Sexualisierte Gewalt im Karneval – was wir alle dagegen tun können
Shownotes
In dieser Folge von "Bis der Nubbel brennt“ sprechen wir mit Andrea Albers von Edelgard über die Arbeit der Initiative und ihre verschiedenen Bausteine: die mobilen Infoteams im Karneval, schützende Orte, geschulte Mitarbeitende in Gastronomie und Veranstaltungsumfeldern sowie die Telefon-Hotline. Außerdem geht es um Schulungen, Notfalltaschen und Sticker, um mehr Sichtbarkeit und Handlungssicherheit zu schaffen, sowie um den großen Aufklärungsbedarf rund um sexualisierte Übergriffe. Ein besonderer Fokus liegt auf den strukturellen Problemen, die sexualisierte Gewalt überhaupt erst möglich machen. Wir sprechen darüber, warum Übergriffe oft passieren, obwohl andere Menschen anwesend sind, wie Verantwortung häufig abgeschoben wird und warum Zivilcourage, Awareness und klare Anlaufstellen entscheidend sind. Die Folge zeigt: Wegschauen ist Teil des Problems – Verantwortung übernehmen Teil der Lösung. Mehr Sichtbarkeit, mehr Awareness, mehr Schutz – damit Feiern für alle sicherer wird.
**Telefonzentrale während der Karnevalstage: **Unter 0221-221-27777 könnt ihr Edelgard erreichen, wenn ihr euch belästigt fühlt oder ihr Hilfe oder Beratung benötig: Weiberfastnacht und Rosenmontag 10 – 1 Uhr Karnevalsfreitag 13 – 21 Uhr Samstag und Sonntag 13 – 23 Uhr
**Mehr Infos zu Edelgard findet Ihr unter: ** Mail: info@edelgard.koeln Website : https://edelgard.koeln/ Instagram : https://www.instagram.com/edelgard.koeln/?hl=de
Schaut mal bei uns auf Instagram vorbei und folgt uns auch hier!
Transkript anzeigen
00:00:00: sehr gerne, wenn man was wahrnimmt und sich nicht sicher ist, melden und gemeinsam sozusagen mit der Beraterin am Telefon vielleicht sortieren.
00:00:10: Und was ja auch immer möglich ist, Personen anzusprechen und zu sagen, sag mal, ist es gerade für dich in Ordnung?
00:00:19: oder auch da vielleicht schon zu überlegen, kann man der Person eine Wahlmöglichkeit geben.
00:00:23: Soll ich mich zu dir stellen oder soll ich jemanden holen?
00:00:26: Auch da hat man ja die Möglichkeit, vielleicht direkt in einer Person wieder Kontrolle über eine Situation zu geben, in der man sehr einfach eigentlich so zwei Wahlmöglichkeiten zum Beispiel aufzeigt.
00:00:37: Das könnte man machen.
00:00:42: Bis der Nubbel brennt, der Kölner Karnevals-Podcast.
00:00:47: Herzlich willkommen bei Bis der Nubbel brennt, der Karnevals-Podcast.
00:00:50: Ich bin Sophie van Rijnlanden und ich habe heute wieder einen ganz tollen Gast für euch dabei.
00:00:55: Andrea Albert ist Psychologin und Teil des Teams von Edelgard, die sich stark machen für die Sicherheit vor allem von flinter Personen im Kölner Karneval.
00:01:04: Großes Thema, über das es sich auf jeden Fall lohnt zu sprechen.
00:01:07: Ich bin froh, dass du heute bei mir bist.
00:01:09: Herzlich willkommen, Andrea.
00:01:10: Danke schön und auch vielen Dank für die Einladung.
00:01:13: Du bist Teil des Teams rund um Edelgard.
00:01:16: Ja, bevor wir gleich erklären, was Edelgard eigentlich ist für die Zuhörerinnen und Zuschauer, die das vielleicht noch nicht kennen, vielleicht kannst du dich einmal ganz kurz vorstellen, wie so dein Werdegang ist bzw.
00:01:26: was machst du beruflich und warum bist du Teil dieser Initiative?
00:01:29: Ja, sehr gerne.
00:01:31: Ich bin Psychologin.
00:01:33: Und Leite beim SKF, das ist der Sozialdienst katholischer Frauen in Köln, das Gewaltschutzzentrum.
00:01:40: Und Rahab, die Fachberatungsstelle für Sexarbeiterinnen.
00:01:43: Und zum Gewaltschutzzentrum gehört seit letztem Jahr auch das Projekt Edelgard, was wir gemeinsam mit der Diakonie Michaelshofen und uns in einer Koordinierungsstelle zusammen quasi leiten aktuell.
00:01:59: Und das heißt ... Ich bin auch nur Teil des Teams und eigentlich sind in der Koordinierungsstelle Hannah und Lisa, sag ich mal die Personen, die die Hauptarbeit machen.
00:02:09: und genau Edelgard ist schon vor zehn Jahren entstanden aus einer Initiative heraus.
00:02:14: Das ist die Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt an Frauen.
00:02:19: Und da sind ganz viele unterschiedliche.
00:02:23: unterschiedlich war eine drin, zum Beispiel das Frauenberatungszentrum, aber auch die Diakonie der SKF, der Notruf für vergewaltigte Frauen und andere.
00:02:35: Und wir haben sich zusammengeschlossen, um das Thema sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum sichtbarer zu machen.
00:02:44: Und genau, das ist Edelgard.
00:02:46: Edelgard hat unterschiedliche, sagen wir mal so, Bausteine.
00:02:51: auf die wir uns, ja, auf dieses Fuß, das ist unter anderem Edelgard Mobil, jetzt im Karneval im Einsatz oder auch in anderen Großveranstaltungen, dann gibt es die schützenden Orte, die auch ein ganz ganz wichtiger Teil von Edelgard sind, weil genau Edelgard nicht nur wir in der Koordinierungsstelle sind, sondern das sind dann viele und auch über die Stadt verteilt, das kann eine Apotheke sein, das kann eine Firma sein, das können aber auch Kneipen sein, Restaurants, die schützende Orte werden, d.h.
00:03:25: dort sind Mitarbeiterinnen geschult, wie sie auf Menschen reagieren können, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, also Betroffene, die sich dort melden können und einen erstmal sicheren Anlaufort finden können.
00:03:38: Wie erkennen Sie so einen Ort?
00:03:40: Da haben wir ganz ... banal eigentlich so ein Sticker für den Eingang, aber es gibt auch die Elegant Map.
00:03:50: Da kann man über unsere Website schauen, dass es so quasi verbunden ist, dass man direkt gucken kann, wo ist der nächste schützende Ort aktuell.
00:04:01: Das ist genau mit Google Maps verbunden.
00:04:03: Da sieht man dann auch die Öffnungszeiten.
00:04:04: Vielleicht, ob das in der Nähe sein könnte und offen ist, weil das wäre natürlich auch nicht gut, wenn man irgendwie betroffen ist.
00:04:11: Und dann steht man vor verschlossener Tür.
00:04:13: Genau, dieser Aufkleber, den du gerade benannt hast, ich hab den schon ganz oft wahrgenommen in allen möglichen Bereichen, eben genau, wie du das sagst, in der Gastronomie, in irgendwelchen Geschäften hängt er teilweise auch meistens an der Tür, sehr sichtbar, rund, groß ist das gezeichnete Gesicht einer Frau drauf, was auch gleichzeitig so euer Logo ist.
00:04:29: Genau.
00:04:30: Und zum Logo gibt es jetzt aktuell auch noch mal eine Veränderung, weil wir das... Logo genommen haben und es auch nochmal verfielfältigt haben, um sichtbar zu machen, dass Edelgard viele ist, also dass wir einfach unterschiedliche Personen Edelgard sind.
00:04:48: Super Initiative, also auch dieses Prinzip, ich sag mal ein bisschen so selbsthilfemästig, anderen Menschen beizubringen, wie reagiere ich denn im Ernstfall?
00:04:57: Wenn ich jetzt zum Beispiel ein Geschäft habe oder ein Gastronomiebetrieb und ich sag, oh, das klingt irgendwie interessant, da würde ich gerne mit unterstützen.
00:05:04: Was muss ich dann tun?
00:05:06: Am besten schreibt man eine E-Mail.
00:05:11: Info.edlgard.
00:05:14: Nee.köln.
00:05:18: Das ist unsere Website, aber vielleicht können wir das ja auch irgendwie noch mal verlinken.
00:05:22: Packen
00:05:22: wir mit in die Show Notes rein.
00:05:25: Genau, da könnt man einfach eine E-Mail hinschreiben und dann würden Hannah und Lisa sich zurückmelden und dann das weitere Prozedere einfach erklären, dass man halt in Austausch kommt, dass Mitarbeiter geschult werden.
00:05:35: Das ist ja auch ein Teil von Edelgard, ist halt Edelgard informiert, also dass wir auch so generell und breiter auch über sexualisierte Gewalt aufklären.
00:05:48: Und dann wäre das weitere Prozedere so, genau das ... Menschen geschult werden und dann bekommt man auch so eine Notfalltasche und halt diesen Sticker.
00:05:57: Und genau wäre dann ein schützender Ort.
00:06:02: Das heißt, das gerade schon angesprochen, der eine Baustelle ist der schützende Ort, der andere Baustelle ist das Thema Information.
00:06:08: Genau, auf jeden Fall.
00:06:09: Das ist sehr wichtig bei dem Thema sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum.
00:06:15: Warum ist das so wichtig?
00:06:18: Als Frau, wenn ich mit meinen Freundinnen darüber rede oder mit weiblichen Familienmitgliedern oder weiblich gelesenen Personen, ich kenne so viele, die schon in irgendeiner Form sexuelle Übergriffe erlebt haben in ihrem Leben.
00:06:30: Mir geht es selber auch so.
00:06:31: Das ist für mich etwas, wovon ich genau weiß.
00:06:34: Das ist Teil unserer Realität.
00:06:37: Sollte man nicht davon ausgehen, dass auch in Zeiten von Social Media Kommunikation, wo ja solche Themen auch inzwischen viel größer und eine viel breiteren Masse zugänglich sind, das angekommen ist, dass das ein grundsätzliches Thema ist oder seht ihr da immer noch Aufklärungsbedarf?
00:06:52: Ja, das ist auf jeden Fall noch weiterer Aufklärungsbedarf.
00:06:56: Natürlich ist es vielleicht schon durch auch... Mitu-Bewegungen und Ähnliches mehr in öffentlichen Fokus geraten, aber grundsätzlich dadurch, dass wir ja immer noch an dem Punkt sind, dass es sehr viele Übergriffe gibt und passiert, dass wir sehen, okay, da ist auf jeden Fall Luft nach oben und sollte auf jeden Fall nicht sich sozusagen darauf ausgeruht werden, dass das Thema schon in den Medien präsent ist, weil es reicht nicht, dass es in den Medien präsent ist, es muss auch vor allen Dingen in den Handlungen der einzelnen, sagen wir jetzt mal, Täterpersonen ja vor allem angekommen, angekommen.
00:07:36: So, das reicht ja, also und es ist ja auch ein strukturelles Thema, tatsächlich sexualisierte Gewalt.
00:07:44: Also es bringt auch nicht so viel, sich, sag ich mal, auf einzelne Situationen oder Täter zu fokussieren, sondern es ist wichtig halt, die Strukturen... dahinter aufzudecken und das auch zu besprechen und zu sagen, okay, welche Arten von Strukturen machen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum denn möglich?
00:08:09: Weil das passiert ja auch häufig nicht ganz nur, sag ich mal, in Eins-zu-Eins-Situationen.
00:08:15: Da sind häufig andere Menschen dabei, auch diese Verantwortung zu sehen, also als ... Menschen, die Sachen erleben, zum Beispiel, ich sehe es oder war schon oft zum Beispiel in der KVB, ist mir jetzt mal gerade so als Beispiel aufgefallen, wo es tatsächlich häufiger zu sexualisierter Gewalt und Übergriffen kommt.
00:08:38: Und das, dass ich mir da wünschen würde, dass es nicht immer, sage ich jetzt mal, weiblich gelesene Personen sind, die auch was sagen oder eingreifen und das mit bemerken, sondern dass wir da hinkommen.
00:08:51: dass wir als Gesamtgesellschaft und damit meine ich jetzt dann explizit Männer, das auch wahrnehmen.
00:08:58: und dafür braucht es aber diese Sensibilisierung und dieses Gespräch darüber.
00:09:01: und was bedeutet das für mich als einzelne Betroffene dieses gegenseitige Verständnis sozusagen und da auch die Verantwortung zu sehen, weil es hat ganz viel halt auch mit Verantwortung über Namen zu tun.
00:09:17: Das ist ja auch, weiß nicht, im Karneval fällt mir da Das eine oder so generell bei Großveranstaltungen ist das Thema Alkohol wird ja immer gerne so vorgeschoben.
00:09:27: Und dann, also das wird dann als Begründung genommen für sexualisierte Gewalt, aber sexualisierte Gewalt findet ja auch ohne Alkohol statt.
00:09:38: Deswegen ist es, hängt es da ein bisschen und finde ich ist auch tatsächlich nicht so ein schönes Männerbild davon auszugehen, okay, wenn dann alle enthemmt sind, dann...
00:09:48: Ja, ich würde auch sagen, dass man genauso wie ein Frau auch dafür Verantwortung trägt, was er tut und dass man ihm das nicht absprechen kann, weil er alkoholisiert ist.
00:10:01: Jetzt hast du ja gerade das Thema KVB öffentliche Situation.
00:10:04: Viele Leute sind dabei schon angesprochen.
00:10:07: Das ist natürlich so ein Thema, wenn man über den Kölner Karneval redet, über Großveranstaltungen, aber wir konzentrieren uns sehr auf das Thema Karneval.
00:10:15: Dass man sagt, das ist so ein großes buntes Fest.
00:10:18: Alle kommen zusammen, Gemeinschaft, Glück.
00:10:21: Das ist was, was sehr positiv gefärbt ist.
00:10:23: Auch für mich natürlich auch sehr viel mit meiner Identität zu tun hat, wie bei vielen Leuten in Köln.
00:10:30: Und jetzt kommt ihr da, sag ich mal, mit so einem harten Thema und sagt, ja, Moment mal, Freunde.
00:10:35: Aber das ist ja nicht immer und für alle gleichermaßen das gleiche Erlebnis, sondern es gibt nun mal leider auch im Karneval schwierige Situationen.
00:10:44: Hast du das Gefühl, dass es da Raum gibt dafür, dass ihr über solche Themen informiert, dass ihr das anspricht, auch dass Edelgard inzwischen so eine sehr sichtbare Komponente ist im Kölner Karneval?
00:10:56: Wie ist da die Resonanz?
00:10:57: Also, die Resonanz, würde ich sagen, ist erst mal durchweg ganz gut und positiv.
00:11:01: Vor allen Dingen die Infoteams.
00:11:03: Wir haben ja im Karneval es so aufgeteilt, dass wir quasi Infoteams haben, die umgehen und ansprechbar sind und auch noch mal Kärtchen verteilen und sagen, wie sind die Erreichbarkeiten.
00:11:12: Und dann haben wir noch die telefonische Erreichbarkeit zu bestimmten Zeiten, also nicht rund um die Uhr.
00:11:17: Das ist auch ganz, ganz wichtig, das zu sagen.
00:11:21: Die Zeiten werden dann aber auch immer zum Beispiel auf der Website, Instagram und so weiter vorher ... gezeigt oder auch in Megalight-Kampagnen.
00:11:31: Und da können dann, das ist vielleicht noch mal so wichtig, dass bei den hinten am Telefonende sitzen Beraterinnen, also geschulte Personen, die damit umgehen können, wenn betroffene Personen anrufen können.
00:11:46: Und die Infoteams sind vor allem da, um Aufmerksamkeit zu... Und genau das ist da, wo wir eigentlich auch durchweg dann positive Resonanz bekommen, wo sich Menschen freuen.
00:11:56: Ach ja, das habe ich schon gehört oder ich habe mir die Nummer schon abgespeichert.
00:12:01: Genau, das ist dann immer richtig schön.
00:12:04: Und wir gehen ja auch vorher noch, also bevor...
00:12:11: Ja,
00:12:12: bevor der Straßenkarnival losgeht, vor dem Donnerstag noch mal knipen und hängen auch noch mal Plakate auf, informieren sah, dass es auch sichtbar ist.
00:12:22: Also da geht es ja ganz viel um Sichtbarkeit und so habe ich schon das Gefühl, dass es im Karnival das Thema schon auch sichtbarer wird.
00:12:31: Und das ist ein ganz wichtiger ... Ja, Punkt, damit, damit wir halt mehr darüber sprechen und halt auch dieser Perspektivwechsel möglich ist oder sich auch vielleicht vorzustellen für viele Personen.
00:12:45: Ah ja, okay, Frauen, flinter Personen, queere Menschen haben vielleicht eine andere Realität im Karneval als die, die ich selber erlebe.
00:12:59: Jetzt könnte man ja sagen, na ja, aber wir reden ja bei Straftaten am Ende des Tages.
00:13:03: Ja, und jetzt mal abgesehen davon, dass das natürlich für die betroffene Person eine schlimme, traumatisierende Erfahrung ist.
00:13:09: Es ist eine Straftat.
00:13:10: Dafür ist doch die Polizei zuständig.
00:13:13: Warum ist das so wichtig, dass es dann eine Anlaufstelle wie Edelgard gibt für betroffene Personen?
00:13:21: Ja, das hat auch mehrere Gründe unter anderem vielleicht auch ganz klar nochmal die Rolle der Polizei.
00:13:29: Die haben ja den Strafverfolgungszwang.
00:13:30: Das heißt, sie müssen, wenn sie eine Straftat erzählt bekommen, müssen sie diese dann verfolgen.
00:13:37: Und das ist aber nicht das, was alle Betroffenen von sexualisierter Gewalt als erstes brauchen oder vielleicht auch möchten.
00:13:43: Und mit dieser, sage ich mal, niedrigschwelligen Anlaufstelle, wo man erst mal mit seiner Erfahrung mit ... mit dem erst mal sein kann, ohne dass gesagt wird, jetzt müssen wir aber hier eine Anzeige aufnehmen.
00:13:56: Oder vielleicht auch, ich muss jetzt aber noch mit der Tatperson sprechen, das kann ja auch ... Polizei hat da ja einen anderen Auftrag, und wir können erst mal parteilig annehmen, okay, die ist gerade das und das passiert.
00:14:09: Und Sicherheit geben und vielleicht auch Kontrollmöglichkeit über die Situation zurückgeben, indem wir halt nicht sagen, jetzt kommt eine Anzeige und alles, was danach passiert, das ist ja auch ... Das ist ja auch Teil der Beratung tatsächlich oder ein großer Teil der Beratung zu überlegen, möchte ich das anzeigen oder nicht, weil wir auch darüber reden, was bedeutet das, auch im weiteren Verlauf.
00:14:35: Das heißt, ihr seid auch so ein bisschen Verteilerstation.
00:14:38: Also, wenn man sich bei euch meldet und sagt, mir ist irgendwas passiert, einen Übergriff, egal in welcher Form.
00:14:45: dass man euch auch fragen kann.
00:14:47: Und ihr sagt, okay, irgendwie hier gibt es jetzt eine Anlaufstelle.
00:14:50: Vermittet ihr auch in Richtung medizinischer Anlaufstelle?
00:14:53: Auf
00:14:53: jeden Fall.
00:14:54: Zum Beispiel, wenn es darum geht, anonyme Spuren zu sichern oder ähnliches, würden wir dahin vermitteln oder natürlich auch ins Krankenhaus, wenn das nötig wäre oder ... Es kann ja auch sein, dass jemand sagt, das hat jetzt schon mal gutgetan, das Gespräch.
00:15:09: Und dann würden wir sagen, ja, und wenn noch was ist, meldest du dich noch mal.
00:15:13: Oder vielleicht kommt die Person ja auch gar nicht aus Köln.
00:15:15: Wir haben ja auch super, gerade im Karneval ganz, ganz viele Menschen.
00:15:20: Genau, Besucherin zu sagen, ja, vielleicht schon mal eine Adresse rauszusuchen.
00:15:24: Wo kannst du dich dann in deiner Stadt melden und da noch mal darüber sprechen und dann vielleicht auch noch überlegen, eine Anzeige zu machen oder später auch.
00:15:33: online oder nicht.
00:15:35: Und wir sind da total halt ergebnisoffen und versuchen, so vor allen Dingen den Betroffenen halt wieder die Kontrolle zurückzugeben, indem wir ihn halt verschiedene Optionen einfach geben.
00:15:46: Dieses Wissen, ich kann selber was entscheiden.
00:15:49: Ja, vorher wurde mir eine Entscheidung abgenommen, das ist, glaube ich, total wichtig zu erklären, dass das gerade in der Situation, wo man ja einen Kontrollverlust erlebt hat, auch so ein tolles Wort, was man im Karneval jetzt vielleicht an einer anderen Stelle verorten würde.
00:16:02: und sagen, ich geb dir das zurück.
00:16:04: Hier
00:16:04: sind deine Optionen.
00:16:05: Ja, und das ist genau super wichtig, gerade wenn es darum geht, okay, wie wird auch mit dem Erlebten, wie wird es weiter verarbeitet?
00:16:14: Das ist, also so, wenn man Richtung Trauma denken würde, oder es ist diese erste Reaktion von, ich kann wieder Kontrolle bekommen über die Situation, ist super, super wichtig für alles, was danach kommt.
00:16:29: Und das ist ... Und da, um dann wieder vielleicht den Kreis zu schließen, das kann Polizei nicht leisten, weil das aber auch nicht ihr Auftrag ist.
00:16:38: Also es ist jetzt auch keine Erwartung an die Polizei.
00:16:41: Es ist keine Erwartung ans Ordnungsamt oder so.
00:16:43: Das ist einfach nicht das, wofür die ausgebildet sind oder was deren Aufgabe ist.
00:16:51: Gibt es so einen Moment, der bei dir besonders hängen geblieben ist, wo du sagst, da merkst du, dass auch für dich noch mal deine Arbeit für Edelgard, warum das so wertvoll ist?
00:17:03: Ja, also tatsächlich irgendwie fand ich es nach dem, nach dem Elften Elften, richtig schön zu hören.
00:17:12: Also wir haben super viele, so wie sieht ein Kärtchen irgendwie verteilt und es waren irgendwie, ich weiß jetzt gerade leider nicht die Zahl, aber es waren so Unmengen und dass man irgendwie weiß, okay, wir haben an Unmengen von einzelnen Personen, da haben wir die erreicht und darüber gesprochen.
00:17:29: Also das finde ich irgendwie so ein, Ja, schon auch ein schönes Gefühl, dass man so, ja, das wahrnimmt, dass es genommen wird und darüber gesprochen wird und dass Menschen sich aber auch freuen oder wir positive Rückmeldungen kriegen natürlich.
00:17:45: Also das ist immer schön, ja.
00:17:48: Du hast das gerade schon angesprochen, dass auch das Thema Sensibilisierung ein Wichtiges ist, damit im Zweifel umstehende halt auch anders reagieren.
00:17:59: Wenn ich jetzt gar nicht mittelbar betroffen bin.
00:18:01: Also erst mal, meine Frage, kann ich mich auch bei euch melden, wenn ich ein Mann bin und sehe, eine Frau wird angegriffen und ich weiß nicht, was ich tun soll.
00:18:09: Es gibt ja auch Menschen, die dann nicht wissen, was ihr
00:18:11: tun soll.
00:18:15: Ja, kommt immer wieder rein, auch irgendwie unschön von bestimmten Seiten.
00:18:19: Ja, und was ist, wenn ich jetzt ein Mann bin und betroffen bin?
00:18:22: Bei uns können sich natürlich grundsätzlich dann auch in der Situation alle betroffen.
00:18:26: Warum richten wir unser Angebot vor allen Dingen für Frauen, Mädchen und queere Personen?
00:18:30: Weil die statistisch gesehen einfach mehr betroffen sind.
00:18:34: Das ist erstmal das eine.
00:18:36: Natürlich kann sich, also sehr gerne, wenn man was wahrnimmt und sich nicht sicher ist, melden.
00:18:44: und gemeinsam sozusagen mit der Beraterin am Telefon vielleicht sortieren.
00:18:49: Und was ja auch immer möglich ist, Personen anzusprechen und zu sagen, ist es gerade für dich in Ordnung?
00:18:58: oder auch da vielleicht schon zu überlegen, kann man der Person eine Wahlmöglichkeit geben.
00:19:02: Soll ich mich zu dir stellen oder soll ich jemanden holen?
00:19:05: Auch da hat man ja die Möglichkeit, vielleicht direkt in einer Person wieder Kontrolle über eine Situation zu geben, in der man sehr einfach eigentlich so zwei Wahlmöglichkeiten zum Beispiel aufzeigt, das könnte man machen.
00:19:17: Und natürlich immer, ja genau, anrufen für die Beraterin auch, wenn man Mann ist und was sieht, wo man sich nicht genau sicher ist.
00:19:28: Aber ich glaube grundsätzlich miteinander reden kann dann auch schon in der Situation helfen.
00:19:36: Gibt es einen Checkliste, die man sich so merken kann?
00:19:39: ist jetzt nicht ganz das gleiche.
00:19:41: Aber ich hab mir gemerkt, bei meinem ersten Hilfekurs vor zweihundert, dreißig Jahren, Bewusstsein, Atmung, Puls, ist wie BAP, die Band, ja.
00:19:49: Das kann man sich merken, das muss man checken, wenn jemand auf dem Boden liegt oder so, um zu gucken, muss ich jetzt, wie schnell muss man Krankenwagen, was tut man?
00:19:56: Gibt's da so Punkte, wo du sagen würdest, es ist so ein Checklist auf, was man vielleicht nicht tun sollte?
00:20:01: Es gibt ja auch immer die Frage, bring ich mich jetzt selber in Gefahr.
00:20:04: Das ist ja auch so eine Hürde.
00:20:05: Habt ihr da so was, wo ihr sagt, das sind so die drei bis fünf Punkte?
00:20:09: Damit machst du nix falsch.
00:20:11: Ja, also genau jetzt so ganz stark hab ich's jetzt grad nicht, aber zum Beispiel die Beraterin haben tatsächlich auch so eine Checkliste nochmal, wo sie nachgucken können, was ... Ich superwichtig finde es natürlich, man sollte sich nicht selber in Gefahr bringen, klar.
00:20:31: Aber wichtig ist halt nicht über die betroffenen Personen hinweg entscheiden.
00:20:37: Also was wir eigentlich eben schon besprochen haben, ich finde, das ist wirklich richtig wichtig, darauf zu achten, dass da nicht dann erneuter Kontrollverlust oder ich hab was gesehen, ich renne direkt zur Polizei und die müssen dann handeln und ich weiß jetzt gar nicht, ob die Person das so möchte oder nicht.
00:20:52: Ähm, und da, ja, ich denk mal so aufeinander aufpassen, vielleicht auch gucken, sind Freundinnen in der Nähe.
00:21:02: Und immer wieder mit der betroffenen Person rückkoppeln ist es so in Ordnung.
00:21:05: Also, das ist, glaub ich, das ist eigentlich am wichtigsten.
00:21:09: Ja.
00:21:11: Und genau das, das wollte ich jetzt noch sagen.
00:21:14: Natürlich ist, wenn, sag ich mal, wenn es wirklich eine gefährliche Situation ist oder so, und man denkt so, ah, was passiert hier, ist es natürlich auch immer... trotzdem gut die Polizei zu holen, wenn es jetzt irgendwie, ja, wenn man sieht, ja, es passiert, was wirklich schlimm ist, dass man dann trotzdem, also dafür ist die Polizei auch da so, ne?
00:21:33: Also ich wollte jetzt nicht, dass es so rüber kommt, wie involviert mir die Polizei, sondern im Gegenteil, gerade, wenn sie schon vor Ort ist und da vielleicht Schlimmeres verhindern kann oder vielleicht auch verhindern kann, dass eine Tatperson das bei der nächsten und übernächsten Person nochmal macht, dann ist es ja gut.
00:21:50: nur wenn es jetzt um die betroffene Person geht, da zu gucken, okay, wie kann ich sie unterstützen?
00:21:54: Und vielleicht sonst auch in der Situation, wenn zum Beispiel Polizei dann da ist, zu gucken, okay, ja, wie kann ich an der Seite sein?
00:22:01: Oder wie können wir vielleicht noch mit einer Beraterin telefonieren?
00:22:03: Oder was wäre jetzt das nächste?
00:22:05: Weil auch, sag ich mal, wenn so eine Maschinerie von jetzt kommt, eine Anzeige und dann kommt das und das und das auf dich zukommt, kann ja sein, dass das so passiert.
00:22:14: dann ist das trotzdem gut, wenn die Personen darüber informiert sind, weil das gibt ja auch noch mal Sicherheit zu sagen, okay, ich weiß jetzt, was als nächstes kommt, oder so.
00:22:21: Ja, also ich hätte das jetzt so interpretiert.
00:22:24: Du sprichst vor allem über diesen berühmten Grenzbereich, wo man denkt so, ist der Typ jetzt unangenehm?
00:22:29: Und da müsste man vielleicht mal so eine Möglichkeit bieten, die Situation zu verlassen.
00:22:36: Oder eben nicht die klar gewalttätige Auseinandersetzung,
00:22:40: wo
00:22:40: man sagt, okay, da ist Polizei.
00:22:42: Auf jeden Fall.
00:22:43: vielleicht auch selber gar nicht physisch dazwischengehen ohne dann auch noch einen in Mitleidenschaft gezogen zu werden.
00:22:49: Jetzt haben wir ja viel über das Thema so, ich sag mal, zivilgesellschaftliche Verantwortung gesprochen, also was kann ich tun, als andere Person, die etwas miterlebt.
00:22:58: Wie ist denn deine Perspektive auf das Thema Verantwortung, Veranstalter, Vereine und du hast ja gerade schon gesagt, ihr habt sehr viele Gastronomen in eurem Netzwerk, auch die sagen, wir unterstützen das Thema.
00:23:10: Wie kommt das inzwischen an?
00:23:12: Meinst du, da hat es einen Umdenken gegeben?
00:23:14: Wie ist so deine Wahrnehmung?
00:23:17: Doch, ich glaube so über die letzten zehn Jahre auf jeden Fall.
00:23:22: Alleine wenn man, also ich merke das schon auch, wenn man irgendwie jetzt privat weggeht oder so, es wird viel öfter darauf hingewiesen, dass es Awareness-Strukturen gibt oder ähnliches.
00:23:31: Also es war ja vor einigen Jahren.
00:23:32: Kannst
00:23:32: du das erklären?
00:23:33: Was heißt, weil ich kenne viele Leute, wenn das jetzt irgendwie, was ist denn Awareness?
00:23:38: Das ist schon wieder so ein komisches Wort.
00:23:40: Ja, ich hoffe, ich kann das jetzt genau richtig erklären, aber das sind halt dann wirklich so Strukturen, wo es sich halt vorher überlegt worden ist.
00:23:48: Was machen wir jetzt hier in Räumen, wenn es zu Grenzüberschreitenden oder halt sexualisierter Gewalt kommt?
00:23:56: Wer sind Ansprechpersonen?
00:23:57: Also eigentlich dann auch ähnlich wie jetzt Elgard, wenn dann Personen halt Bescheid wissen, was gibt's zu tun?
00:24:03: Manchmal gibt es auch Teams, die dann ansprechbar sind, die sich vielleicht irgendwie die erkennbar sind.
00:24:09: Und manchmal wird auch schon an der Tür zum Beispiel darauf aufmerksam gemacht, wenn du dich irgendwie unwohl fühlst oder so, dann kannst du zu der und der Person gehen.
00:24:18: Also quasi, dass sich vor Veranstaltungen, wo es vielleicht zu sexualisierter Gewalt kommt, Gedanken darüber gemacht wird, also quasi bewusst, wie man dem dann entgegenkommt und wie man es dann ... genau bearbeiten könnte.
00:24:33: Ist ja ein bisschen unangenehm, ne?
00:24:35: Also wenn ich jetzt überlege, ich klare eine Veranstaltung für, weiß ich, nicht anderthalb, zweitausend Personen im Kerne, weil eine ganz normale Zahl.
00:24:42: Und ich überlege nicht nur, wie habe ich das bestmögliche Entertainment-Programm, sondern ich habe das Thema auch mit auf der Tagesordnung.
00:24:50: Glaubst du, dass das trotzdem positiv in Effekt hat für die Besucherinnen der Veranstaltung?
00:24:58: Also das Ikomme
00:24:59: und natürlich schon gesagt,
00:25:01: wenn dir jetzt was passiert, da vorne, der Hans Jürgen, der da mit dem Rotschal, den kannst du dann auf jeden Fall ansprechen und der hilft dir.
00:25:09: Das ist ja nicht der Opener für Herzlich Willkommen, beste Party des Jahres und ab dafür.
00:25:14: Ja, ist super spannend und ich glaube, das hat ganz viel damit zu tun, ob wir es normalisieren oder nicht.
00:25:18: Also ich glaube, das ist es eigentlich.
00:25:20: Wenn das jetzt einfach in jeder Veranstaltung und auch in jeder größeren Karnevalsveranstaltung einfach der Standard ist, würden wir ja nicht darüber nachdenken, ah ja, ist das jetzt vielleicht ein bisschen unangenehm oder nicht, sondern hoffentlich, ach cool, hier wird auch darüber nachgedacht, dass es nicht immer für alle ein schöner Raum oder ein sicherer Raum ist oder er ist vielleicht eine ganz lange Zeit schön und sicher und dann passiert was und dann ist es das nicht mehr.
00:25:44: Ihr seid als Edelgard, seid ihr Teil des Sicherheitskonzepts der Stadt Köln?
00:25:49: Die Stadt Köln kommuniziert auch darüber über eure Anlaufstellen und so weiter und so weiter.
00:25:53: Das heißt, wenn es jetzt auf Karneval losgeht, wird es auch irgendwelche Poster, Social Media Kommunikation geben, die Stadt Köln und Edelgard sind.
00:26:00: Ihr gehört aber nicht zur Stadt Köln, sondern ihr seid ein unabhängiger Verein, unabhängiger Initiative und ihr wollt jetzt euch zu einem Verein entwickeln.
00:26:08: Das ist richtig, oder?
00:26:10: Genau.
00:26:11: Elegant soll zu einem Verein werden, weil in der, also genau, es ist ja quasi aus der Initiative gegen sexualisierte Gewalt entstanden und die Koordinierungsstellen lagen zum Beispiel in der Vergangenheit mal beim Frauenberatungszentrum aktuell bei der Diakonie und beim SKF.
00:26:28: Und Ziel ist es, damit wir nicht immer wieder, also zum Beispiel hatten wir ja letztes Jahr eine sehr schwierige Haushaltssituation, wo dann erst mal... Genau Edelgard sozusagen vom Ausstand, dann ging es doch weiter, also dass man diese Brüche nicht hat und sich langfristig breiter aufstellen kann.
00:26:46: Ist die Idee und das ist auch so quasi Teil Teil der Förderung auch, das umzusetzen, ein Verein zu werden, also Edelgard als Verein zu gründen.
00:26:58: Und dann zu gucken, okay, natürlich wäre.
00:27:00: ist auch in Zukunft sehr sinnvoll und wichtig, gerade weil wir halt Teil der kommunalen Sicherheitsstruktur dann zum Beispiel bei so was Größem wiederkann, weil es sind, dass wir auch weiterhin städtische oder kommunale Mittel bekommen und gleichzeitig dann zu gucken, okay, wenn wir in Vereinsen haben, haben wir vielleicht auch genau weiter dann nochmal Möglichkeiten, auch andere Arten der Förderung zu gucken oder vielleicht auch Richtung Präventionsarbeit, gerade wenn wir an Edelgard informiert denken, da vielleicht ... Ja, Geld dazu beantragen.
00:27:32: Und das ist gerade aktuell auch ein großer Teil von Edelgard sozusagen von der Arbeit jetzt neben Karneval und allem drum und dran zu überlegen, okay, wie können wir das in eine Vereinstruktur überführen?
00:27:44: Und auch da freuen wir uns total, wenn noch Menschen mitmachen möchten.
00:27:50: Auch hier gerne einfach eine E-Mail schreiben an Lisa und Hannah und die würden dann nochmal Infos zurückgeben.
00:27:57: wie man sich engagieren kann, wenn man sich engagieren möchte.
00:28:00: Genau.
00:28:01: Und das bedeutet, ihr macht das jetzt ein bisschen größer, ihr stellt es auf mehr Beine, ihr wollt auch gezielt ehrenamtliche engagierte Personen gewinnen in Köln, die sagen, ich hab da Lust mitzuarbeiten.
00:28:13: Das heißt, ihr wachst.
00:28:14: Das ist schon so der Plan.
00:28:16: Ja, auf jeden Fall.
00:28:17: Und wenn du sagst, du hast so eine Vorstellung davon, wie es jetzt irgendwie vielleicht in zwei, drei Jahren sein könnte, gibt's da so eine Perspektive, wo du sagst, das wär total toll, wenn wir das schaffen.
00:28:26: Ja, auf jeden Fall.
00:28:28: Perspektivisch wäre es natürlich total schön, wenn in der Kölner Stadtgesellschaft sexualisierte Gewalt einfach keinen Platz hat, nirgendwo in keinen Räumen und auf der Straße und sonst wo.
00:28:40: wir sind bekannt.
00:28:42: Und wir können mehr Präventionsarbeit vielleicht auch in Schulen machen.
00:28:48: und genauso groß gedacht wirklich.
00:28:52: Und es wird nicht mehr, sag ich mal, in Frage gestellt, dass bei jeder Großveranstaltung, genau, Edelgard oder andere Awareness-Strukturen, wie auch immer, genau implementiert sind.
00:29:06: Und keiner davon geschockt ist, dass man an der Tür vielleicht über sexualisierte Gewalt spricht, beziehungsweise darüber spricht, dass sich Menschen manchmal auch in Großen schönen, festen, nicht wohlfühlen.
00:29:22: Was braucht es dafür?
00:29:24: Braucht ihr dafür Unterstützung von der Stadt?
00:29:26: Braucht ihr dafür Unterstützung aus der Zivilbevölkerung?
00:29:29: Wenn man das jetzt hört und denkt, ich finde, das ist eine super Sache, kann man irgendwas tun?
00:29:33: Gibt es was Konkretes, wo du sagst, das wär toll?
00:29:36: Ja, also es bräuchte es auf jeden Fall.
00:29:38: beides, denke ich mal, auf jeden Fall genau von der Stadt auch weitergehen, Förderung und ... Aber auch durch die Zivilgesellschaft auf jeden Fall, wie kann man sich einbringen?
00:29:52: Natürlich kann man auch sich als Person einbringen und ehrenamtlich tätig werden oder man kann auch natürlich
00:29:59: spenden.
00:30:01: Gerade für die Vereinsgründung wäre das auf jeden Fall schön.
00:30:06: Ja, also das sind so die Möglichkeiten, wenn man sich einbringen kann.
00:30:10: Ja, vielen Dank.
00:30:13: Ich glaube, das ist eigentlich schon ein guter Bogen.
00:30:15: um so ein bisschen in ein Thema einzusteigen, was man jetzt vielleicht nicht klassisch im Karneval oder im Karneval-Sportcast erwarten würde.
00:30:22: Ich danke dir sehr für deine Zeit heute.
00:30:25: Ich danke dir sehr, dass du gekommen bist mit diesem Thema und ich wünsche euch wirklich wahnsinnig viel Erfolg mit diesem Projekt und ich hoffe, dass wir uns dann vielleicht irgendwann nochmal sehen und gucken, was daraus geworden ist.
00:30:37: Ja, super, vielen Dank.
00:30:38: Also ich sag auch danke fürs ganze Edelgard-Team.
00:30:41: natürlich und vielleicht kann das in Zukunft auch Genau, dann ein Gespräch mit Hannah und Lisa sein, die sozusagen mehr hands-on sind.
00:30:49: Genau, danke schön.
00:30:52: Das war Bisscher Nubbelbrent.
00:30:55: Eine supertolle neue Folge, habt ihr heute gehört.
00:30:58: Und wir freuen uns natürlich auch über Resonanz zu so einem Thema.
00:31:01: Ihr könnt mal kommentieren, ihr könnt uns mal schreiben.
00:31:04: Was fällt euch dazu ein?
00:31:06: Und ich sage mal bis bald.
00:31:09: Tschüss.
00:31:11: Bis der Nobelbrent ist eine Produktion von Goodwill Run und der Streaming Factory.
Neuer Kommentar