist halt immer so, ne, die Waage, die man gehen muss.
00:37:33: Aber das ist, ich mein, du hast dir, würde ich sagen, nicht eine eigene Insel geschaffen, aber du hast dir auf jeden Fall, glaube ich, sehr viel Raum geschaffen, Dinge zu machen, wie du sie gerne künstlerisch machen willst.
00:37:46: Du hast es genau auf den Punkt gebracht.
00:37:48: Ich habe das große Glück, mir mein Leben von A bis Z gebastelt zu haben und das zu dürfen und zu können.
00:37:58: Das hat lange gedauert, denn ich hab mich immer gewährt vor dieser Schublade.
00:38:05: Und ich habe nie gemuckt, ist ein Wort, was man benutzt, um zu erklären, dass man beim Rotaria-Club spielt oder auf Geburtstagen oder Weihnachtsfeiern.
00:38:16: Ich hab immer Eintritt genommen, wenn ich irgendwo gespielt habe.
00:38:21: und immer konstatant und immer beine Kunst gespielt.
00:38:25: Das dauert dann länger.
00:38:26: Ja, ist so.
00:38:27: Ja, aber es dankt einem nachher auch mehr, weil der ... Siehst du, man arbeitet ja eine Zeit lang als Künstler.
00:38:38: Man schreibt, man macht, man komponiert, man erlernt.
00:38:42: Und davon ist nicht alles erfolgreich.
00:38:46: Nee.
00:38:47: Also vielleicht fünf Prozent, das überschwappt.
00:38:50: Ja.
00:38:51: Aber dennoch habe ich alles auf meinem Deckel stehen.
00:38:54: Und ich konnte alles in eine Kamera eintun.
00:38:56: Da handelt auch eins meiner Bücher drüber.
00:38:58: Und diese Kammer kann man öffnen in dem Moment, wo es boom macht.
00:39:04: Und das ist bei mir schleichend passiert, aber es passiert.
00:39:09: Das auf einmal Mainstream war.
00:39:11: Das heißt, die Tür ging bei mir auf und dann steht man da.
00:39:13: Wenn man jetzt nur einen Hit hat.
00:39:17: Und eine gute Rede ist man schnell raus aus der Nummer.
00:39:21: Ja, ist so.
00:39:23: Ich habe aber das Glück, der Kammer gehabt, in der ich jahrzehntelang Sachen abgestellt habe.
00:39:28: Und da kann ich natürlich jetzt rausholen.
00:39:31: Ja.
00:39:32: Darum ist das schnelle Hochkommen dieses ...
00:39:36: Das ist aber das, wovon nach, glaube ich, viele streben, weil das vermeintlich einen auf die Liste katapultiert, der Namen, die dann gebucht werden.
00:39:44: Ja, Deutschland
00:39:45: sucht den Supervilli oder so.
00:39:46: Genau, so.
00:39:48: Und
00:39:48: Kassala sagte immer was sehr Geiles.
00:39:50: Da war dann Pirate raus.
00:39:53: Das war ja auch schon recht erfolgreiche Nummer.
00:39:56: Hit, weiß ich jetzt nicht, Hit ist für mich ein Volkslied.
00:39:59: Also wenn ein Lied ein Volkslied wird, so weit sind wir da noch nicht.
00:40:03: Aber es war ein erfolgreicher Titel.
00:40:05: Und Ena, zu dem ich eine sehr enge Beziehung pflege, das ist der Keyboarder der Band.
00:40:12: Er sagte zu mir, ja, aber damit, wenn man zwanzig Minuten auf der Bühne, dann kann er nicht, wenn man zwanzig Minuten Pirate spielen.
00:40:17: Ja,
00:40:17: kann man nicht.
00:40:18: Und ich kann mich an die Buche erinnern.
00:40:20: Tommy Watzke, an dieser Stelle, gute Besserung, mein lieber Freund.
00:40:24: Eine der wichtigsten Stimmenkönigs gewesen, ein großartiger Komponist, hat den Überhit mitkomponiert.
00:40:31: Überhit, also nicht nur ein Hit, sondern Überhit.
00:40:34: Weltweit verkauft der Titel.
00:40:36: Du lächelst jetzt wahrscheinlich, aber hör dir noch mal an und hör dir die Strophen an, das ist ein Traum.
00:40:41: Ruts in der Hose.
00:40:43: Ja.
00:40:43: Ein wunderschönes Song.
00:40:45: Lohnt der Stähn, der ich dir Dormats hier schenke.
00:40:48: Er soll dir sagen, dass ich an dich denke.
00:40:50: Das ist biblisch.
00:40:51: Ist für mich so ein Altermarktlied.
00:40:53: Ja.
00:40:54: Aber...
00:40:55: Also vom Gefühl her einfach sofort.
00:40:57: Ich hab da direkt eine Assoziation.
00:40:58: Und ich weiß doch, wie das Ding geknallt hat.
00:41:00: und ich sah die Band und die hatten von jetzt auf jetzt zweihundert Auftritte.
00:41:05: Und die sind teilweise im Bürze nicht bestanden und haben dann viermal diesen Song hintereinander gespielt.
00:41:10: Weil das so eine Überhütte war.
00:41:12: So eine Überhütte.
00:41:14: Und das dann schon wieder gefährlich.
00:41:17: Ja, und auch wenn man es aus künstlerischer Perspektive sieht, es gibt ja auch einen Grund, warum Bands, die im Karneval arbeiten heutzutage auch sehr viele Seitenprojekte machen, andere Dinge versuchen außerhalb der Session.
00:41:30: Weil eben diese Maschinerie, von der du eben gesprochen hast, diese Chaplin-Situation, du stehst so am Fließband oder irgendwann schwiegen sich deine Hände von alleine.
00:41:38: Die droht ja auch hier dem Künstler im Karneval, ne?
00:41:41: Achtzigmal am Tag, die gleiche Ansage, fünfzehnmal nochmal und nochmal ums Karre.
00:41:45: Alles
00:41:46: auf Time.
00:41:46: Genau.
00:41:47: Diese sechs Lieder innerhalb der fünfzehn-zwanzig Minuten.
00:41:50: Die selbe.
00:41:51: Ja.
00:41:52: Die selbe.
00:41:53: Ja.
00:41:53: Reihenfolge.
00:41:54: Ja, die selbe.
00:41:55: Ja, dieselben ist einfach nicht die gleiche.
00:41:58: Das ist richtig.
00:41:59: Und immer dasselbe.
00:42:01: Immer dasselbe.
00:42:02: Die selbe Anmoderation.
00:42:06: Die Javu Clinic, Kölner Karneval.
00:42:10: Passiert mir auch.
00:42:11: Hab ich den Witz schon erzählt?
00:42:13: Also Witz nicht, sondern hab ich die Porn.
00:42:15: Solange du sie nicht innerhalb der gleiche Nummer erzählt, ist alles
00:42:19: gut.
00:42:20: Aber
00:42:20: du weißt das nicht mehr.
00:42:21: Das sind so Gedanken.
00:42:23: Ich hab das große Glück, Sophie, Neben meiner Rede ja, ich hau ja echt auf die Kacke auf der Bühne.
00:42:30: Also da sind echt Pornen dabei, wo ich selber mal schlucke und denke so, boah, das darf's.
00:42:38: Aber ich hol mir meist positive Rückendeckung.
00:42:41: Ich mach's auch, wenn ich keine bekomme, aber ich versuch's.
00:42:45: Mal so, mal
00:42:46: so.
00:42:47: Dieses Jahr geh ich auf die Bühne und sag dann ... Ja, das Patria Schade im Kölner Karneval muss weg.
00:42:53: Wir brauchen mehr Frauen.
00:42:54: Ich darf nur einen Beispiel nennen, Nummern Girls.
00:42:57: Ja.
00:42:58: Das ist natürlich ein Lacher.
00:43:00: Ja.
00:43:00: Aber auch manche schlucken dann.
00:43:02: Ich sage, ja, aber tut mir leid, Hilde.
00:43:04: Hilde war siebzehn Jahre.
00:43:05: Nummern Girl.
00:43:06: Die hat mit Zarten zweiundfünfzig angefangen.
00:43:09: Und das ist Kölner Karneval.
00:43:10: Also dieses Bild der zweiundfünfzigjährigen, die Nummern Girl ist.
00:43:14: Weil das in Kölner Karneval ist, keine Hübsche.
00:43:17: Aktivrente.
00:43:18: Genau.
00:43:19: Und die hat auch keiner gefragt, ob sie aufhören.
00:43:22: Die muss aufhören, die Hilde.
00:43:24: Oder wir brauchen dringend, so sind viele der Meinung, einen Damendreigestirn im Kölner Karneval.
00:43:30: Und ganz ehrlich, Freunde, wir waren im letzten Jahr verdammt nah dran.
00:43:36: Sie waren wirklich auch zauberhaft.
00:43:38: Das
00:43:38: war das beste Dreigestirn der letzten Jahrzehnte.
00:43:41: Aber ich darf ... Weißt du,
00:43:42: welches ich auch mitgefand?
00:43:44: Mit
00:43:44: der Jungfrau mit den Rollschuhen.
00:43:47: Keine Ahnung, die waren
00:43:48: auch sehr gut.
00:43:49: Keine Ahnung.
00:43:51: Ich weiß genau, was du meinst.
00:43:53: Das ist wirklich... Wie gesagt, ich glaube, dass das Mehrwert ist, dass du das machst, wie du das machst.
00:43:59: Und ich frag mich aber halt bei dir immer, weil du jetzt auch gesagt hast, das ist mein letztes Album.
00:44:04: Ja, ich bin fünf Jahre auf mit J.P.
00:44:07: Weber.
00:44:07: So, aber hast du einen Plan?
00:44:10: Was du dann machst?
00:44:11: Kanitchenzeit?
00:44:12: Oder mal gucken?
00:44:13: Oder dann habe ich die nächste Idee.
00:44:15: Also ich bin... wirklich krank.
00:44:19: Also ich habe ein körperliches Leiden und das ist nicht lustig.
00:44:23: Und ich bin auch nicht mehr der Jüngste und man muss halt irgendwann mal daran denken, aufzuhören.
00:44:29: Eigentlich habe ich gedacht, dass sie einen super Nachfolger hätte, aber macht sich leider das Gegenteil.
00:44:33: Er will nicht.
00:44:34: Muss jeder entscheiden.
00:44:39: Heißt immer, der lügt.
00:44:41: Weiß ich, dass mir das mal jemand gesagt hat, aber ich lüge nicht.
00:44:48: Lieber jetzt.
00:44:49: Lieber jetzt entscheiden.
00:44:51: Das heißt ja nicht, dass ich aufhöre.
00:44:53: Ich gehe in Rente.
00:44:54: Und was der Herr Merz sagt, ist ja, dass man noch gerne danach noch arbeiten
00:44:58: kann.
00:44:58: Steuerfrei, bis zweitausend Euro.
00:45:00: Genau das.
00:45:00: So, und ich mach dann noch ein paar Auftritte.
00:45:03: Aber ich mach nicht mehr diese Mega-Rutsche.
00:45:06: Ja.
00:45:06: Also geht J.P.
00:45:08: Weber in Rente.
00:45:09: Ja.
00:45:09: Aber der Hirayash.
00:45:11: Der ist noch da.
00:45:11: Der bleibt.
00:45:12: Ja.
00:45:13: Und ich gehe dann aber nicht mehr aus Köln raus.
00:45:17: Ich gehe dann mit meinem Herrn Gedeck auf die Bühne, solange wie das geht.
00:45:24: Ich mache dann noch ein paar Auftritte im Gürze nicht.
00:45:26: Sattori, wenn man mich noch haben möchte.
00:45:29: Ich glaube, da findet sich ein Platz.
00:45:30: Das würde mich noch sehr wundern, wenn sich das
00:45:32: ändert.
00:45:32: Bei der Kagi-Ponnihof trete ich dann noch auf.
00:45:34: Ja, wenn die bei nicht so viel Krach machen.
00:45:36: Ach,
00:45:36: Quatsch.
00:45:37: Ich habe bis jetzt immer guten Erfolg da gehabt.
00:45:39: Ja, ich weiß.
00:45:41: Also ich erlebe dich ja auch als jemand, der in einen Raum kommt voller ausgeflippter Vollidioten in einer Lautstärke, weiß ich nicht.
00:45:49: Und ich finde, dass das gut funktioniert, dass du den Wahl beruhigst.
00:45:54: Also einfach durch deine Anwesenheit.
00:45:56: Du gehst ja zum Beispiel auch durch den Saal.
00:45:58: Ja, natürlich immer.
00:45:59: Aber Sophie, sehen wir doch mal ehrlich.
00:46:02: Nehmen wir doch mal eine laute Band.
00:46:04: Also eine Band, die mehr DB-Bes erzeugt.
00:46:08: Das Publikum ist genauso unruhig.
00:46:10: Nur es fällt dir nicht
00:46:11: auf,
00:46:12: weil die Band halt zu laut ist.
00:46:14: Bei mir fällt das eben auf im ersten Moment, weil ich erleise bin.
00:46:20: Also, leiser.
00:46:24: Und das fällt ja auch dem Publikum dann erst auf.
00:46:27: Ja, und ich glaube, dann kommt es auf die Haltung an.
00:46:30: Also, wenn ich mich freue, dass du da bist, obwohl vorher halt Ramba, Zama und Achtzehn Konfetti-Kanonen und so.
00:46:36: und der Nebenmann ist schon wieder von der Bank gefallen, dann kann ich mich ja trotzdem freuen darüber, dass jetzt was anderes passiert.
00:46:43: Genau
00:46:43: das
00:46:43: so und dem dann auch einfach diese zwanzig Minuten meiner Aufmerksamkeit schenken.
00:46:48: Also ich freue mich immer, wenn sowas passiert.
00:46:50: Ich freue mich über den Bruch.
00:46:51: Ja genau, das ist aber das hier die Idee der Sitzung.
00:46:54: Die Idee der Sitzung ist Tanz, Musik, Rede, leise Musik, laute Musik, Trinke, lachend, weinen.
00:47:03: Ja, ich finde das wichtig.
00:47:05: Ich bin ja auch kein Freund der Flüstersitzung.
00:47:08: Denn Karneval ist nicht Flüstern.
00:47:11: Karneval ist Lachen, Singen, Weinen, Feiern, Nachdenken, all das.
00:47:20: Und man würde diesen reinischen Explosionen des Genusses, würde man Rezeptoren wegnehmen.
00:47:30: Wenn nicht alles da sein kann.
00:47:32: Genau.
00:47:32: Auf einer Flüstersitzung sehe ich selten einen Tanzchor.
00:47:35: Da muss ich sagen, ist nicht gut.
00:47:38: Weil gerade das Tanzen ist ein wichtiges Element, das Kölner Karnevas.
00:47:42: Denn dort werden die Werte von einer Generation in die nächste übergehen.
00:47:46: Ja, auch.
00:47:46: Also gerade, dass diese ganzen Vereinstrukturen irgendwie gearbeitet wird, das macht halt total viel aus.
00:47:51: Kinder werden reingenommen, die dann auch ein Interesse entwickeln.
00:47:56: Das ist so, ich hab als Kind in dem Kinderchor von der Grundschule Zuchtweg singen dürfen, bei der Frau Voss Kölsch gelernt.
00:48:05: Und hab dann mit Monika Kampann auf der Bühne gestanden, mit Marido Isenicuta und so.
00:48:10: Ich liebe
00:48:10: Moni.
00:48:11: Ja.
00:48:11: Und ich hatte immer einen Heidenrespekt vor diesen Frauen, weil ich wusste, es ist nicht egal, alle müssen vorbereitet sein.
00:48:21: Und man muss sich anstrengen und so.
00:48:22: Aber ich hab mich da immer ... Wahnsinnig vollgefühlt und ich hab halt als sehr junger Mensch Dinge gelernt, verstanden, weil wir haben ja nicht die Sprache gelernt.
00:48:31: Wir haben zum Beispiel ein Lied gesungen oder ein Text gelesen und haben dann aber auch darüber gesprochen, welche Namen werden hier erwähnt und welche Orte geht.
00:48:39: Wie kann man das einordnen in das, was zu der Zeit passiert ist?
00:48:43: Genau.
00:48:43: So, das heißt, ich habe Dinge erfahren, die was mit Zeitgeist zu tun hatten, der vor meiner Geburt stattgefunden hat.
00:48:50: Und ich bin dafür so dankbar.
00:48:52: Und ich glaube, das ist auch ein großer Wert, der potenziell in den Karnevalsvereinen steckt.
00:48:56: Das hat sich bekommen bei den Werten.
00:48:59: Weil, wenn man Kinder das weiter erzählt, die das ja nicht erlebt haben, aber das sowieso eine Familienhistorie dann so inhalieren.
00:49:08: Und dann ist das Teil der eigenen Identität.
00:49:11: Ja, und deswegen habe ich diese Verbindung.
00:49:14: Und du
00:49:14: bestätigst das jetzt auf einem viel höheren Intellektual-Level, dass ich das jeweils erklären könnte.
00:49:20: Du hast genau recht, genau darum geht es.
00:49:23: Man könnte fast sagen, es ist eine Art von Glauben, Hoffnung.
00:49:30: Und das ist nichts Verkehrtes.
00:49:32: Wir müssen halt nur aufpassen, dass das Ganze, ich habe eben gesagt, ich liebe den Karneval, das tue ich wirklich.
00:49:39: Wir müssen halt aufpassen, dass die Reihenfolge mit Alkohol.
00:49:44: Aber es ist auch normal, weil die Brauereien finanzieren es zum Großteil und wollen natürlich dann auch ihre Helklonliterzahlen haben.
00:49:51: Wobei ich muss echt sagen, also, Kölsch ist ein Spruch, der Mut trinken kann.
00:49:55: Find ich aber blöd sind.
00:49:56: Weil der Kölner Karneval war immer weinlastig.
00:49:59: Jetzt geht's los.
00:50:00: Es war immer der Wein.
00:50:02: Kölsch wurde erst ab den Sechzigerjahren sanonfähig.
00:50:05: Ich weiß.
00:50:06: Und
00:50:07: Wein ... ist auch rät
00:50:09: sehen.
00:50:09: Es gab es nicht früher auch Weinzwang bei irgendwelchen Veranstaltungen.
00:50:13: Immer noch.
00:50:14: Jetzt hat sich ein bisschen geändert durch diese neue Art von Formate.
00:50:18: Von Partyformaten, die ist aber auch schon ewig.
00:50:20: Aber gut.
00:50:22: Nee, aber das ist wirklich ein interessanter Aspekt.
00:50:26: Also ich persönlich, wenn ja, so wie du, ich brauche dieses ganze Thema Alkohol und anderen Konsum nicht.
00:50:33: weil ich lebe in der Emotion.
00:50:36: Das ist für mich nicht notwendig für so ein Abend.
00:50:39: Ganz im Gegenteil... Wie die
00:50:40: Reihenfolge muss.
00:50:41: Ja, ganz im Gegenteil.
00:50:43: Ich kann mich auch, wenn ich alles wirklich wahrnehme und wirklich erlebe, dann habe ich hinterher auch mehr davon.
00:50:49: Das ist meine persönliche Meinung.
00:50:50: Ich würde niemandem sein Getränk wegnehmen.
00:50:52: Nein, Gott, Film!
00:50:54: Das
00:50:54: ist nur nicht sagen, ja, aber ich gehe da nicht hin, wenn ich da nicht trinken kann.
00:50:58: Das ist
00:50:58: das, was ich dann schade finde.
00:51:01: Wo weiß die Gewichtung?
00:51:02: Das ist das Bühnenprogramm, ein Side-Produkt zum Alkohol trinken oder andersrum.
00:51:11: Wenn ich auf so einer Veranstaltung bin, glaubst du, Sophie, ich bin so überfordert, dass ich vergesse zu trinken.
00:51:18: Ja, ich weiß, ich verstehe das.
00:51:20: Und ich trink Augenglaswein dabei.
00:51:24: Aber das ...
00:51:26: Aber du bist deswegen nicht gekommen.
00:51:27: Du
00:51:27: bist für
00:51:28: was anderes da.
00:51:29: Wenn ich dann sage, na ja, im Gürzen, ich kostet das Kölsch jetzt vier, fünf, sechs, sieben Euro.
00:51:34: Sag mal, mein Gott, wir leben in Köln.
00:51:36: Geh um die Ecke, dann hast du eine Kneipel.
00:51:38: Gehst du grad zehn Dinger trinken, kommst da lieber.
00:51:40: Gehst
00:51:41: du
00:51:41: in den Stadttreff.
00:51:42: Genau, na gehst du in den Stadttreff.
00:51:43: In den Darkroom des Kölner Karnevals.
00:51:44: Ganz wichtig.
00:51:45: In den Darkroom
00:51:45: des Kölner Karnevals.
00:51:46: Es gibt ja diese Orte, wie das Terrarium, den Stadttreff, andere Plätze, wo du halt alles trinkst.
00:51:52: Du kannst sogar kurz aus der Sitzung rausgehen und kannst dir mal kurz Druckbetankungen, gehst dir wieder rein.
00:51:58: Aber das muss ja nicht im Saal sein.
00:52:03: Ich freut sich die Gastronomie vielleicht nie so drüber, aber diesen Tipp, man weiß es nicht.
00:52:06: Aber ich weiß, was du meinst, ich weiß, was du meinst.
00:52:08: Hör mal, wenn du einen Wunsch frei hättest für diese Institution Karneval, das ist natürlich eine krasse Frage oder eine große Frage, aber jetzt so aus deiner persönlicher Sicht, gibt es einen Wunsch?
00:52:22: wo du sagst, das wird zu dem Karneval wünschen, den Leuten.
00:52:28: Wir sind in einem Wandel der Kulturen.
00:52:33: Und es kommen Begriffe wie Stadtbild.
00:52:37: Und es kommen Begriffe wie, egal wie man die findet, die Begriffe kommen.
00:52:44: Und ich würde mir wünschen, dass wir die Werte, die wir haben, sich vermischen mit anderen kulturellen Formen.
00:52:57: und dass sich das zu einer neuen Möglichkeit entwickeln kann.
00:53:05: Dass wir das nicht verlieren.
00:53:07: Statt Abgrenzung.
00:53:08: Genau,
00:53:09: denn sonst sterben diese Werte weg.
00:53:13: Aber wir müssen offen sein.
00:53:15: Und das erlebe ich im Moment sehr viel, dass es offen ist.
00:53:20: In Köln ist das auch kein Problem.
00:53:22: In Köln ist das, wir sind ja schon sehr offen für.
00:53:27: In aller Richtung.
00:53:27: Wir sind auch historisch gesehen, ein Schmelztiegel von den Kulturen
00:53:30: und
00:53:31: Menschen, die hier rein und durchgelaufen sind.
00:53:33: Das Umfeld ist die Situation, die wir bedenken müssen.
00:53:38: Denn das Umfeld macht Werbung damit, Kölner Karneval zu sein, das Umland.
00:53:44: Und damit meine ich die ländlichen.
00:53:47: Ich meine nicht Borneim, das ist E-Köln.
00:53:49: Das hört der Borneimer nicht gerne, aber es ist Köln.
00:53:53: Und Düsseldorf hat auch ein super Karneval, weil das eingeständige Karneval ist.
00:53:57: Aber es gibt halt sehr viele andere Orte, die dann eine Grenze ziehen, wo keiner hin muss.
00:54:08: Und wir müssen da Verantwortung übernehmen.
00:54:12: Das ist auch müssen, nicht möchten, müssen.
00:54:15: Denn der Kölner Karneval steht für diese kulturelle Vielfältigkeit.
00:54:22: Und wir müssen einfach sagen, zu eines, beim Konfetti Yiddid Kebrung, und zu zweit auch kommt zu uns, damit wir lernen, was es noch gibt.
00:54:37: Und damit ihr lernt, wo wir herkommen.
00:54:40: Aber ganz ehrlich, wir reden über Köln, dass über alleilers Gastarbeiter tun, das ist ja nur ein kleiner Prozenter.
00:54:47: Das ist so kölsch wie sonst was.
00:54:51: Aber das würde ich mir wünschen, dass das weiter passiert.
00:54:56: Und dass ich mir das wünsche, ist natürlich aus einer Gefahr heraus, dass wir zwanzig Prozent der Deutschen haben, die nicht wissen, was sie wählen sollen.
00:55:05: Und ich glaube, die Chance, die wir halt bei uns haben, ist, dass man über diese Kultur, die wir haben, die so stark ist, ein ... wie so ein Leuchtturm setzen kann, dafür was möglich ist, unten positiv Beispiel zu geben und eine niederschwellige Anlaufstelle, bei der ich mitmachen kann.
00:55:22: Denn das, was wir bieten,
00:55:24: ist für alle.
00:55:25: Und das macht einen riesen Unterschied.
00:55:27: Wir
00:55:27: dürfen allerdings auch nicht hingehen und müssen verurteilen.
00:55:30: Da müssen wir auch von weg.
00:55:31: Du Nazi, du Nazi, du Nazi, das bringt gar keinem was.
00:55:34: Nur wenn jemand etwas... rechterer Gesinnung ist, ist ja kein Nazi.
00:55:39: Es ist auch nicht jeder, der links wählt, also SPD, also rechts ist für mich immer noch CDU, sorry, ich bin fünfzig.
00:55:45: Ja, es ist ein Unterschied, ob man konservativ ist oder verschisst.
00:55:49: Genau,
00:55:49: und genau da müssen wir ansetzen.
00:55:51: Wir müssen ansetzen, dass wir die Leute nicht verurteilen, sondern wir müssen sie schlau machen.
00:55:57: Ich weiß.
00:55:58: Und Angebote.
00:55:59: Angebotenschaften,
00:56:01: schlau machen.
00:56:02: Und es ist ... Eine Augenhöhe, auf die wir mit ... Aber dafür ist der Karn aber grandios, weil da sind keine Zwänge.
00:56:10: Aber regel.
00:56:10: Ja.
00:56:13: Ich glaube, das ist das perfekte Schlusswort, mein Lieber, weil sonst drehen wir noch eine doppelt so lange Runde, und ich würde sagen, das heben wir uns für einen anderen Tag auf.
00:56:22: Was hält du davon?
00:56:24: Da halte ich sehr viel von, und ich bin froh, dass ich Gast bei dir und bei diesem Format sein konnte, mit all den Mitarbeitern ... Mitarbeiterinnen.
00:56:32: Und
00:56:33: ... Ich wünsche dir nur alles Glück dieser Welt für deine Zukunft.
00:56:38: Und es wäre mir persönlich sehr wichtig, wenn ich dich auch mal im Karneval auf einer Bühne sehe.
00:56:45: Weil intelligente, hübsche, bedachte Menschen, die Werte besitzen, gehören in dieses System.
00:56:55: Auch in den Kölner Karneval.
00:56:57: Gerade besonders da.
00:56:59: Ich baue auf dich.
00:57:01: Das hat natürlich jetzt den Druck maximal erhöht.
00:57:05: Meine Eltern werden das gerne hören.
00:57:07: Ich muss auch eine kleine Träne verdrücken.
00:57:08: Ich drück dich jetzt gleich.
00:57:10: Euch sage ich allen an dieser Stelle Tschüss.
00:57:12: Wir drücken uns jetzt hier alle und dann gibt es vielleicht für alle noch ein Keks.
00:57:16: Das war eine neue Folge von Bis der Nubbel brennt mit dem ganz wundervollen JP Weber.
00:57:20: Vielen Dank, dass heute mein Gast war.
00:57:22: Wir sehen uns bald wieder sehen.
00:57:26: Bis der Nubbel brennt ist eine Produktion von Good Will Run und der Streaming Factory.
00:57:32: Bist ein Oberteint!
00:57:39: Ein Oberteint!
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