Kneipenkarneval: Vom Umbau bis Aschermittwoch - Karneval als Wirt
Shownotes
In dieser Folge von „Bis der Nubbel brennt“ sprechen wir mit den Kneipenwirten Lutz Nagrotzki (ehemals Piranha, jetzt Zimmermanns) und Robert Hilbers (Chlodwigeck) über den echten Kneipenkarneval in Köln.
Wir sprechen über Brauchtum, Gäste und die besondere Musikmischung aus kölschen Klassikern, Schunkelliedern und Schlager – damals noch ganz nostalgisch von der Kassette. Außerdem: Warum der Moment des Anstehens fast schon Teil des Erlebnisses ist und welche Kostüme überhaupt kneipentauglich sind.
Dazu gibt’s den Blick hinter die Kulissen: Umbau und Aufbau, neue Crew vor den jecken Tagen, verstopfte Toiletten währendessen und Renovierung, Putzkolonne und Handwerker nach Aschermittwoch. Sowie alles rund um Kartenverkauf, Absperrungen und Veränderungen im Kwartier Latäng. Und natürlich die Frage: Was ist eigentlich das Schönste daran, Wirt im Karneval zu sein? Schaut mal bei uns auf Instagram vorbei und folgt uns auch hier!
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00:00:00: Und da ist ja natürlich dann auch so eine Feierabend-Playlist.
00:00:04: Und wenn die dann irgendwie abgelaufen ist, dann lässt sie noch zwei Lieder ohne alles singen.
00:00:08: Und dann bist du so begrobt, dass die Musik wieder anmacht.
00:00:12: Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
00:00:15: Und dann irgendwie alles auf einmal wieder reingehen und die ganzen Kellner gucken nicht nur an und er ist ja halt wieder bescheuert oder was?
00:00:20: Wir haben schon die Kaffeemaschine ausgemacht.
00:00:23: Die schlägt auch seine Kamera
00:00:24: nicht im Laden.
00:00:25: Ja, stimmt.
00:00:28: Alle sind total begeistert und die ganzen Mitarbeiter
00:00:31: so gucken
00:00:32: dich auf den Laden.
00:00:33: Das
00:00:34: dreht da total durch.
00:00:36: Man merkt es immer wieder mal, wenn man hört, wer geheiratet hat zum Beispiel.
00:00:42: Die, die sich dann aus der
00:00:43: Knappe kennen.
00:00:44: Oder sich da
00:00:44: kennengelernt und dann geheiratet.
00:00:47: Oder dann jahrelang nicht mehr gesehen.
00:00:51: Und kommen dann plötzlich mit dem Kinderwagen vorbei.
00:00:53: Gerade Karneval natürlich.
00:00:54: viel passiert.
00:01:04: Herzlich willkommen bei Bis der Nubbel brennt, der Podcast rund um Nikolaj Karneval.
00:01:09: Heute wieder mit einer ganz tollen neuen Folge.
00:01:12: Diesmal zum Thema Kneppenkarneval, Freunde.
00:01:15: Karneval ist ja Schmelztiegel der Gesellschaft.
00:01:20: Und wo man das besonders spüren kann, dass es da, wo die Gläser klirren und es leicht von der Decke tropft, wenn zusammen schunkeln mit Leuten, die man noch nie gesehen hat, sich gegenseitig das Lieblingslied anschreiend vorträgt.
00:01:32: Und zwei, die sich damit besonders gut auskennen, sind heute zu Gast bei mir.
00:01:37: Und zwar sind das Robert Hilbers Gastgeber und Herzensklo-Fisch-Ex in der Kölner Südstadt und Lutz Mattenagrotski, der Jahrzehnte das Piranha geprägt hat.
00:01:49: Zimmermanns macht, sprechen wir heute drüber, über das und darüber, wie sich der Kneipenkane, weil verändert hat, was ihn ausmacht und warum er eigentlich so wichtig ist für das Brauchtum.
00:02:00: Schön, dass ihr da seid, weil bis der Nubbel brennt.
00:02:02: Ich freue mich ganz doll.
00:02:04: Lutz und Robert, herzlich willkommen.
00:02:06: Ja, guten Tag.
00:02:09: Wir kennen uns alle ganz häufig, weil ich vor der Thege stehe und ihr schon mal dahinter.
00:02:14: Du weißt das wahrscheinlich gar nicht, Robert, aber mein erster Kneipenkane, weil's ausschlug, war ins Kloetwisch-Eck, weil ich bin ja ein Steuerwerkmädchen.
00:02:25: Und meine Eltern haben mich schon als Teenager mitgenommen zum Tanzhund.
00:02:28: Und das war entweder Fasitzung von Severin oder Kloetwisch-Eck oder dann eine Formhausmüller.
00:02:34: Mehr gab's da nicht.
00:02:35: Das ist der Kosmos, in dem ich mich die ersten Jahre meines Kneipen Karnevals sozusagen bewegt habe.
00:02:42: Insofern hab ich eine sehr emotionale Bindung zu dir, du nicht zu mir, wie das ja oft bei Württens so ist.
00:02:48: Wie bist du denn an diese Bude gekommen überhaupt?
00:02:52: Oh Gott, echt die ganze Geschichte.
00:02:54: Kannst du so erzählen, wie du willst, auch Kurz- oder langen Fassung?
00:02:57: Wir haben Zeit.
00:02:57: Also
00:02:58: die Kurzfassung ist... Damals als der Leines, noch der Leines hatte am Ubiering.
00:03:05: Der kam immer ins Filos-Frühstücken, da hab ich gekellnert.
00:03:09: Und der hatte damals der Klotik von Clemens übernommen und wollte das aber loswerden.
00:03:16: Und da hat der die Betreiber vom Filos einen Koster gefragt.
00:03:21: Und Koster hat mich gefragt, ob ich mitmachen und hat gesagt, ja, mach mal.
00:03:25: Und wann war das ungefähr, weißt du noch?
00:03:26: Ungefähr war das genau neunundachtzig.
00:03:29: Na schon ne Ecke her.
00:03:30: Im Sommer neunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:03:56: Das hat sich so ergeben, ja, ich hatte ja nicht irgendwie als wir angefangen haben, aber ich hatte nicht gedacht, ich mach das jetzt zehn Jahre oder so, ne.
00:04:01: Ne?
00:04:02: Nein.
00:04:03: War das bei dir auch so, Lutz?
00:04:04: Bist du irgendwann morgens, hast du die Kneipe aufgemacht und dann bist du einfach da geblieben?
00:04:09: Ja, es hat ja auch Gründung wieder.
00:04:10: Ich hab an sich Gartenbau gelernt.
00:04:14: Er ist ähnlich.
00:04:16: Ja, aber es passt zusammen irgendwie.
00:04:18: Also tagsüber frische Luft, abends Kneipe.
00:04:21: Wirst du dann wieder wach und wirst dann auch wieder langsam fit im Kopf, wenn da draußen ist.
00:04:26: Irgendwie passte das halt immer.
00:04:27: Aber ich war auch gezwungen tatsächlich.
00:04:29: Mein Mutter ist gestorben.
00:04:30: Ich hatte noch leere Geld und musste halt was nebenbei verdienen.
00:04:33: Und dann bot sich halt quasi die Kneipe an, das nebenbei zu machen.
00:04:40: Wie man sieht, bin ich dabei irgendwie geblieben.
00:04:43: Ja.
00:04:44: Du hast auch einen ganz besonderen Ort geprägt, genauso wie das Klodwig-Ecke auch sehr, sehr wichtig ist für die Kölner Kultur, für die ganze Kneipenszene, ist das Piranha im Latengen auch ein ganz, ganz wichtiger Nabelpunkt.
00:04:59: Wenn ihr uns zuhört, ist Januar, zwanzig, sechsundzwanzig, da hast du das Piranha gerade an den Nagel gehängt.
00:05:06: Ja.
00:05:07: Krasser Schritt.
00:05:08: Ist es, war aber auch ... Notwendig hat die Lokalität bzw.
00:05:15: das Haus wurde verkauft und den neuen Hauseigentümern gab es einfach keine Einigung mehr.
00:05:24: Und von daher habe ich mir dann was anderes gesucht und betreibe das jetzt auch schon erfolgreich.
00:05:31: So aktuell mache ich noch beide Läden und Ende des Jahres ist halt Piranha dann Schicht.
00:05:36: Und dann machst du das Zimmermanns weiter in Irrefeld.
00:05:39: In Wickelndorf.
00:05:40: Wickelndorf
00:05:40: ist das schon, ne?
00:05:41: Also schon Wickelndorf, genau.
00:05:43: Das ja für Südstädter ist das ja schon fast wie so ein...
00:05:47: Das ist eine Weltreise.
00:05:49: Dann nimmst du was zu essen mit und fährst
00:05:50: mit der Reihe durch und dann bist du da.
00:05:52: Ja, das
00:05:52: sagst du so leicht.
00:05:54: Die Leute sind ja immer ein bisschen bekloppt, die da irgendwie in der Südstadt groß geworden sind, so wie ich.
00:05:59: Aber wir haben ja gesagt, wir sprechen heute so ein bisschen über Kneipenkane, weil ihr die professionellen seid, die sich damit am allerbestesten auskennen wahrscheinlich, in ganz Göln.
00:06:11: Ja.
00:06:12: Das ist eh nicht so, wie wir seit ihr dazu gemacht haben, das einfach.
00:06:16: Ja, so ist ja auch so.
00:06:17: Wenn ihr jetzt jemandem, der noch nie den Kölner Karneval, den Kölner Kneippenkarnival erlebt hat oder vielleicht immer nur irgendwie auf eine Sitzung geht oder so, war noch nie ein Kneippe unterwegs, was würdet ihr denn sagen?
00:06:29: Was ist das Besondere am Kölner Kneippenkarnival?
00:06:33: Ja, also du lernst ja schon, du kommst rein und bist meistens mittendrin.
00:06:38: Wenn es halt eben kommt natürlich auf den Laden an, auf die Kneipe an, aber wenn es dann halt so richtig kürzer kann, aber es kommt so rein und dann bist du an sich auch schon direkt mittendrin.
00:06:47: Also du singst, hachst dich ein, du schunkelst und dann sind doch alle Sorgen und so weiter, glaube ich, erstmal vergessen.
00:06:57: Also so sollte es normalerweise sein und ich denke, es passiert auch meistens, wenn es wirklich gut gemacht ist.
00:07:04: Was denn gut gemacht ist, da ich daher gesagt habe, was sind denn die Komponenten, die da stimmen müssen?
00:07:10: Ja, so sollte ich schon darauf achten, dass nicht, wie bei Kolonia, alle drei Minuten läuft.
00:07:15: Was?
00:07:17: Kann man doch super
00:07:17: mit singen?
00:07:17: Sondern eben auch die Mischung stimmt, denke ich mal.
00:07:23: Mit dem Ballermann tue ich mich immer schwer, das zu sagen, weil da eine Grenze zu ziehen.
00:07:29: Was Ballermann ist, meinst
00:07:30: du?
00:07:31: Ja, zum Beispiel.
00:07:32: Wenn ich jetzt am Baller, mich weiß, war ich nie am Ballermann, aber wenn ich das jetzt höre oder auf Videos sehe, dann laufen da ja quasi auch unsere Kerltschen Sachen, die der Rest Karneval halt auch spielt.
00:07:41: Geil, ist aber anders.
00:07:43: Weiß nicht, ob das anders ist.
00:07:44: Ja, schon.
00:07:45: Wenn ich jetzt den Kerltschen Jungs spiele, dann ist das ja, hier singen wir mit und da hinten soll ich es auf Amats-Ballermann ansehen.
00:07:51: Nee,
00:07:52: für mich nicht.
00:07:53: Also, es gibt ja auch diese Kerltschen-Dingens-Kirchen.
00:07:58: Die mit diesem stens.
00:08:00: Ja, ja, ja.
00:08:01: Und der ist ja horror.
00:08:02: Das läuft
00:08:03: ja nicht.
00:08:03: Aber wie gesagt, wir spielen aber ja hinten auch ganz normal das Fede und so weiter.
00:08:07: Und dann oder beziehungsweise.
00:08:09: Also, ja, okay.
00:08:09: Was hier mal superhelle Zick hinten läuft ja auch auf und runter.
00:08:13: Und dann wird ja dann bei vielen auch als Ballermann angesehen, sehe ich dann zum Beispiel aber nicht so.
00:08:17: Nein,
00:08:18: ich auch nicht.
00:08:18: Deswegen,
00:08:19: durch mich haben wir diesen Begriff generell schwer, beziehungsweise mit dieser Trennung.
00:08:24: Also ich persönlich gehe an Karneval nicht in Läden, in denen auch Schlager und Popmusik oder sowas läuft, weil ich möchte halt Kölschemusik hören.
00:08:32: Ich finde aber auch, es wird ein Lied nicht unbedingt schlechter, nur weil es dann auch beim Abrischi oder beim Ballermann gespielt wird.
00:08:38: Das Lied ist ja immer noch das Lied.
00:08:39: Ja, aber wir sind ja früher drauf angewiesen.
00:08:42: Es gab früher quasi eine Band, also als ich Musik gemacht habe, noch mit der Kassette und da wirklich am Kopfhörer acht Stunden gesessen habe und Kassetten gespult habe.
00:08:53: Da waren wir eben halt, da gab es halt die Föhrs und die Höhner, das war's.
00:08:57: Und eben halt so ein paar alte Klassiker irgendwie.
00:09:00: Ustermann.
00:09:01: Ja, und so weiter.
00:09:02: Aber auch da war ja nur die Hälfte Hochdeutsch.
00:09:04: Also hier Kornblumenblau, Zetter, die ganzen Geschichten, die ganzen Schunklieder waren ja nur noch nicht
00:09:09: Kölsch.
00:09:10: Und da waren wir nun mal halt auch auf Schlager angewiesen, eben halt auf eine Drehfs- oder Jürgensnummer oder was weiß ich, um den Abenteil so zu gestalten.
00:09:18: Kornblumenblau
00:09:19: und Bett im Kornfeld ist ja auch schon mal semantisch.
00:09:22: Zack.
00:09:23: Aber da musstest du das natürlich machen und dann eben halt auch diese Leute bin ich dann ein Kiosk und diese ganzen, was weiß ich, Instavog und Co.
00:09:31: Geschichten und so weiter.
00:09:33: Ja, Brutto-Sozialprodukte, wie sie alle hießen, gehörten, hat irgendwie damit reiner Mitte den Abenteil doch ein bisschen abwechslungsreich gestalten konntest.
00:09:42: Ich sehe mich das jetzt auch nicht so.
00:09:45: Von daher ein guter Schlager ist immer an sich, trotzdem sage ich immer, dass es Kölscher Kamera.
00:09:49: Ja, klar.
00:09:50: Also läuft ja bei uns auch noch.
00:09:51: Ja sicher.
00:09:52: Oder Jürgens Lena war leidisch.
00:09:53: Ja, natürlich.
00:09:54: Ja, okay.
00:09:54: Ja,
00:09:54: klar.
00:09:55: Zwischen uns und da grüllen ja auch alle mit.
00:09:57: Oder noch mehr teilweise.
00:09:58: Ich nehme alles zurück.
00:09:59: Ich
00:09:59: war noch
00:10:00: niemals in New York.
00:10:01: Ja,
00:10:01: das ist auch so ein Lied, was irgendwie auf die Karnevalstrecke
00:10:04: gegeben hat.
00:10:04: New York, New
00:10:05: York auch
00:10:06: natürlich.
00:10:06: Ja, ja.
00:10:07: Aber dann auch so eine Downtown-Nummer oder was weiß ich, was eine Marilyn Monroe-Nummer dazwischen bietet, so mal helfen.
00:10:12: Ja,
00:10:12: ja klar, ja.
00:10:13: Und Hey Jude.
00:10:14: Immer auch.
00:10:15: Also auch mit Gänsehaut.
00:10:16: Wussten
00:10:17: wir früher, ich war mir auch zugezwungen.
00:10:20: Ja, und die Leute gehen ab.
00:10:22: Ja, ist
00:10:23: gut.
00:10:24: Das ist für mich auch Kölsch-Hakrarn aber.
00:10:26: Ja.
00:10:26: Also vielleicht, vielleicht die Schnittmenge ist dann irgendwas, was halt eine Seele hat, oder was, wo die Leute eben emotional auch irgendwie von berührt sind.
00:10:36: Ja, heute
00:10:37: so da kannst du ja auch acht Stunden Musik spielen, ohne dich zu wollen und nur kölbsche Sachen spielen, aber damals ging das auch
00:10:42: nicht.
00:10:42: Kannst du, ja, der Katalog wird ja immer größer.
00:10:44: Ja,
00:10:44: ja, noch mal damals ging
00:10:46: das auch nicht.
00:10:47: Aber trotzdem wären die Sachen heute auch noch eingefängselt.
00:10:51: Also da läuft nicht nur kölbsch, also am Anfang schon, aber dann werden halt die Sachen da reingesprengselt.
00:10:59: Ja.
00:10:59: Ich denke, das macht's auch raus.
00:11:00: Ja, eben.
00:11:01: Die Mischung, die Mischung.
00:11:02: Die
00:11:02: Bochumnummer rührt auch dazu.
00:11:03: Die Bochumnummer, Herr Grönemeyer.
00:11:06: Ja, ist ... Tausendmal
00:11:07: berührt.
00:11:08: Da sind ganz so viele Beispiele, die wirklich Kolch sind.
00:11:12: Ja, das stimmt.
00:11:13: Je länger er redet, desto mehr würde ich auch sagen, das läuft auch oder lief auch immer auf den Fäten, zu denen ich früher geschleppt wurde.
00:11:20: Ich glaube, das ist halt vielleicht wirklich der Luxus mittlerweile zu sagen, der Katalog ist so umfangreich.
00:11:26: Da kannst du, brauchst du eigentlich theoretisch nicht mehr drauf zu greifen, ne?
00:11:30: Ihr habt aber ja auch Live-Musik in euren Läden, ne?
00:11:34: Ihr habt ja nicht nur von einer Kassette oder von einer CD oder jetzt von irgendeinem Gerät, sondern ihr habt auch immer wieder bei euch, Robert Durst zum Beispiel im Klotwisch-Eck im Moment auch die Nit-für-Koch-Reihe.
00:11:45: Ja, aber sie waren ja nicht an Karneval.
00:11:47: Nee, das ist richtig.
00:11:49: Aber ich würde sagen, das ist ja trotzdem was zu diesem ganzen Thema, Kultur, Kultur.
00:11:54: Auch so?
00:11:55: Ja, gut.
00:11:55: Ja,
00:11:56: gut.
00:11:56: So, dass ihr dem halt auch eine Bühne bietet außerhalb der Session.
00:11:59: Und das ist ja auch so ein bisschen das Besondere bei der kölzischen Musik.
00:12:02: Wenn das halt eben nicht nur Klatschen auf zwei und vier ist, sondern auch wirklich Musik auf Kölsch, dann kannst du das halt auch, finde ich, sehr, sehr gut unterjährig hören.
00:12:11: Ja, klar.
00:12:13: Das macht ja auch, das ist halt, glaube ich, beim Piranha auch so ein Riesending für viele Bands, die zum ersten Mal auch manche gespielt oder einige, die haben sich ja jetzt auch Im Verlauf deines letzten Jahres dort da verabschiedet.
00:12:25: Ja, es gibt sogar einen Event, der heißt Piranha Old Stars.
00:12:30: Wenn auch totisch eignatürlicher dann sind.
00:12:33: Aber gibt es tatsächlich, die treten inzwischen auch unter dem Namen tatsächlich bei Sitzungen auf und so weiter.
00:12:38: Also, ja.
00:12:39: Das ist eine Kombination aus mehreren Bands, die sich dann zusammengetan haben auf Piranha Old Stars.
00:12:45: Wer ist denn da alles dabei?
00:12:47: Ja, Micha Milz zum Beispiel ist dabei.
00:12:51: Machst du dann da auch wieder mit?
00:12:52: Du hast ja früher auch Musik gemacht selber.
00:12:54: Ich hab nie Musik gemacht.
00:12:55: Nee,
00:12:55: hast du nicht.
00:12:55: Ich singe unerfolgreich im Björn Häuser jedes Jahr zusammen.
00:13:00: Da ist doch Musik.
00:13:01: Bei
00:13:01: Nico Luzzi steht jetzt auch wieder an am Sonntag und da singe ich dann mal so ein paar Textchen oder ein paar Liedchen, aber das ist es dann auch.
00:13:13: Das kann man jetzt nicht sagen.
00:13:14: Aber zweite Karriere wäre jetzt nicht mehr, ne?
00:13:16: Da trinken
00:13:17: wir draußen.
00:13:18: Ja, das ist wunderbar schönes, ja.
00:13:20: Also ich finde, ihr könntet ja beide auch gut so eine Duo-Nummer sein, irgendwie im Karneval.
00:13:25: Mit
00:13:26: Singen.
00:13:26: Ja, oder auch mit Rede oder so was wie du Ei.
00:13:29: Halt nur anders interpretiert.
00:13:31: Willi
00:13:31: und Arnst.
00:13:32: Nee.
00:13:33: Willi und Gernz,
00:13:35: Willi und Arnst.
00:13:35: Ja, die sind schon gut.
00:13:36: Ja?
00:13:37: Ist das nicht dein Ding?
00:13:39: Bist du lieber hinter der Theke?
00:13:40: Aber
00:13:40: sowas von.
00:13:42: Warum?
00:13:43: Ist das schönst am Würst sein?
00:13:45: Ja, Platz dahinter.
00:13:48: Weil
00:13:48: es hinterm Tresen ist, ist das der beste Platz.
00:13:53: Da kannst du dich bewegen, da wirst du nicht ständig.
00:13:55: Gut, untereinander rempelt man sich natürlich schon mal an, aber da gibt es ja genauso die Schunkleinlagen und Tarnseinlagen hinterm Tresen.
00:14:04: Dann kann man auch, ich jetzt nicht mehr, aber dann wird auch auf den Tresen gestiegen, also die Tresenkruh.
00:14:11: Dann gibt es halb mal für fünf, sechs, sieben, acht Minuten, nichts zu trinken.
00:14:16: Aber dann wird ja gefeiert.
00:14:18: Also die Dresenkruh wird ja auch gefeiert.
00:14:20: So, und dann ist, ja, wie gesagt, hinter dem Dresen ist der beste Platz an Karneval.
00:14:26: Ist ja
00:14:27: auch ein wichtiger Bespannter, die Dresenkruh natürlich, um auch eben auch diese Stimmung zu erzeugen.
00:14:31: Ja, eben, ja.
00:14:32: Wie lange war ihr kennengelernt, oder dann kannst du klicken?
00:14:35: Nee, kannst du klicken?
00:14:36: Nee, kannst du klicken.
00:14:38: Ich hab, ich hab bei sich so, achtzehn, neunzehn Uhr hab ich in der Flotte gearbeitet an der Rohnstraße.
00:14:44: Und ich fand das echt immer super dieses Schauspiel, was sich da abspielt, weil du bist ja dann selber irgendwie Teil des Ganzen, aber du kannst schon auch einfach sehen, was da passiert, wie sich das Publikum so über den Tag und in den Abend rein irgendwie entwickelt.
00:14:58: Irgendwie Absurdität, super coole Kostüme.
00:15:01: Manche Leute fangen dann ja auch an, sich mit die zu unterhalten.
00:15:04: Hast ja immer nur so eine Sekunde, aber manche haben es wirklich sehr drauf, auch mit den Running Gags.
00:15:09: Und ich finde, da kommt man echt gut durch den Abend, auch wenn das lange Schichten sind.
00:15:13: Wie lange arbeitet ihr so an Karneval, wenn das so zwischen Weiber, Fastnacht und Aschermittwoch?
00:15:18: Was ist die längste Schicht?
00:15:20: Die längste Schicht fängt schon morgens vom Einkaufen an.
00:15:22: an sich, also von daher kann man das, glaube ich, nicht nur auf den Abend, doch wie beziehen, sondern dann muss das ja irgendwie den ganzen Tag rechnen.
00:15:31: Also
00:15:31: meine längste Schicht an Weiber, Fastnacht war gut, da war ich halt auch noch jung, war von morgens.
00:15:38: Ich glaube halb sieben, bis zum nächsten Morgen halb sechs.
00:15:43: Ja, ich glaube, da hatten wir noch ein bisschen mehr.
00:15:44: Da waren
00:15:45: wir ja klar.
00:15:46: Wir haben schon den Freitag mitbezogen, da war es auch ein Freitag.
00:15:49: Da
00:15:49: waren
00:15:49: wir zwischendurch noch mal im Engelbett und im Schlachthof.
00:15:52: Ja, genau.
00:15:53: Da haben wir direkt wieder angefangen.
00:15:55: Ja,
00:15:56: um halb sieben, rüber zu Märze nicht mit der ganzen Bagage.
00:15:58: Ich weiß
00:15:58: nicht, ich hatte abends beim Musikmachen, das war noch mit den Kassetten irgendwie wirklich vom Hocker geknallt.
00:16:02: Jetzt bin ich beim Spulen mit, Kopfhörer und Kopfhörer.
00:16:09: Sturzepause.
00:16:12: Nein, das ist also keinem, aber muss man wirklich sagen, ist schon ein ganz schöner Schlauch.
00:16:19: Und das fängt ja nicht erst am Weiber Donnerstag an.
00:16:24: Das fängt ja schon vorher an.
00:16:25: Mit Planereien, die Kneipe komplett ausräumen und Montagsvorweiber fassen, dann kommen die Handwerker und ... Verschalen die Bänke und die Podeste, die Holzböden, da kommt halt Presssparen drauf und dann kommen die Bilder runter, dann kommen Gläserrennen an die Wand.
00:16:42: Am Mittwoch kommt dann eine komplette Mobiljahr raus, dann wird der Dresen komplett umgebaut, weil Schabau gibt es nicht.
00:16:49: Bei uns an Karneval keine Schnepse, nur Soft-Ringsack, Wein, Bier, fertig.
00:16:55: Und
00:16:58: dann geht's los und hinterher musst du einmal mit dem Kercher durch und dann renovieren.
00:17:03: Ja, natürlich.
00:17:05: Dienstag, Dienstag, Nacht nach dem Nubbel wird die Deko abgenommen.
00:17:09: Mittwochs morgens um acht, halb neun kommen dann die Handwerkers.
00:17:13: Nee, also um sechs dann die Putzkolonne.
00:17:16: Die wischt dann schon mal grob durch.
00:17:18: Dann um acht kommen die Handwerkers.
00:17:21: Und dann wird gestrichen und renoviert.
00:17:23: Wie jedes Jahr.
00:17:26: Und dann sind die in der Regel Ascherdonnerstag Mittag fertig, so gegen vierzehn Uhr.
00:17:32: Und dann kommt wieder die Putzkolonne, macht die Grundreinigung.
00:17:35: Freitags
00:17:36: machst du das
00:17:36: auch.
00:17:36: Und Freitag wird der Laden wieder eingeräumt und dann wieder aufgemacht.
00:17:40: Das
00:17:42: ist schon irgendwie der krasse Maschine.
00:17:44: Also der Moment, wo man in der Kneipe steht, da sieht man das ja irgendwie gar nicht.
00:17:48: Also mein Effekt bist du ja froh, wenn es dann wirklich auch losgeht, Donastas.
00:17:50: Ja!
00:17:52: Wenn es dann läuft, dann hast du das gegen dreizehn Uhr, wenn dann alles läuft.
00:17:56: Oh, herrlich, dann fängt
00:17:58: es an.
00:17:58: Dann wird es auch entspannter.
00:18:00: Vorher bist du wirklich so unter Strom in der ganzen Zeit mit diesen ganzen Geschichten wie Umbau, etc.
00:18:07: einkaufen.
00:18:07: Das ist wirklich froh, wenn es dann wirklich auch losgeht.
00:18:10: Ja, und dann so die Crew auch eingespielt ist, weil da sind ja dann jedes Jahr wieder neue Abläufe, wie die Seiten hinter den Träsen aufgeteilt werden.
00:18:20: dass die sich nicht gegenseitig ständig über die Füße laufen.
00:18:23: Sind
00:18:23: überhaupt alle da?
00:18:24: Sind alle da.
00:18:26: So, und wenn die Crew dann eingegruft ist und alles läuft.
00:18:29: Und, ähm, das ist bei mir so meistens so gegen dreizehn Uhr am Donnerstag.
00:18:35: Wir machen zählvoll zehn auf.
00:18:36: So, zu einem, dann fang's immer holperig am Donnerstag.
00:18:40: Und dann, dreizehn Uhr läuft alles.
00:18:42: Genau.
00:18:42: Und
00:18:46: dann kannst du hier entspannen.
00:18:47: Ja, dann kommen auch die ersten Tanz-Einlagen hinter dem Triesen.
00:18:51: Von dir?
00:18:52: Ja, klar, das ist sicher.
00:18:54: Das hört sich bei uns ja leider ein bisschen durch diese Absperre.
00:18:56: Da bist du ja natürlich.
00:18:58: dann, ja, geht es dann später los, B musste dann deine Gäste immer noch an irgendwelchen Zäunen abholen.
00:19:04: Ja, im Lateng, ne?
00:19:05: Ja, das sehen wir halt nicht so entspannt.
00:19:08: Für die, die das nicht wissen, dass Piranha liegt, genau.
00:19:11: Ja, in der Verbotzone, wo alles kontrolliert wird und abgesperrt wird.
00:19:17: Und da ist das natürlich nicht mehr so einfach, dann da morgens schon um sechs vorm Laden anzustehen oder so, wie das ja manche Leute immer noch gerne machen vor einer Kneipe, sondern da muss man dann vielleicht sogar in irgendeiner Form eine Erlaubnis haben, um überhaupt in den Bereich reinzukommen.
00:19:33: Ich
00:19:33: wollte mal nach dem Rosenbund noch in meinen Laden und fragte mich alle aus nach dem Ausweis.
00:19:37: Ich wohne ja nicht in meiner Kneipe, ich will da nur hin.
00:19:40: Ja, ja.
00:19:41: Muss das so nachweisen, dass du da arbeitest?
00:19:44: Ja, aber wie soll ich das nachweisen?
00:19:45: Der wollte mal ein Ausweis sehen.
00:19:47: Ja, ja, aber, ne?
00:19:49: Hat ja nicht, wollte mal ein Ausweis sehen.
00:19:50: Und ich sage immer wieder, ich wohne nicht da.
00:19:52: Ja, da hast du zu Hause, als er geht.
00:19:53: Nee, stimmt.
00:19:54: Also, das ist richtig.
00:19:55: Ja, das sind schon auch dann teilweise wirklich... Absolut.
00:19:58: Und die die Gänzbäschen, die da am Zaun stehen, also.
00:20:02: Ja, die kennen, also das ist halt die, führen natürlich was aus, was man ihnen gesagt hat.
00:20:08: In irgendeiner Form, da haben wahrscheinlich an dem Tag schon fünfzig Leute gesagt, ja, ich muss da aber dringend rein.
00:20:12: Aber da
00:20:12: muss da natürlich das eine erreichen, der dann eben halt dann wirklich zuständig ist.
00:20:16: Ja.
00:20:19: Du erlebst das jetzt oder hast das jetzt so unmittelbar erlebt, wie sich das Lateng massiv verändert hat.
00:20:24: Ich habe es gerade gesagt, ich habe so mit acht zu neunzehn habe ich eine Flotte gekellnert, das war so.
00:20:29: Ich fuhr da mit dem Fahrrad hin, aus der Südstadt, die zehn Minuten, hab mein Fahrrad vor der Flotte, vor der Tür angeschlossen, kurz geklopft.
00:20:37: Dann hat der Helmut, der Hausmeister mich reingelassen hinten, dann bin ich da einmal durch, hab mich hinter die Theke gestellt, du kennst ihn noch, ne?
00:20:44: Ja, der hätte mal für uns gekocht.
00:20:46: Sauberbraten, so wenn man da unter der Woche die Schichten hatte, außerhalb vom Karn, weil kam der immer mit was zu essen.
00:20:50: Ich war da, ich bin weh ne Mutter für euch.
00:20:53: Und dann gab's manchmal Sauberbraten oder so, dann hab ich da ... Das war immer das allerschönste Supertyp.
00:20:59: Jedenfalls, der ließ einen dann hinten rein und dann eine Schicht gemacht, keine Ahnung, acht, zwölf Stunden oder so.
00:21:05: Und dann völlig klatschnass da raus, aufs Fahrrad unterwegs, bei Mackys noch irgendwie eine Pommes oder so.
00:21:10: Und dann ab ins Bett.
00:21:12: Heute würde das überhaupt nicht gehen, in den Fahrrad abzustellen.
00:21:16: Aber auch vom Zürbischer Platz.
00:21:18: Also wird keiner auf die Idee kommen, da kannst du auch gar keinen Fahrrad mehr abstellen.
00:21:23: Wie habt ihr diese Entwicklung?
00:21:26: wahrgenommen, auch was eure Planung betrifft, was eure, ich meine, Südstadt ist noch, geht noch, würde ich sagen.
00:21:31: Aber ich glaube
00:21:32: es ist auch kurz davor ähnlich zu werden.
00:21:34: Ja, wenn man so den letzten Elften, Elfen sich anguckt, wie es da war, fand ich schon krass.
00:21:41: So sprungartig, sprunghaft.
00:21:44: Ja, gut, also hat er ja so auf dem Klotschichtplatz selber los war, da hab ich überhaupt nicht mitgekriegt.
00:21:50: Also...
00:21:51: Du hattest ja zu tun.
00:21:53: Ja, ja, ich war halt im Laden mit der Laden, also... war wie immer am elften, elften.
00:21:58: Und halt auch vor der Kreuzung, also auf der Kreuzung zwischen der Elsa.
00:22:03: Und da wart ihr auch voll.
00:22:07: So, und ... Das Bild, was ich dann da gesehen hab, von der Torbuch darunter, hab ich halt ... Ui, schon meine Hand.
00:22:16: So, aber ... Ich war, ja ... Ich weiß nicht, ob man das nicht alles hochschaukelt.
00:22:25: Abgesehen davon ... ist es ja auch so, selbst die Kneifen gehen hin und machen, also die meisten machen ja mittlerweile Kartenverkauf.
00:22:34: Ja.
00:22:35: So, in der Ecke, es gibt nicht mehr viele, das ist eine der ganz wenigen in der Südstadt, die keinen Mindestverzehr und keinen Karten verkaufen.
00:22:45: Warum machst du das nicht?
00:22:46: Also viele sagen ja, wir machen das, weil dann wissen wir schon mal sicher, ne?
00:22:50: Ja, sicher weiß sie das.
00:22:51: Nein, du weißt keinen, weil ... ist sicher, du kriegst die Hütte voll.
00:22:55: Da brauch ich ja vorher keine Karten verkaufen.
00:22:57: Da ist ja Quatsch.
00:22:58: Nee, jetzt geht darum, zu sortieren.
00:22:59: Also ich
00:23:02: würd's auch nicht machen, wenn ich halt nicht müsste, wenn die Leute halt dann so an die Einstange...
00:23:06: Na gut, wenn du in dieser Absperrzone bist, hast du ja keine Weile.
00:23:08: Ja klar.
00:23:11: Und ich mach's jetzt in Bicken doch auch nicht.
00:23:12: Also, hier im Alter fragen mich mal, was kann ich karten?
00:23:16: Man kann nicht karten, ich glaub, ich mach keine Karten.
00:23:18: Es ist ja auch was, was, finde ich, Teil des Kneipenkarnweils ist, ist der Moment des Anstehens.
00:23:23: Sowohl vor der Tür, als auch beim Bier, als auch auf der Toilette.
00:23:27: Man steht ja regelmäßig in Schlangen.
00:23:29: Ja,
00:23:30: man sollte immer rechtzeitig den Weg zur Toilette.
00:23:32: Ist so.
00:23:33: Immer eine halbe Stunde früher, als man muss.
00:23:36: Und deswegen gehe ich immer bei einem Lied, was ich nicht am allerliebsten mag.
00:23:41: Dann gehe ich immer sofort auf Klo.
00:23:44: Aber das ist ja das Schöne.
00:23:45: Man steht in der Schlange und singt.
00:23:47: Oder man teilt sich irgendwelche Snacks, die man dabei hat.
00:23:50: Ich hab schon eh ihn vermittelt, wir haben Knackwürstchen, ihr habt Käsewürfel, wir tauschen.
00:23:54: Und zwei, die dann getauscht haben, sind heute Feiratabend.
00:23:59: Genauso ist es ja auch an der Theke.
00:24:00: Du wachtest mal kurz, weil es gedrängelt unterhält sich mit den Leuten neben dir, mit dem Kellner, mit wem auch immer.
00:24:07: Oder in der Kloschlange mit der Frau vor und hinter dir.
00:24:09: Und das ist super.
00:24:11: Deswegen bräuchte für mich auch kein Ticket.
00:24:13: Ich würde immer irgendwo hingehen, wo nette Leute sind.
00:24:18: Ja, außer in der Verbotszone, da muss halt irgendwie den Leuten eine Legitimation geben, um reinzukommen.
00:24:23: Das
00:24:23: nahm ich auch seit seit Jahren, dass das da wirklich inzwischen so sein muss.
00:24:29: Von daher finde ich es jetzt gar nicht so erstaunlich, dass die Leute abgesehen jetzt vom Knarfen, Karnevan und Karten, wo sollen die Leute denn hin?
00:24:38: So, gut, die weichen dann irgendwo hin aus und dann war es jetzt am elften, elften, Der Klopfligplatz ist keine Wahl auch immer voll.
00:24:45: Der war jetzt vielleicht mal ein bisschen voller als sonst, aber ich ... Wo sollen sie denn hin?
00:24:51: Ja, und es kostet auch alles immer mehr Geld.
00:24:53: Ich hatte irgendwann vor ein paar Monaten nicht mit der jungen Frau gesprochen, die war gerade aus Hannover nach Köln gezogen.
00:24:59: Ich dachte, und?
00:24:59: Wie findest du das?
00:25:00: Ich dachte toll.
00:25:02: Aber es ist echt teuer hier irgendwie was zu machen, wo ich so dachte, das ist irgendwie schade.
00:25:09: Weil Kanu, weil war ja immer so was Niederschwelliges.
00:25:11: Klar brauchst du irgendwie eine Mark-Fünfzig für ein Bier oder jetzt ein bisschen mehr.
00:25:15: Aber wenn du dann auch noch eine Eintrittskarte brauchst und das und das und das.
00:25:20: Dann ist natürlich, in Mindestverzehr oder wie auch immer, dann ist halt dieses, ne, hier dringt doch eine mit und so ist dann halt auch schnell vorbei.
00:25:27: Weil du hast dann ja schon Geld bezahlt, um überhaupt irgendwie, ne, Teil des Ganzen zu sein und für junge Leute Studierende auszubildende oder sowas, ist das natürlich dann nicht mehr so.
00:25:35: Nö, nö, ist richtig.
00:25:36: Ja, natürlich.
00:25:36: In die Mindestverzehr mit zwei Bier, wie ich jetzt jetzt habe, muss da nicht viele Leute reinkommen.
00:25:40: Das ist ja was anderes.
00:25:41: Das ist ja da eben, das ist ja da, das ist noch was anderes.
00:25:43: Ist ja
00:25:43: nicht mindestverzehr irgendwie halbe Monatsmiete in Köln, sondern ist jetzt übertrieben, aber es gibt ja auch Kneipen, die in so eine Richtung gehen.
00:25:49: weil die halt sagen, ja, wir müssen aber auch irgendwie gucken, wo wir bleiben.
00:25:52: Ich frag mich halt, ob bei diesem ganzen Tickets und so schon auch so eine Vorsortierung stattfindet von Leuten.
00:25:58: Das ist eben sich gar nicht mehr so mischt, weil die Leute dann gruppenweise Tickets kaufen oder was auch immer.
00:26:04: Wie seht ihr das?
00:26:05: Verändern sich?
00:26:06: das Publikum bei euch wahrscheinlich nicht so sehr.
00:26:10: Also bei mir auch nicht.
00:26:11: Immer die gleichen Leute.
00:26:12: Nein, natürlich nicht.
00:26:14: Also klar kommt er neu dazu.
00:26:16: Aber
00:26:16: es ist immer die gleiche Mischung.
00:26:17: Die gute Mischung.
00:26:18: Ja,
00:26:18: genau.
00:26:19: Also gut, wir haben jetzt auch irgendwie Mindestalter für keine, weil es ist zwanzig.
00:26:24: Also die Leute müssen zwanzig sein, weil da wird dann auch schon ein bisschen sortiert.
00:26:29: Also ich würde heutzutage nicht mehr mit meinen Eltern bei euch reinkommen.
00:26:33: Ist so.
00:26:33: Damals hat da keiner genau geguckt.
00:26:36: Ich war ja über ins Achtzig groß.
00:26:37: schon mit sechzehn, war ich bei euch da im Laden, aber das war damals auch noch ein bisschen entspannter.
00:26:41: Da konntest du, wenn du mit den Eltern unterwegs warst, was auch Sachen machen.
00:26:45: Also, das hat sich ... Ja, was heißt verändert?
00:26:53: Wir hatten zwischendurch eine Zeit, also wir haben dich drauf geachtet, und auch die Augen zugedrückt, wenn ... Die dann aber kleben geblieben sind.
00:27:06: So, und dann hat sich das in der Klientel was rumgesprochen.
00:27:09: Und dann gab's immer öfters, wir heißen diese über die sozialen Medien.
00:27:16: Facebook
00:27:16: und
00:27:18: so.
00:27:18: Ja, oder Insta, wir sind hier, so plötzlich steht da eine Riesenblase von Kindern vor der Tür.
00:27:25: So, und das war nur noch schwer händelbar.
00:27:28: Also, weil die halt doch einfach ... Blagen sind halt laut.
00:27:35: Ja, ist ja so.
00:27:37: Und dann hat man gesagt, nee, also Karneval Mindestalter ist zwanzig.
00:27:45: Wir machen auch mittlerweile unter der Woche, müssen die Leute achtzehn sein.
00:27:52: So auch, wenn sie vom Gesetz her mit sechzehn irgendwie bis um Äh, vierundzwanzig Uhr da bleiben dürfen, machen wir nicht mehr.
00:27:59: Also die müssen achtzehn und wir ziehen da doch mit Ausfallskontrollen durch.
00:28:03: Das machen
00:28:04: wir endlich, ja.
00:28:05: Ja.
00:28:06: Allerdings kann er mal auf.
00:28:07: Ja, kann, ja, kann er bei uns ab zwanzig.
00:28:09: Ja, kann er bei uns ab zwanzig,
00:28:11: ja.
00:28:11: Also, mein Eindruck ist halt, dass sich auch so ein bisschen dieses Generationenübergreifende etwas verändert hat.
00:28:17: Das, was ich eben meinte, ich bin mit meinen Eltern weggegangen.
00:28:20: Das war natürlich irgendwie weder ein Ort, wo ich nicht hätte sein können oder so, der für mich jetzt irgendwie gefährlich gewesen wäre oder sonst.
00:28:26: Irgendwie war da meine Eltern, das war in der Nachbarschaft, man kannte mindestens noch fünf andere Leute im Raum.
00:28:32: Und das kenne ich von vielen anderen, die mit mir groß geworden sind, dass die Eltern, die mitgenommen haben, irgendwohin manchmal war sogar noch Dorma dabei.
00:28:38: Und so, das ist zwei bis
00:28:40: drei, genau.
00:28:41: Das Pinte damals.
00:28:42: Ja,
00:28:42: klar.
00:28:43: Super
00:28:43: cool.
00:28:43: Da war ich schon
00:28:47: als Kind dran.
00:28:47: Das war so Teil von allem, genauso wie auch Veten, Generationen übergreifenden zu Hause stattgefunden haben.
00:28:53: Kinder schlafen in der Ecke und alle anderen tanzen noch bis morgens um zwei.
00:28:56: Und mein Gefühl ist, es hat sich ein bisschen verändert.
00:29:00: Ich versuch auch, meine Kinder von meinem größeren Teenager-Kind mitzunehmen, auf Konzerte, auf Veranstaltungen.
00:29:06: Ich glaube, wo der okay schon mit kann.
00:29:09: Ähm, und ich sehe das aber nicht so oft in meinem Umfeld.
00:29:13: Also ich sehe so eine Art Trennung von Generationen.
00:29:16: Die jungen Leute gehen dann irgendwie, ne, auf dem Glutwichtplatz, auf der Zürbischer Straße oder eben in die drei, vier Läden, die irgendwie gerade bei Insta sehr sichtbar sind.
00:29:24: Und die Mittelalten bis Älteren gehen woanders hin.
00:29:28: Ist das eure Wahrnehmung auch?
00:29:31: Na, na, würde ich jetzt so nicht unterschreiben.
00:29:34: Habt ihr immer noch so Leute, die gruppenweise bei euch aufschlagen?
00:29:38: Die
00:29:38: ganze Familie?
00:29:40: Ob das jetzt eine Familie, eine Familie wüsste ich jetzt nicht.
00:29:43: Aber halt Leute, die... Also...
00:29:48: Als Frust bei uns... Als Frust bei
00:29:50: uns, also jetzt keine, weil die stehen noch immer an derselben Stelle.
00:29:54: Da sind drei Jungs und dann gibt's eine Mädeltruppe.
00:29:58: Die sind immer, die kommen, Donnersaas... Schon auch ziemlich früh.
00:30:06: Und die bleiben dann, da sind... Ich glaube, acht Mädels.
00:30:09: Wir stehen immer da oben auf dem Podest in der Ecke.
00:30:16: Und dann kommen natürlich auch viele neue Leute.
00:30:19: Auch junge Leute, die müssen gut älter als zwanzig sein, kommen dann dazu.
00:30:24: Und ja, entweder passt den da alles, also die Gemengelage und die Stimmung.
00:30:31: Und wenn den da nicht passt, dann gehen die halt wieder und dann rücken die nächsten nach.
00:30:36: Also ich sag mal so, die ... Die Auslese, der gibt's sicher von selber.
00:30:42: Die Leute, die was gehört haben und denken, da muss man unbedingt mal gewesen sein.
00:30:47: Und dann reinkommen und denken, ach du Scheiße, ne,
00:30:50: wir nicht.
00:30:51: So, die zischen ja wieder ab und dann bleiben im Entfall die Leute da, die da Bock drauf haben.
00:30:55: Ja,
00:30:56: ist ja auch so ein bisschen das Kuhlammkneipenkaneball, ne, dass du ertoppen kannst.
00:30:59: Wenn du jetzt dich irgendwo, entweder findest du das Publikum komisch oder die Musik oder so.
00:31:03: Und dann nimmst du halt deinen Müllsack, wo da eine Jacke drin ist, wieder mit.
00:31:08: Geh's dann raus.
00:31:09: Ja,
00:31:09: aber das geht ja Schlöten bei diesem ganzen Kartenvorverkauf.
00:31:13: Andersrum natürlich genauso.
00:31:14: Heute manchmal auch so länger hängen bleiben, dass du wirklich denkst, jetzt sitzen sie nur noch rum und schlafen, dann musst du auch selber mal eingreifen.
00:31:22: Komm bitte mal eben Leute rein.
00:31:23: Entschuldigung.
00:31:24: Wolltest
00:31:24: du vielleicht
00:31:25: nach Hause gehen?
00:31:25: Wolltest du vielleicht nach Hause gehen?
00:31:26: Wenn es dann zuschöpft, ist das ein Anfangszeichen.
00:31:31: Ja, aber da musst du halt eben auch mal gucken und dann lasst du mal so ein bisschen frischen Wind wieder rein.
00:31:35: Ja, musst du auch, ja.
00:31:36: Die Leute
00:31:37: also oben sind schon oder hat gar nichts mehr mitkriegen oder auch einfach nur müde sind.
00:31:43: Habt ihr so ein Lieblingsmoment im Karneval, wo ihr sagt, das sind so Momente, wo man irgendwie merkt, das ist echt richtig schön.
00:31:51: So dieser, wenn es anfängt zu laufen, zum Beispiel mein Lieblingskneipen-Karneval ist immer am Ende von so einem Abend.
00:31:57: Wenn dann nur noch so drei, vier, fünf Leute drin sind und man hat wirklich durchgetanzt bis keine Ahnung, um wie viel Uhr.
00:32:04: Und die Leute sind aber oft dann auch die, die jeden Quatsch mitsingen können und die geben dann wirklich auch noch mal alles und hinter der Theke wird noch mal alles gegeben und das ist dann aber nur noch so der.
00:32:12: der Rest vom Schützern fest und dann gehen alle nach Hause.
00:32:15: Das finde ich immer der Allerschönste Moment, wo man nicht gehen will und dann geht man aber halt doch mit einem wahnsinnig guten Gefühl.
00:32:22: Meistens ja, der wird dann immer noch mal anstachet irgendwie.
00:32:24: Ja, ist so.
00:32:25: Das war bei mir, meine letzten Runden, es gibt ja tatsächlich irgendwie eine,
00:32:29: inzwischen
00:32:30: ist man ja dann auch tatsächlich angekommen bei dem Laptop oder so, wo man dann seine Sachen drauf hat.
00:32:36: Und da ist natürlich dann auch so eine Feierabend-Playlist.
00:32:40: Und wenn die dann irgendwie abgelaufen ist, dann lässt sie noch zwei Lieder ohne alles singen.
00:32:44: Und dann bist du so bekrobt, dass die Musik wieder anmacht.
00:32:48: Ja, ja, ja, ja, ja.
00:32:51: Und dann irgendwie alles auf einmal wieder reingehen und die ganzen Kellner gucken nicht nur an und er ist ja alter wieder bescheuert oder?
00:32:56: Wir
00:32:56: haben schon die Kaffeemaschine ausgemacht.
00:32:59: Ja, stimmt.
00:32:59: Ja, stimmt.
00:32:59: Ja, stimmt.
00:33:00: Ja, stimmt.
00:33:00: Ja, stimmt.
00:33:00: Ja, stimmt.
00:33:01: Ja, stimmt.
00:33:01: Ja, stimmt.
00:33:02: Ja, stimmt.
00:33:03: Ja, stimmt.
00:33:04: Ja, stimmt.
00:33:04: Ja, stimmt.
00:33:05: Ja, stimmt.
00:33:05: Ja, stimmt.
00:33:06: Ja, stimmt.
00:33:06: Ja, stimmt.
00:33:07: Ja, stimmt.
00:33:07: Ja, stimmt.
00:33:07: Ja, stimmt.
00:33:08: Ja, stimmt.
00:33:08: Ja, stimmt.
00:33:08: Ja, stimmt.
00:33:08: Ja, stimmt.
00:33:08: Ja, stimmt.
00:33:09: Ja, stimmt.
00:33:09: Ja, stimmt.
00:33:09: Ja, stimmt.
00:33:10: Ja,
00:33:10: stimmt.
00:33:10: Ja, stimmt.
00:33:10: Ja, stimmt.
00:33:10: Ja, stimmt.
00:33:11: Ja, stimmt.
00:33:11: Ja, stimmt.
00:33:11: Ja, stimmt.
00:33:12: Ja, stimmt.
00:33:12: Ja, stimmt.
00:33:13: Ja, stimmt.
00:33:13: Ja, stimmt.
00:33:13: Ja, Licht an, so leicht passiv und aggressiv.
00:33:18: Wir haben noch einen Lieblingsmoment.
00:33:21: Also klar, also dann gegen Feierabend, Erleichterung, aber dann auch auch Scheiße jetzt noch die Putze rein.
00:33:29: Das geht einem ja auch zu mir.
00:33:30: Du machst ja selber eine Regel.
00:33:32: Nein, schon, aber du musst ja dann noch einen Lieblingsmoment nicht mehr.
00:33:37: Irgendwann, wenn es gut läuft und wenn alle zufrieden sind, da bist du ja meistens auch zufrieden.
00:33:41: Also, wenn wirklich alles gut läuft und die Leute wirklich alle, alle sich da im Arm liegen, bei Tommy in den Arm liegen und teuer rum singen und...
00:33:52: Ja, das ist cool,
00:33:52: ja klar.
00:33:52: ...und feiern und wirklich zufrieden sind, dann ist das, glaub ich, selber auch.
00:33:57: Ja, aber da ist ja nicht einmal, also in diesem Moment hast du ja öfters.
00:34:00: Ja,
00:34:00: ja.
00:34:01: Also über den Tag verteilt.
00:34:03: Also, es gibt jetzt nicht einen Moment so, wie du meinst, ähm... So, also dieser Highlights.
00:34:10: Highlights hast du immer verteilt über den Tag.
00:34:16: Und über die Woche.
00:34:17: Und über die Woche.
00:34:19: Das ist ja wirklich so ein vielseitig Stundenschicht eigentlich.
00:34:22: Habt ihr so Lieblingsgäste, wo ihr sagt, oder so ein Typ Lieblingsgas, wo ihr sagt, da freust du dich als Wirt immer drüber, wenn die Leute reinkommen und dann sind die so, bringen euch was zu essen mit rein.
00:34:38: Ja, wir sind schon schwierig mit dem Essen reinbringen.
00:34:40: Superkostüm.
00:34:42: Ja, auf jeden Fall.
00:34:43: Keine Fellkostüme oder so.
00:34:45: Wer
00:34:48: bist du so Anti-Fail-Kostüme?
00:34:49: Ganz körpertierkostüme.
00:34:51: Ja, finde ich feuerständig.
00:34:52: Ja?
00:34:53: Ich hab auch eins, weil es warm ist.
00:34:57: Ich finde es auch
00:34:59: draußen
00:35:01: einfach zu groß, ehrlich gesagt.
00:35:03: Das ist einfach nur so ein Bärenkostüm.
00:35:08: Also wir haben es ja früher auch tatsächlich auch natürlich im Laden, da haben die Groß sich tatsächlich noch Mühe gemacht, da sind wir natürlich dann auch abgestimmt und wir haben hier gearbeitet.
00:35:17: So motormäßig oder so?
00:35:18: Motormäßig.
00:35:20: Das fanden nachher die Kerne ganz toll mit dem abgestimmt, aber wir haben ja jetzt ja früher auch selber Gedanken gemacht.
00:35:26: Beziehungsweise, es muss ja unkompliziert sein, dass du nicht ewig mit irgendeinem Flügel an den Gläser nängen gibst oder... Keine Ahnung, ob ihr in der Tür hängen bleibt oder dies oder jenes.
00:35:38: So ein paar Jahre hatten, da hatte unsere Kuh die supergeil Idee einhorn.
00:35:45: Boah, wie oft sind die irgendwo hängen geblieben oben?
00:35:47: Also es gibt ja dann langen Gels und die meinen, die müssen da noch, ne?
00:35:51: Ihr seid doch bescheuert.
00:35:53: Da bleibst du über.
00:35:55: Oder das ist ja ein gefundenes Fressen, wenn ihr dann Gläser sammeln könnt.
00:35:58: Da hast du noch ein Ding da oben, dazu bildt ja jeder noch.
00:36:01: Und die
00:36:02: haben uns
00:36:02: mal die Unterwasserwelt, wo eine mit so einem Ries und Schwanz da ist.
00:36:06: Ja, ist super.
00:36:06: Ja, ist super.
00:36:10: Ich hab gedacht, hinter dem Dresel
00:36:12: ist
00:36:12: der Blaster geht das.
00:36:13: Ja, da drückt er aber dann dauernd einer irgendwo drauf.
00:36:15: Es gibt schon so Kostüme, die nicht knipenkompatibel sind.
00:36:19: war so eine Federboar gehabt, die verlor aber wirklich viele Federn.
00:36:22: Ach so.
00:36:23: Und irgendwann hatte jeder im Raum so ein Ding irgendwo im Glas, im Auge, weil die bewegen sich ja auch durch die Luft.
00:36:29: Natürlich, Federboars.
00:36:30: Das mögen
00:36:31: Menschen auch gar nicht.
00:36:32: Ja.
00:36:32: Immer wieder gerne gefunden.
00:36:34: Ja.
00:36:35: Jetzt ja noch, ich find's im Sommer auch
00:36:36: noch.
00:36:37: In so einer Ritze irgendwo.
00:36:38: Ja, ja.
00:36:39: Das ist das ganze Jahr auf dem
00:36:40: Boden.
00:36:41: Ja, sicher.
00:36:42: Ihr seid ja auch das ganze Jahr Teil von diesem ganzen Kosmos.
00:36:46: Dann gibt's irgendwann, wenn es warm ist, gibt's dann die Lozma-Singe, irgendwie vorentscheid hier mit den ganzen Nachwuchs-Bands.
00:36:53: Lozma-Singe sowieso tut ja auch durch die Kneipe.
00:36:56: Dann der ganze Betrieb, so in der Hauptteil der Session, wenn er straßen kann und er läuft da seid ihr mit dabei.
00:37:03: Und dann Nubbelverbrennung.
00:37:06: Also ihr habt schon ... finde ich mit euren Kneipen, habt ihr schon einfach auch einen großen Teil, den ihr abdeckt, wo Leute immer wieder zu euch kommen, zu unterschiedlichen Anlässen, die eben dieses ganze Thema Brauchtuch-Drum so bewegen.
00:37:22: Ist euch das eigentlich so klar?
00:37:24: Also das gibt ja auch Leute, die haben eine emotionale Beziehung zu einer Kneipe, so wie ich jetzt zum Beispiel zum Klo-Fisch-Eck.
00:37:30: Also selbst wenn ich da nur vorbei fahre mit dem Fahrrad, wenn ich zu meiner Mutter fahre oder so, dann freue ich mich.
00:37:37: Weißt du, weil das ein Ort ist, der für mich, genauso wie das Piranha und auch andere Orte in Köln, einfach so gesetzt sind, da hab ich gute Dinge erlebt, da war ich mit Menschen, die mir wichtig sind.
00:37:47: Das ist halt ein Teil auch meines Zuhauses, meines Erweiterten Zuhauses.
00:37:52: Ist euch klar, wie viel Einfluss ihr da irgendwie habt auch auf das Leben von Menschen und auf so besondere Momente, die man so hat?
00:38:03: Also man merkt es immer wieder mal, wenn ... Man hört, wer geheiratet hat zum Beispiel,
00:38:11: oder
00:38:11: sich da kennengelernt
00:38:13: und dann geheiratet oder dann jahrelang nicht mehr gesehen.
00:38:18: und kommen dann plötzlich mit dem Kinderwagen vorbei.
00:38:20: Gerade
00:38:21: keiner war natürlich viel passiert.
00:38:22: Ich hab jetzt ein paar, was jetzt inzwischen in Oldenburg wohnt, die aber immer noch vorbeikommen tatsächlich und sich im Piranha kennengelernt haben und uns auch immer noch immer mit einbeziehen irgendwie.
00:38:34: Jetzt haben sie geheiratet letztes Jahr, das wollten sie unbedingt, dann wollte er ihr noch eine Überraschung machen und hat den Piranha-Fotos gemacht und irgendwas ausgelegt und da daraufhin dann den Antrag gemacht, also mit den ... Piranha Fotos und so aktuellen, also klar, werden wir da schon noch mit einbezogen, auch in solche Sachen.
00:38:52: Ja.
00:38:54: Wie lange wollt ihr das denn alles noch machen?
00:38:55: Macht ihr das einfach so lange bis hier umfällt oder macht ihr dann irgendwann so die große letzte Runde?
00:39:00: oder habt ihr da?
00:39:02: habt ihr da eine Idee?
00:39:05: Ja, so ein Piranha ist ja jetzt erstmal Schicht jetzt, nächste Woche quasi.
00:39:09: Wir haben jetzt nächste Woche unseren, also ich hab meinen letzten, es geht ja dann weiter tatsächlich.
00:39:14: War aber ja ursprünglich auch noch nicht so klar.
00:39:18: Und jetzt habe ich was Schönes Neues gefunden und denke auch an Ende denke ich noch nicht.
00:39:27: Keine Aktivrente lieber als Rente.
00:39:30: Lieber weitermachen.
00:39:33: Und man muss sagen, Corona hat ja auch ein bisschen seine Finger im Spiel.
00:39:36: Ja, hat ein bisschen wegen der Planung auch ein bisschen zurückgeworfen, dann ist richtig, ja.
00:39:41: Weil da einfach nichts war, keine Umsätze, keine Gäste, gar nichts.
00:39:44: Ja,
00:39:44: man hat ja
00:39:45: auch Rücklagen
00:39:46: reingeschossen,
00:39:46: wollte ich sagen.
00:39:47: Da gehen einige Rücklagen, sind dann natürlich verschwunden, die jetzt... ...um uns so klar sagen, also
00:39:54: richtig.
00:39:56: Ja, aber
00:39:56: ich kann es mir noch nicht vorstellen.
00:39:58: Irgendwie aufzuhören damit.
00:40:02: Mir hat es auch gesundheitlich.
00:40:03: Die Zeit, wo ich nichts tun durfte in der Corona-Zeit, hat mir auch nicht gut getan, auch gesundheitlich nicht.
00:40:09: Ihr seid gerne unter Menschen, ne?
00:40:12: Ich muss ja jetzt nicht den ganzen Tag irgendwie ... Tausend Leute um mich haben, also die Rum Brasilei.
00:40:19: So, hast was zu tun und ... macht ja auch dann Spaß.
00:40:26: Gut, manchmal ist halt viel, aber so lange es noch geht, ja klar.
00:40:30: Warum soll ich da draufhören?
00:40:33: Wir sind ja beim Nubbel-Podcast und deswegen fragen wir auch immer, wie so eine Art Nubbel-Frage.
00:40:40: Beim Nubbel geht es ja auch darum, sich vielleicht von Sachen zu verabschieden, die nicht so schön waren oder sich auch vielleicht auch was Neues zu freuen.
00:40:48: Deswegen gibt es aus eurer Sicht was, wo ihr sagen würdet, ihr euch für den Karneval wünschen, dass man das weglässt oder was dazukommen könnte.
00:40:57: Hast du irgendwas, wo du sagst, das könnte der Karneval gut darauf verzichten.
00:41:01: Das wäre schön, wenn das verschwindet.
00:41:03: Die Absperrungen, diese ganzen Restriktionen, die wir mittlerweile haben.
00:41:09: Davon bin ich jetzt nicht betroffen, was ich mir für Karneval wünschen würde, sind halt keine Verstopfte.
00:41:18: Ist das das Schlimmste?
00:41:20: Ja,
00:41:22: klar.
00:41:23: Es gibt ja dann auch Leute, die machen das absichtlich.
00:41:25: Also, ähm, man muss... Ja.
00:41:31: Warum macht man das?
00:41:32: Ja, warum sind man die Leute so?
00:41:35: Also, ich finde, das gegänzt dann schon so ein bisschen an Sabotage oder die sind halt so, oder denken, das ist ein toller Streich, wenn man da so eine Jumbo-Rolle Toilettenpapier in die Schüssel
00:41:48: stopft.
00:41:49: Hab ich was sagen, nichts mehr zu tun.
00:41:52: Hast du das noch nie gemacht?
00:41:54: Ich hab mich auch noch nie ... Also, warte mal bei uns, glaub ich, tatsächlich ... auch nicht wirklich gehabt.
00:42:00: Diese Sachen nicht, also andau-schon, aber das jetzt speziell mit den Toiletten, hab ich Gott sei Dank bisher, bin ich davon verschonen geblieben.
00:42:09: So, das passiert halt mal.
00:42:11: Also, ich seh's jetzt nicht gar nicht, weil da das jeden Tag so ist, aber das passiert.
00:42:15: Und das ist immer so eine Scheißunterbrechen auch von der Stimmung.
00:42:19: Klar.
00:42:20: So, dann musst du dich darum kümmern.
00:42:22: Und wenn's ganz schlimm ist, dann musst du womöglich noch einen Klemmtner organisieren.
00:42:28: Ja, spätestens für den nächsten Tag.
00:42:31: Und das würde ich mir wünschen, aber ansonsten, das sind teilweise Sachen, die gehören eben dazu.
00:42:36: Also, es ist jetzt nicht irgendwie ...
00:42:40: Sonst kann das so bleiben, wie's ist.
00:42:42: Nur klar, nur klar, also für das Eck.
00:42:46: Mir
00:42:46: ist natürlich ganz klar die Absperrung, dass einer dieser Runden getischte Tatsache mal was fruchtete.
00:42:53: Wir nehmen so viel Zeit, die handeln und setzen an irgendwelchen Runden Tisch mit irgendwelchen Politikern und das wird alles anders besprochen.
00:42:59: Im Endeffekt ist es dann doch auch wieder wie jedes Jahr.
00:43:01: Hättest du
00:43:03: einen Vorschlag?
00:43:04: Also, würdest du einfach die Absperrungen weglassen?
00:43:07: Oder was ... Was würdest du, was findest du, wenn eine gute Idee ...?
00:43:10: Zumindest
00:43:10: mal an einigen Tagen.
00:43:12: Also, das ist ja ... Du hast ja genug Auswahl für dich.
00:43:16: Aber wenn du dann die Küffhäusersprache straßst, zum Beispiel, sperrst und jetzt komplett, damit da eventuell mal ein Krankenwagen da anfangen kann, dann ist doch genug Fläche, die du an sich fluten kannst.
00:43:26: Also, wenn du ... Im Endeffekt ist es auch schlimmer und gefährlicher, wenn du vor den Zäunen diese ganzen Druck hast und die Leute da nicht mehr durchkommen.
00:43:34: als wenn du diese ganze Fläche fluten würdest.
00:43:36: Also ich glaube, ich würde es definitiv anders machen.
00:43:40: Ja.
00:43:40: Hab gesehen davon, glaube ich, wird dieses Thema Karneval und die Massen ein bisschen hochgejetzt.
00:43:50: Also wenn ich mir überlege, damals in den neunzigern Anfang, Mitte neunzig, wie der Karneval da in der Südstadt war, das waren quasi zülpischer Verhältnisse.
00:44:05: Menschenmassen auf
00:44:06: die Straße.
00:44:07: Klar, ja, Wildpinklelei und die Kreuzung der Bus kamen nicht mehr durch und natürlich nicht.
00:44:13: So, das haben sie ja im Endeffekt.
00:44:15: so, die haben die Casala auf die Bühne geholt und querbiet, um das zu entzerren.
00:44:20: Das muss man sich an der Klasse mal vorstellen.
00:44:24: Du willst was entzerren, holst dann Casala und querbiet auf die Bühne, damit sich das entzerrt.
00:44:29: In der Südstadt.
00:44:30: Nee, bei uns.
00:44:32: Das war ja im ersten Jahr, als die abgesperrt haben.
00:44:34: Aber die Leute dann auf die Uni Wiese hinkriegen mit diesen Bands halt.
00:44:39: Und dass das natürlich logischerweise nach hinten losgegangen ist und dann daraufhin
00:44:44: immer
00:44:44: mehr Leute gekommen sind, weil eben halt immer auf dieser Bühne was los war.
00:44:51: Das war der schlimmste Fehler im Endeffekt.
00:44:53: Ja, dabei gibt es ja auch andere Bühnen, ne?
00:44:54: Es gibt ja am Tanzbrunnen noch eine Bühne, in der Altstadt gibt es eine Bühne und so weiter, aber irgendwie scheint das ja schon einen großen Anzugspunkt irgendwie mehr zu geben für junge Leute.
00:45:03: Als das bei den anderen ist, ist es, glaube ich, gemischt.
00:45:05: Da ist jedenfalls so mein Eindruck, dass es am Altermarkt und am Tanzbrunnen immer noch ein bisschen altersmäßig gemischter ist als an der Zübcherstraße.
00:45:14: Das
00:45:14: krieg ich jetzt auch nicht unbedingt so mit, weil ich ja, wie gesagt, auch jetzt keinen wirklichen Einblick darauf habe, was auf der Zübche passiert.
00:45:21: ... bei uns im Laden ist es definitiv nicht so.
00:45:24: Ja.
00:45:26: Da ist halt nach voraus gemischte Publikum ... ... Zübscher kann ich jetzt auch nicht sehen, was da ein ganzen Tag passiert.
00:45:32: Nee, wie denn auch?
00:45:33: Also du bist ja hinter dem Dresen, ne?
00:45:36: Ich würde mir auch sehr wünschen, dass sich da irgendwie eine gute Lösung für finden lässt.
00:45:42: Die halt eben nicht so das ganze wie so ein militärisches Sperrgebiet erscheinen lässt, weil das nimmt ja auch so ein bisschen die Leichtigkeit, dass man eben durch die Stadt sich auch bewegt, vielleicht über einen Tag irgendwie vormittags irgendwo anfängt und bei irgendwem zum Frühstück dann der Laden hier hin und dann abends irgendwo anders ist.
00:45:59: Und dann irgendwann nachts nach Hause fährt mit der Bahn.
00:46:02: Früher konnte man Bäcker noch ein paar Brötchen holen auf der Zürcher Straße.
00:46:06: Na klar, wir haben uns auch oft vor dem Bäcker irgendwo getroffen.
00:46:09: Früher und dann eben immer weiter.
00:46:11: Und dann
00:46:11: hat man in den Kneipen gefeiert.
00:46:13: Ja, wenn du Glück hast, landest du am Ende in irgendeiner Kneipe, wo du um die Ecke wohnst, musst du nicht so weit nach Hause.
00:46:20: Ihr Lieben, vielen Dank, dass ihr heute hier zu Gast gewesen seid.
00:46:23: Das war sehr, sehr schön, wie immer mit euch beiden zu sprechen.
00:46:26: Ich hoffe, wir sehen uns bald auf einen Kölsch im Zimmermann, so einem Klotwisch-Eck.
00:46:29: Ich denke doch.
00:46:31: Und ihr da draußen an den Endgerät.
00:46:33: Vielen, vielen Dank fürs Zuhören, fürs Zuschauen, vielleicht auch.
00:46:36: Das war eine neue Folge von Bis der Nobel brennt, bis bald.
00:46:43: Bis der Nobel brennt, ist eine Produktion von Good Will Run und der Streaming Factory.
00:46:49: Bis der Nobel brennt, bis der Nobel brennt.
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