Über Hooks, Refrains und Kölsch-Rock mit der Band Fiasko
Shownotes
In dieser Folge von „Bis der Nubbel brennt“ begrüßen wir Henning Becker, Gitarrist der kölschen Band FIASKO.
Gemeinsam sprechen wir über die Entwicklung des Kölsch-Rocks und darüber, warum die kölsche Sprache für viele Musiker weit mehr ist als nur ein Dialekt. Henning erzählt die Geschichte hinter dem Bandnamen FIASKO, wie die Band ihren eigenen musikalischen Stil gefunden hat und welche Rolle Covermusik auf diesem Weg gespielt hat.
Henning gibt spannende Einblicke in die Arbeit der Band. Von der ersten Songidee bis zum fertigen Titel. Dabei geht es um kreative Prozesse, Inspirationen für neue Songs und die Kunst, einen Refrain zu schreiben, der im Kopf bleibt. Außerdem sprechen wir über die Herausforderungen und Chancen von Social Media, den Alltag zwischen Proberaum, Bühne und Privatleben sowie die Bedeutung von Auszeiten, um kreativ und motiviert zu bleiben.
Wir werfen einen Blick auf das kommende Open-Air-Konzert „Vino is Calling“ am 10. Juli und sprechen darüber, worauf sich die Besucher freuen dürfen.
Eine Folge voller Musik, kölscher Kultur, ehrlicher Geschichten und interessanter Einblicke hinter die Kulissen einer kölschen Rockband.
Schaut mal bei uns auf Instagram vorbei und folgt uns auch hier!
Transkript anzeigen
00:00:00: Und die Leute, die wir über die Jahre kennengelernt haben wo wir gemerkt haben.
00:00:02: Die stecken genauso viel Herzblut da rein wie wir und denen ist das genau so wichtig.
00:00:07: mit denen sind wir befreundet also dass das matcht dann dann weißt du okay äh mit denen kannst du auch nach zehn zwölf dreißig Bier äh Kölsch im Arm liegen und äh singst irgendwelche Lieder ne?
00:00:20: Also dieses dieses Zusammengehörigkeitsgefühl tritt auch genau dann auf.
00:00:25: ne weil du eben auch mal absetzt von der Bühne miteinander was machst Dann ist es ja umso schöner auch, dass so was funktioniert.
00:00:32: Obwohl man in einem konkurrierenden Geschäft unterwegs
00:00:36: ist.".
00:00:40: Bis der Nubbel brennt!
00:00:41: Sehr köllner Karnevals-Podcast.
00:00:46: Dass man einen großen Misserfolg auf der Bühne als Fiasco bezeichnet, geht auf die italienische Redensart farfiasco versagen oder durchfallen zurück.
00:00:58: Wild Ob sich unser heutiger Gast schon mal darüber Gedanken gemacht hat, wie viel sprachwissenschaftlicher Input oder Hintergrund hinter Fiasco steckt.
00:01:07: Oder ob es doch was mit der Band Die Ärzte aus Berlin zu tun hat?
00:01:10: Wer weiß das schon so genau!
00:01:11: Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf meinen heutigen Gast.
00:01:14: Er ist Rockstar-Gitarist in der eben genannten Band Fiasko.
00:01:18: Außerdem König Anne Quetsch.
00:01:20: Vielleicht habe ich noch ein Instrument vergessen Das wird er mir gleich sagen.
00:01:23: Herzlich Willkommen bei Biss der Nobelbrent Henning Becker.
00:01:26: Schön dass du da bist.
00:01:27: Danke für die Einladung.
00:01:28: Schön, dass ihr sein darf.
00:01:30: Wusstest du das mit der sementischen Nennen?
00:01:34: Mit dem Wort Hintergrundabstammungs-Situation des Begriffes Fiasco?
00:01:39: Wir haben es mal erfahren als wir zwischen ein paar Auftritten waren in Polen eine echte italienische Eisdiele und dann sah der Verkäufer diesen Fiascoschriftzug auf unseren Jacken.
00:01:51: Und er sagt, ah fiasco!
00:01:55: Er hat uns dann erklärt, dass es eigentlich bauchige Flasche bedeutet und dann dachten wir natürlich ja.
00:02:00: Ja!
00:02:00: Bauchige
00:02:01: flasche habe ich bisher noch nicht ganz erreicht aber da kann man sich daran hinarbeiten.
00:02:06: das ist wild.
00:02:08: Ich hab ein bisschen recherchiert weil ich finde solche Seitenthemen immer irgendwie spannend Wohl historisch gesehen so gewesen, dass früher ist in der Glasbläserei missratene Flaschen gab.
00:02:21: Also Glasbläßerei ist ja immer ein bisschen eine funktionierte Materialie oder nein?
00:02:24: und irgendwann hat sich diese Redewendung der kaputten oder verbogenen Flasche halt irgendwie übertragen in den Künstlerbereich.
00:02:32: also ähnlich wie all diese anderen Sachen wir halt so einen Beinbruch
00:02:35: usw.,
00:02:35: die auch nicht so richtig was mit Performance auf der Bühne zu tun haben fand ich auf jeden Fall irgendwie spannend weil hat ja irgendwie gar nicht so unbedingt was mit eurer Namenschöpfung zu tun, oder?
00:02:46: Woher kommt der Name eigentlich.
00:02:48: Nee, gar nicht!
00:02:48: Das hat bei uns gar nichts mehr im Ursprung zu tun aber es macht jetzt wo du sagst aus der Glasbläserei macht natürlich Sinn.
00:02:53: und baurige Flasche vielleicht die Flaschen falsch geformt und dann hatte sie halt war sich nicht mehr so flaschenförmig.
00:03:00: Bei uns kommt das tatsächlich wie du eben schon gesagt hast von den Ärzten von dem Song Fiasco.
00:03:05: als wir damals auf Namensfindungen waren auf namens Suche waren kam Dirk irgendwann um die Ecke und dachte hier Fiasco.
00:03:12: Was haltet ihr davon?
00:03:14: Reaktionen waren ein erst mal Verhalt, zieht sich auch bis heute bei den einen oder anderen kreativen Ansagen so durch.
00:03:23: Aber nee, nach so eins, zwei Nächten drüber schlafen wir uns gesagt, das ist es weil... Es ist kurz.
00:03:30: Also wir haben uns gar nicht Gedanken gemacht über die Bedeutung eines Fiascos.
00:03:35: Wir haben einfach gesagt, dass ist ein kurzer Knackiger Name.
00:03:36: du kannst ihn so gesehen überall auf der Welt aussprechen.
00:03:42: Es ist prägnant.
00:03:44: Wir haben gesagt, passt zu uns ist ein Ärzte-Song geil.
00:03:46: Sie sind große Ärzten-Fans.
00:03:48: Warum nicht?
00:03:49: Ja super cool!
00:03:52: Das Lied von den Ärztinnen geht ja auch um das Thema Scheitern.
00:03:56: Womit war es auch wiederum mit euch gar nicht so richtig zu tun?
00:04:00: hat aber euer Musikstil hat was mit dem Thema Ärzze zu tun?
00:04:04: oder wie würdest du sagen?
00:04:05: Wie würde euren Musikstiel fassen für jemanden der euch vielleicht noch nicht oder weniger gehört hat?
00:04:10: Kölschrock ist für uns ein fester Begriff.
00:04:13: Wir haben so eine Tag-Line, irgendwann kam ich mal damit auf, Kölschrock vom Feinsten steht auch noch auf unserer Website oder ob der Facebookseite.
00:04:25: aber wir haben gesagt, wir machen Rockmusik und grundsätzlich irgendwie Musik zusammen und wir haben es ehrlich gesagt nie festgelegt was wir jetzt machen nachdem wir damals dann aus dieser Coverband Geschichte raus sind.
00:04:36: wir waren schon eine Coverrock Band deswegen lag das nahe.
00:04:39: Wir haben gesagt, solange wir Spaß daran haben bei dem was wir machen.
00:04:44: Ja, machen wir das einfach und das ist wahrscheinlich auch so eine Sache.
00:04:49: Wir können machen, was wir wollen.
00:04:51: also niemand kann hat uns bisher musikalisch in eine Schublade gesteckt und würde uns jetzt übel nehmen wenn wir auf einmal eine ACDC ähnliche Nummer machen oder eine totale Pop-Nummer haben wir alles schon gemacht.
00:05:04: deswegen Nehmen wir aber als Oberbegriff mal Kölschrock.
00:05:09: Und was machst du bei Fiasco?
00:05:10: Was ist dein Job?
00:05:11: Mein Job.
00:05:13: Also mein Job auf der Bühne, ist Gitarre zu spielen, Akkordion zu spielen.
00:05:18: Wenn wir ganz mutig sind dann auch mal auf größeren Konzerten vielleicht mal Klavier zu bedienen im Hintergrund mitzusingen bei kleineren Konzerte gerne mal ins Zwiegespräch gehen beim Daniel auf der bühne.
00:05:32: das machen wir ganz gerne und hinter der Bähne mache ich unseren Social Media Kram komplett.
00:05:39: Ich weiß gar nicht wo es anfängt und aufhört.
00:05:44: Und die Grafiken, Designs
00:05:47: usw.,
00:05:48: das ist so mein Ding!
00:05:51: Und wie bist du zu Fiasco gekommen?
00:05:53: Hast du bis zum Morgens irgendwann aufgestanden?
00:05:55: Und da bist du die Gitarre, die nehme ich jetzt mit und dann gucken wir mal was daraus wird.
00:05:59: Wie ist das passiert?
00:06:01: Ne meine erste Gitarra habe ich mit elf Jahren geschenkt bekommen zur Weihnachten weil mein Bruder haben Musik gemacht.
00:06:07: Mein Vater hat uns immer auch für eine Gitarren vorgespielt.
00:06:10: Ich wollte das dann auch machen, das war eine logische Schlussfolgerung und in verschiedenen Bands mit Freunden immer gespielt.
00:06:17: Und im Jahr zwei Tausend neun ging es irgendwann in meinen ältesten Bruder Kante jemanden, den er wieder getroffen hat der singt kann und will eine Coverband machen.
00:06:28: Eine Linkenpack-Coverband.
00:06:30: Ob ich nicht Lust hätte damit zu machen?
00:06:32: Klar, guck mal vorbei!
00:06:34: Dann bin ich damals in dem Proberaum bei meinem ältester Bruder René Unser damaliger Schlagzeuger, der Stefan Dürrk und Daniel waren in diesem Proberaum.
00:06:44: Und wir haben ein oder zwei Songs gespielt, Linkenpark-Songs... ...und haben dann aber ich habe noch zwei Proben gemerkt mit Linken Park.
00:06:52: Cover ist irgendwie doch nicht so cool.
00:06:54: Da haben wir wiederum meinen Bruder aus der Band geschmissen.
00:06:59: Der war schuld?
00:06:59: Ja, dass ich rein bin genau!
00:07:00: Dann haben wir bis zu fünf Jahre lang Covermusik gemacht Die Junggesellen-Feste, der des Ahrthals abgeklappert.
00:07:10: Rauf und runter gespielt.
00:07:11: vier Stunden Bühnenzeit hat super viel Spaß gemacht.
00:07:15: aber irgendwann sind wir dann umgeschwungen auf Fiasco weil wir gemerkt haben es ist also eigentlich gibt eine ganz bekannte Szene oder sage ich mal Geschichte wo wir das gemerkt habe.
00:07:28: da haben wir auf einem Betriebsfeier gespielt und Daniel hat moderiert moderiert und hat gemerkt irgendwie kriegt Kriegt er die Leute nicht?
00:07:35: Also da war viel Unruhe drin.
00:07:37: Und irgendwann ist klar geworden, dass das alles englischsprachige Menschen waren weil es so eine IT-Firma war und die haben ihn überhaupt gar nicht verstanden.
00:07:46: Das war für ihn einen Punkt wo er gesagt hat ich hab da keinen Bock mehr drauf Ich will was machen wo ich auch verstanden werde wo ich mich nicht verstellen muss.
00:07:53: das war die Hauptsache.
00:07:55: und dann haben wir alle gesagt solange wir irgendwie zusammen Musik machen machen wir das.
00:07:59: und dann sind wir auf Kölsch umgestiegen erst ein bisschen Kölch Cover gesagt, komm wir machen noch mal was eigenes.
00:08:07: Ihr hättet ihr auf Hochdeutsch gehen können ne?
00:08:08: Also Kölsch ist ja nochmal eine speziellere Nische und auch ein krasser Markt wenn man das mal so aus kommerzieller Sicht betrachtet weil es einfach ein sehr kleiner, kleines Areal ist auf dem man sich irgendwie so bewegt.
00:08:21: mit Deutsch kommt man noch einen Stück weiter vielleicht schneller weiter.
00:08:26: Was war für euch der Grund für den Kötschensprachraum?
00:08:30: Zum einen Daniels Herkunft.
00:08:33: Er ist jetzt nicht der Hannoveranisch-Hochdeutsch-Sprechende, dass das Platt liegt ihm wirklich auf der Zunge und das meinte er eben auch damit, er will sich nicht verstellen so reden können wie er redet.
00:08:48: man hat nach einer Zeit irgendwann Unterschiede gemerkt zum Kölschen und einem reinischen Platt.
00:08:54: also haben wir dann auch da Manche Kölsche gesagt, wie redest du denn?
00:08:59: Das ist gar kein Kölsch.
00:09:01: Da musste man sich so ein bisschen reinfinden.
00:09:04: Die Diskussion gibt's dann mehr schnell.
00:09:06: Wobei es ja sogar selbst in Köln unterschiedliche Formen gibt, Kölch zu sprechen je nachdem in welchem Fädel du groß geworden bist oder wie du das Zeit von Zuhause so gehört hast.
00:09:14: Weil das nicht in der Schule unterrichtet wird wie Hochdeutsch.
00:09:18: Leider nicht, leider nicht.
00:09:19: Wo immer einer sagt aber nicht die richtige Imperativ musst du anders sagen sondern du lernst es halt so wie du es hörst.
00:09:25: Ja, genau.
00:09:26: Und dann hast du eben noch diese Auschüchse von den Dörfern drum herum, wo es dann vielleicht mal so ins Platt eher geht und auch selbst da gibt's ja Unterschiede.
00:09:35: Total!
00:09:35: Daniel kommt aus der anderen Ecke jetzt zum Beispiel im Niederrheiner-Platt.
00:09:39: wäre das wieder eine andere Varianz?
00:09:42: Ja, gerade auch Eifler.
00:09:45: Das finden wir immer sehr schön weil die Eifle selber haben noch... Also Daniel, wir sind hier alles voreifelartig.
00:09:51: Und die Eifel, die haben immer noch so ein Singen-Sang hinten dran.
00:09:53: Da geht's immer hoch und das ist total schön zur Hörung aber man erkennt es halt sofort.
00:09:59: Und Dirk hat irgendwann mal jemandem getroffen und dann sagt ihr die so ... Ja ich komm aus Blankenheim!
00:10:06: Dann sagt der so auch aus Blankenheim oder er hat es erraten und hat es halt so fortgehört.
00:10:09: Aber das ist ja das Schöne dass man schon irgendwo erkennen kann wo geografisch an jemand jemand herkommt was für eine Art Platter spricht.
00:10:18: Ja aber es war für uns Hochdeutsche war erst mal keine Option, weil es wäre dann auch wieder ein Verstellen gewesen.
00:10:25: Und wir haben mal einen hochdeutschen Song gemacht.
00:10:28: Vielleicht auch glaube ich sogar zwei?
00:10:30: Nein, den haben wir auch sogar auf CD aber ... Den gab's schon vor Fiasco und da kommen die immer noch mit auf die Platte einfach nur, weil wir den haben!
00:10:43: Das heißt, der Name Fiasco ist auch in dem Moment erst entstanden.
00:10:46: Wo ihr gesagt habt okay wir machen jetzt was Eigenes oder gab es den vorher schon?
00:10:49: Gab's denn schon als ihr in die Cover Richtung gegangen seid?
00:10:52: Nee, nee, nee.
00:10:53: Also das Coverband hieß The Radio Plan, kam auch vom Dirk.
00:10:57: Und wie kommen die Namen immer von dem Dirk?
00:10:59: Genau größtigen raus!
00:11:02: Und dann haben wir uns zwischenzeitlich, als wir dann diese cover nun mal gekippt haben sind wir so ein bisschen mit kölsch cover gestartet.
00:11:08: es gibt auch noch videos von damals von den ersten drei vier auftreten also für sich wirklich.
00:11:14: Egal.
00:11:16: Wieso?
00:11:16: Wieso fürchterlich!
00:11:18: Wir waren einfach nicht so weit, dass man uns hätte auf Video aufzeichnen sollen.
00:11:22: Aber wir waren auf der Bühne.
00:11:24: Ja
00:11:24: ist das nicht ein großer Vorteil unserer Generation, dass damals noch nicht jeder alles aufgezeichnet hat?
00:11:29: Ich denke mir das echt offene.
00:11:32: Zum einen schon zum anderen natürlich nicht.
00:11:34: ne.
00:11:34: also es hat natürlich auch mal ein ausgedrucktes Fotoalbum oder eine Videokasette von Ich bin mit meiner Familie im Freizeitpark oder so, was mein Vater beim Campcorder gefilmt
00:11:45: hat.
00:11:45: Meines Erachtens sind viel höheren Wert als sechs Millionen Videos die jeder Mensch von jedem Jahr auf dem Handy hat.
00:11:52: So die Wertigkeit ist glaube ich ein bisschen ... Die Videos gab es damals schon aber bei den Auftritten haben wir noch unter den Namen der Schwimmbutze gemacht.
00:12:02: Schön!
00:12:02: Sie hatten weiße Polohemden an mit bunten Hosenträgern, so kraftklubmäßig.
00:12:10: Und ein Seefetschen auf der Brust.
00:12:12: Schön!
00:12:13: Da hättet ihr ja prima einen Joint-Ventscher mit den jetzigen Planschen mal losmachen.
00:12:18: Ja, hätte sich wahrscheinlich nicht vermeiden lassen.
00:12:23: Dass man sich dann... Oder dann wär's auch, guck mal, ihr seid die Schwimmbutze und wir haben sie an nach dem Motto?
00:12:28: Wir waren nicht so weit denkend das wir gesagt haben, da müssten wir ja auch Schwimmhosen anhaben.
00:12:33: Da haben wir gar nicht dran gedacht, wir hatten eine Hosenträgerbunte Aber das haben wir dann auch relativ schnell gekippt wieder.
00:12:39: Und dann ist irgendwann eben Fiasco entstanden, wo wir gesagt haben, wir nehmen alle Cover-Songs aus dem Set raus weil wir einfach was Eigenes machen wollen und da will man für sich stehen als nochmal ein Neuanlauf.
00:12:53: Seitdem ist es so.
00:12:54: Songwriting selber anzufangen ist natürlich auch eine große Sache.
00:13:02: In musikalischem Bereich eingestehen ist, wo man selber auch Sachen total toll findet.
00:13:05: Ich hab da ja am Anfang Sachen gecovert die ihr wahrscheinlich selber einfach mochtet und dann gesagt habt okay das finde ich irgendwie cool.
00:13:13: Wie ist es so im Vergleich zu heute?
00:13:15: Würdest du sagen da gibt's mittlerweile so ein Modus wo du sagst ja das machen wir immer so wie arbeiten uns da so durch Es wird immer mehr in Job oder sagst du nee das ist wirklich jedes mal ein anderer kreativer Prozess und man weiß hinterher sowieso nicht was dabei rauskommt.
00:13:30: Also ich glaube wenn Songwriting, pauschal als wie so ein nine to five Job betrachten könnte.
00:13:37: Dann wäre es wahrscheinlich viel mehr Songwriter auf der Welt weil die Kunst finde ich ist ja Sachen halt also erstmal musikalisch irgendwie rüberzubringen oder aneinander zu rein und dann noch die richtigen Wörter dafür zu finden und dann auch in der Melodie zu packen dass das alles am Ende eine schöne Nummer ist.
00:13:58: alle sagen ja super damit gehen wir auf den Bühne.
00:14:01: Es ist bei uns, wir haben schon viele Prozesse ausprobiert.
00:14:04: Also wir haben uns schon mal einen Wochenende in der Eifelnhaus gemietet.
00:14:07: Haben da zwei Songs geschrieben und dann kam Daniel.
00:14:10: Wir arbeiten seit von Anfang an mit einem Freund zusammen, der Josh ja super viel Songwriting für uns schon gemacht hat, mit Daniel zusammen.
00:14:16: Und er kam dann eine ganze Zeit immer im Probomarkt.
00:14:19: Guck mal das ist die Nummer!
00:14:20: Da haben sie wochen dran gearbeitet und dann haben der Rest der Band halt gesagt Ja es ist schön aber wir machen das raus, wir machen dass anders, wir nehmen das weg und danach noch ne neue Melodie.
00:14:28: Und also die Prozesse, du sagst am Ende ist der Song irgendwie ein ganz anderer wie man sich vielleicht gedacht hat.
00:14:36: So kann das sein.
00:14:37: aber es kann auch sein dass man einfach sagt hier ist eine Nummer und alle sagen ja geil, ne?
00:14:40: Es ist gekauft quasi Aber jedes mal und doch nicht so geht's mir auf jeden Fall nicht immer ist man in dem Modus Also kannst mich jetzt nicht nach zum Dreieck und sag schreib mir mal schnell einen Song.
00:14:55: Ich kann dir dann drei Akkorde aneinander rein und ein Text hinschreiben, aber das ist dann nicht schön.
00:15:00: Das ist dann einfach.
00:15:04: Also mein Brauch oder ich zumindest brauche so ein gewisses Mojo.
00:15:07: Ich muss merken okay jetzt bin ich drin!
00:15:10: Jetzt fühlt sich das gut an und dann kommt man vom Hölzchen aufs Stückchen.
00:15:12: Das is beim Textes schreiben so, bei Melodies schreiben so... Und die letzten zwei Jahre haben uns auch eingeschlossen drei Tage lang Jetzt beim René im Studio zu Hause, ein eigenes kleines Studio.
00:15:23: Das
00:15:24: ist selber gebaut?
00:15:24: Ja das
00:15:25: ist ja so eine Garage umgebaut und haben uns dann eingeschlossen.
00:15:28: auch mit Mike von Ex-Milieu haben wir zusammen auch ne Nummer geschrieben.
00:15:33: und also es ist... ...ein langer, langer Prozess in Song zu schreiben zumindest bei uns.
00:15:40: aber
00:15:42: Würdest du sagen, dass für dich die Idee das wichtigste ist im Start?
00:15:45: Wenn du anfängst... Dass so die Idee hast für das Thema.
00:15:48: Worum geht es jetzt hier eigentlich gerade?
00:15:50: Weil ich kenne Songwriter, die kommen aus der Musik.
00:15:52: Die haben erste Musik und dann überlegen sie sich was ist das für eine Stimmung, worum könnte's da gehen?
00:15:58: Es gibt welche, die kommt von irgendwie einem... Satz und arbeiten sich dann durch.
00:16:03: Manche schreiben auch immer erst die Bridge, und dann gucken wir mal.
00:16:06: Also wie ist das bei dir?
00:16:07: Hast du so ein Startmoment wo du sagst ah hier hab ich eine Idee, das habe ich gehört, das hab ich gesehen, dass hab ich erlebt und dann baust du da was draus?
00:16:16: Kann man ja unterschiedlich betrachten.
00:16:17: Du hast ja einmal wenn du sagest du hast jetzt einen Gefühl oder willst eine Geschichte erzählen.
00:16:22: Dann kennst du die Geschichte und wie erzählst du sie?
00:16:24: Das ist schon mal ein Startpunkt.
00:16:26: Es kann sein, dass du nur ne Melodie hast.
00:16:28: also Ich glaube, jeder der Songs schreibt und Musik macht hat tausend Sprachnachrichten, Sprachmemos auf seinem Handy.
00:16:36: Für mich ist es immer am lustigsten wenn eine Melodie kommt.
00:16:40: Gerne auch mal kurz vorm Schlaf, genau dieser Sweetspot wo du weißt in drei, vier Sekunden bist du eigentlich weg.
00:16:45: Dann kommst du zu einer Melodie, dann drückst du auf Aufnahme und pfeifst die ein oder sprichst die an oder singt sie ein, denkst Gott sei Dank nicht am nächsten Tag vergessen.
00:16:53: Hörst ihr am nächsten tag?
00:16:54: Hörste die Ahnung das nur so... Du hast irgendwie nur so eine Garage will, weil du in dieses Handy reingepustet hast und denkst okay gut.
00:17:02: Naja brauchste dann auch nicht... Schade!
00:17:04: Also es gibt unterschiedliche Punkte wo man anpacken kann.
00:17:07: beim Songwriting ne?
00:17:08: Das Wichtigste und das muss man einfach sagen ist immer der Refrain.
00:17:12: Es ist immer die Hucke, du musst immer wenn du einen starken Refreuer hast.
00:17:15: also wir hatten's jetzt im Songwriting Wir haben wirklich Stunden nur an dem Refrain gesessen An den Wörtern.
00:17:21: dann geht man teilweise mal auseinander mit ein paar Meter Abstand überlegt Jeder für sich jetzt mal fünf Minuten überlegen.
00:17:29: Dann kommst du wieder zusammen und dann sagt einer ja sonst so, und du denkst ich hab die vier Zeilen das ist es.
00:17:34: Und du trägst sie vor und alle guck nicht an.
00:17:37: Schütteln kaufsache okay wer hat noch was?
00:17:41: Aber ja es ist ein Prozess und es gibt... Ich glaube man kann's nicht pauschalisieren.
00:17:46: Und hält so das gut aus wenn du dann so einen Feedback bekommst weil Kunst herzustellen, ist ja was Extrempersönliches.
00:17:52: Das finde ich überhaupt nicht zu vergleichen mit allem anderen, was man tun kann.
00:17:56: Weil das steckt ja ganz viel von deiner Kreativität und von dir als Mensch drin.
00:18:01: Ist es dann so, dass du sagst neuer okay?
00:18:03: Dann halt nicht.
00:18:04: oder ist es doch immer ein kleiner Schmerz, wo wir denken, nein!
00:18:09: Also Mini-Schmerz ist schon immer irgendwie dabei.
00:18:13: bei jeder Ablehnung einer Idee ... Aber man muss das natürlich auch irgendwo professionell dann aussehen.
00:18:19: Muss sagen, okay, vielleicht passt es jetzt einfach gerade nur nicht klar.
00:18:23: wenn man sagt ich habe hier einen Songtext geschrieben ist super persönlich.
00:18:26: also Ich öffne meine Seele wirklich jetzt nochmal noch mal.
00:18:29: tausend Prozent mehr wie sonst.
00:18:32: Und dass ist jetzt kein Song übers Feier.
00:18:33: also wenn ich jetzt ein Song Text über feiern schreibe Dann ist das Kann auch persönlich sein aber nicht so unbedingt persönlich.
00:18:40: aber wenn ich Jetzt eine sehr sehr persönlichen Song Text schrei be und es ist bei uns auch schon vorgekommen dass wir ein song hatten mit fertigem text Dann habe ich gesagt, pass auf.
00:18:47: Ich hab eine persönliche Geschichte, die will ich einmal ... Das wäre der Text, den ich dazu schreiben würde und da gab es gar keine Diskussion.
00:18:53: Daniel sagte so okay, alles klar, keine weiteren Fragen.
00:18:56: Lass uns vielleicht die einen oder anderen Wörter noch ein bisschen anpassen.
00:18:59: Und dann steht das, ne?
00:19:01: Da geht's aber nie um persönliche Geschichten, dass man sagt ja, ich finde jetzt deine Geschichte nicht so gut.
00:19:12: Manche Bands trennen das ja auch sehr hart.
00:19:14: Die Ärzte eben schon angesprochen, auch Namenspatronen sozusagen eurer Band.
00:19:19: Ich meine die haben zum Beispiel die Regelbela oder Farh inschreiben in der Regel die Lieder und zwar jeder für sich Und die Person die den Titel geschrieben hat sie singt denen dann auch hinterher auf der Aufzeichnung sind.
00:19:30: also ich glaube schon dass das für viele Leute doch eine große Herausforderung ist.
00:19:35: die Auseinandersetzung Habt ihr denn so Entscheidungen?
00:19:39: Kriterien würde ich sagen, also gibt es sowas wo wir gesagt das muss ein Fiasco Song haben damit der auf eine Platte kommt?
00:19:47: Er muss sich gut anfühlen für uns.
00:19:48: Das ist tatsächlich nach einer gefühlssache.
00:19:51: Wir sind vier leute die am ende jeder meine haben jede hat auch einen veto.
00:19:56: Also wenn drei leute sagen würden die nun mal finden wir super und einer sagt Will ich auf gar
00:20:01: keine Leiche
00:20:02: nur bei meiner leichte dann nehmen wir in zweifelsfall auch ne nummer nicht.
00:20:05: oder sei es auch andere entscheidungen.
00:20:08: Jeder hat da auch seinen Veto.
00:20:10: Aber für uns ist es immer eine Entscheidung von, wie fühlt sich das Song an?
00:20:15: Wie können wir den natürlich rüberbringen?
00:20:19: Daniel muss den Song, hat gesagt am Ende verkaufen.
00:20:22: also er muss ihn ja auch fühlen und genauso wie er den fühlen muss, muss der Dirk den auch führen.
00:20:26: Es nützt nichts wenn einer aus der Band dasteht und du siehst es nach Band an, wenn die den Song nur runterspielen.
00:20:35: Also ... Also für uns ist es einfach wichtig, dass man weiß, dass wir transportieren können das was wir machen.
00:20:42: Dass wir da Spaß dran haben und dass wir das auch wirklich von Herzen gerne machen.
00:20:47: Und wenn das bei einem Song so wäre den wir nicht fühlen dann würde man uns das ansehen.
00:20:52: Wie einfach ist das denn?
00:20:53: Bei Schleife hundertfünfunddreißig in der achtzigsten Sitzung in der viertenwoche Session So eine Emotion noch zu transportieren?
00:21:01: also ist das dann die berühmte Fließbandarbeit bis zu acht Sitzungen pro Tag, manchmal sogar zehn.
00:21:09: Je nachdem wie kurz die Session ist, das heißt ihr seid ab morgens bis nachts unterwegs und jedes Mal ist das Set das gleiche.
00:21:17: Ihr weicht da auch wie alle anderen auch nicht so hart von ab weil es einfach zu schwierig in diesem harten Sitzungsablauf ist.
00:21:23: Wie ist das so vom Gefühl her?
00:21:25: Ist das Gefühl dann noch da oder ist es dann manchmal auch schon so ein?
00:21:29: wir müssen das jetzt herstellen.
00:21:30: Moment
00:21:32: Man geht natürlich mit einem Bewusstsein auf die Bühne, wo man sagt ob es jetzt die erste oder letzte Sitzung des Tages ist.
00:21:40: Jeder hat das gleiche Recht auch von uns alles zu bekommen was wir geben können.
00:21:48: Das war auch für uns ein Lernprozess.
00:21:49: also hatten auch Zeiten wo man gesagt hat wir auch Feedback bekommen haben dann so bisschen sieht man euch schon anders hier da vielleicht und da schon mal kein Bock habt war ganz am Anfang, ist Jahre her.
00:22:02: Und deswegen haben wir uns irgendwann gesagt so wie gehen immer mit mit mit hundert zehn mit hundred elf Prozent auf die Bühne.
00:22:08: aber es ist so.
00:22:09: bei uns klar haben wir auch mal geht einer mal irgendwie hat vielleicht etwas angeschlagen sei aus persönlicher Sicht oder erkältungsmäßig.
00:22:18: trotzdem ist es für uns halt wichtig dass wir ja aus einem gewissen Grund da sind nicht nur weil einer irgendwie die Musik von uns hören will sondern alle die da sind oder vielleicht kennen uns auch manchmal noch nicht, dann wollen wir immer alles geben damit die Leute, damit wir im Kopf bleiben.
00:22:35: Und wir wollen da jedem natürlich auch das bieten was wir halt zu zeigen haben.
00:22:40: deswegen würde ich sagen wie können wir uns immer in dieses Gefühl wieder rein?
00:22:44: also ich kann mich immer in das Gefühl reindenken.
00:22:46: Ich weiß natürlich wir haben irgendwie Abläufe.
00:22:48: klar mal wechsle ich die Seite hier dann geh ich da mit der Kisten wo bei uns draufstehen Dann gehe ich auf Dirk seine Kiste Dirk geht auf meine.
00:22:55: Wir springen gleichzeitig runter.
00:22:56: es sind so Leichte Choreografien sind dabei.
00:22:59: Oder es gibt Punkte, da gucke ich mich Texteilen gucken und René und ich gucke uns an ... Weiß nicht.
00:23:04: Zwinkern wir uns zu oder gab eine Zeile in ... Ich glaube leider wieder eskaliert.
00:23:10: Stehst du hier für Minger-Dürre?
00:23:12: Da habe ich in der Session versucht dem René jedes Mal eine andere Art von Tür zu zeigen!
00:23:19: Ist relativ schwierig.
00:23:20: Das ist
00:23:20: wirklich schwierig.
00:23:21: Ja, aber kreativ geworden.
00:23:24: Irgendwann hab ich's auch sein gelassen.
00:23:26: Geht nicht mehr, ich hab alle Türen durchgespielt.
00:23:30: Aber es macht dann immer wieder aufs neue Spaß einfach.
00:23:34: Vielleicht hilft da ja sogar auch dieses, dass das seit eben nur zwanzig-fünfzehnzig Minuten sind und dann hat man immer einen kurzen Break wo man die Location wechselt, wo man im Zweifel mal kurz durchatmen kann.
00:23:45: So denn keine Kamera dabei ist?
00:23:48: Das ist was, was mir vor allem in der letzten Session... Also da war es am krassesten die Session.
00:23:53: Vorher hat sich das auch in die Richtung entwickelt.
00:23:55: aber Social Media ist nicht ganz unwichtig für... Auch für Karnevals-Bands, weil auch Booking danach entschieden wird inzwischen von Veranstaltern von Literaten.
00:24:09: Wer denn wie viele Leute zieht und das wird nun mal heutzutage hauptsächlich auf Followerzahlen oder was auch immer andere Kennzahlen die aus dem Social Media Bereich kommen zurückgeführt zu?
00:24:19: Was ich interessant finde ist also die Entwicklung gibt es ja schon länger.
00:24:25: Die hat aber inzwischen so ein Ausmaß, dass alles dokumentiert wird.
00:24:29: Also du hast nicht mehr nur die Situation auf der Bühne und irgendwie drei Fotos von dem Auftrittstag sondern das ist mittlerweile an einem Punkt wo eigentlich alle Bands wie so eine Doku drehen Also während der Session.
00:24:43: Und das ist halt was, wo ich mich frage wie is das so?
00:24:46: Gerade an den Tagen, wo man vielleicht wirklich kurz diese Pause braucht zwischen denen Auftritten, wo dann aber trotzdem die ganze Zeit eine Kamera mitläuft also auch die Privatmomente hinter der Bühne, was ja immer so heilig war, auch sichtbar werden.
00:25:00: Was ist das für ein Gefühl?
00:25:01: Du bist ja nicht als Realities-Star in den Karneval eingestiegen sondern eigentlich als Musiker.
00:25:06: Merkst du diese Veränderung bewusst oder ist es so schleichend?
00:25:11: Für uns war's ... Ja, es hat sich auch die letzten Jahre erst so entwickelt.
00:25:15: Das ist für mich schon saß.
00:25:18: Klar, wir haben also... Die Beniki macht viel Social Media.
00:25:22: Grüße
00:25:22: gehen raus!
00:25:25: Die nehmen wir gerne mit.
00:25:27: Allein weil wir wissen, dass das wichtig ist und wir können selber von uns aus nicht leisten, weil dann denkst du nicht dran, ich gehe ohne Handy auf die Bühne?
00:25:39: Ich will ja auch Musik machen.
00:25:42: Aber es ist super wichtig geworden und du musst die Leute überall mit hinnehmen, ne?
00:25:48: Das Ziel publikum sind ja nicht die Leute, die sowieso im Saal sind, denen sagen, guck mal, die waren jetzt... Die sind gerade hier, die kommen jetzt.
00:25:55: so klar kann das auch sein, weil selbst auf Partys holen die Leute ihre Hände raus und gucken bei Instagram was geht.
00:26:01: Es sind da die Leute die zu Hause sind, die wollen gucken, ach gucke mal, wat mach ich denn hier grade?
00:26:04: Und dann musst du immer weiter füttern!
00:26:06: Du musst präsent bleiben.
00:26:08: Das ist wie eine Werbetafel, die du dauerhaft gefeuern kannst und auch solltest.
00:26:12: Wenn du das nicht machst, machen es halt andere.
00:26:15: Andere machen's genauso oder besser oder mehr ... Und wenn du daran gemessen wirst, dann musst du einfach zusehen, dass du da gut aufgestellt bist.
00:26:28: Tiktok ist ein bisschen schwieriger für mich jetzt.
00:26:32: Ich versuch das immer.
00:26:33: Wieso
00:26:33: nicht?
00:26:34: Wir können ja gleich noch tanzen oder so, wenn du das möchtest.
00:26:36: Ja
00:26:37: gut dann schon mal ein Viertel der Band der das wahrscheinlich machen würde.
00:26:42: Es ist einfach super wichtig geworden und wir sind in der durch die Session.
00:26:46: ich habe mir vorhin eine Content Strategie machen lassen und selber mit überlegt um damit wir wissen okay wie postig überhaupt nur weil es ändert sich auch ständig.
00:26:57: So wie sich sage ich mal Musikgeschmack im Im Karneval auch jedes Jahr ändert, weil es jedes irgendwie neuer Song ist.
00:27:02: Der ankommt auf eine Art und Weise ist genauso ein Algorithmus- und Contentinhalte die interessant sind.
00:27:09: was man als Band auf Social Media macht hat eigentlich nichts mit der Musik zu tun.
00:27:15: Das ist du bist... Die Leute gehen nicht auf Instagram und sagen ich guck mir jetzt Fersko an weil ich die Musikhul finde Du musst oder du zeigst wie du Persönlich bist, wie es hinter die Kulissen.
00:27:26: Das ist das, was...
00:27:27: Ja, das Markenarbeit!
00:27:29: Also wenn man das so rein aus fachlicher Sicht irgendwie sieht?
00:27:33: Ich finde das halt interessant.
00:27:34: also man hat halt irgendwann so dieses mit dem du hast gesagt ihr hattet mal so Hustenträger und so weiter und das ist so wie die roten Schuhe bei Casalau oder so.
00:27:42: Es gibt mir diese visuelle Markenidentität wo finde ich eher schon immer sehr entspannt war.
00:27:48: ein Glück für euch weil ich glaube dass kann auch ganz schön anstrengend sein, wenn man immer in so eine bestimmte Montur muss für fünfhundert Jahre.
00:27:57: Und das hat sich halt eben entwickelt bis hin zu ... Nee, every reality ist halt immer so schwierig zu sagen.
00:28:03: aber ich glaube du weißt was ich meine.
00:28:05: Das ist halt wirklich so ne Durchvermarktung die da stattfindet.
00:28:10: Also ich frag mich halt immer ob es nicht auch Einfach auch ein bisschen Energie wegnimmt von dem was man für die Bühne eigentlich braucht, dass man für Songwriting braucht und so weiter.
00:28:20: Und es gibt auch keine Pause mehr.
00:28:22: also du hast nicht am Ende der Session einen Loch sondern du hast Karneval das ganze Jahr.
00:28:27: Also ich weiß ihr macht nicht explizit Karnevals Musik aber das ist halt nun mal der größte Markt in dem er euch bewegt.
00:28:36: Wie hältst du das?
00:28:37: Wie hältst du das durch?
00:28:39: Ich weiß, dass du deinen Brotjob nicht mehr hast.
00:28:41: Das heißt, du hast das Glück, dass dich darauf konzentrieren kannst.
00:28:44: Brauchst du trotzdem Pausen und es durchzuhalten?
00:28:47: Ja klar, Pausend braucht jeder!
00:28:48: Also wenn man keine Pausens machen würde dann ... Dann würde es auch nicht funktionieren gehen und dann nicht lange gut.
00:28:56: Man kann Content mittlerweile auch planen bei manchen Plattformen also bei Instagram auf jeden Fall.
00:29:02: Das habe ich für den Urlaub nach der Session gemacht.
00:29:06: aber Bei uns ist es ja so, wenn die Kamera läuft.
00:29:10: Das klingt so als wäre da ein Riesendokult-Team dabei oder ... Das
00:29:12: eine Person.
00:29:14: Die Niki weiß auch natürlich das Handy rauszuholen und wenn die Situation gerade da ist, wenn ne coole Situation grade isst.
00:29:21: Wenn jetzt einer im Bus sitzt und sich ausruht dann wird da keine Kamera draufgehalten.
00:29:25: Für uns macht das das würde ich sagen leichter weil wir verstellen uns nicht, wenn der Kamera an ist.
00:29:30: also sind wir so wie wir sind.
00:29:34: Wenn wir jetzt jedes mal eine Rolle spielen würden und mein, wir müssten in die Kamera moderieren.
00:29:38: Hey Leute!
00:29:39: Wir sind jetzt... Das machen wir eigentlich ne?
00:29:41: Dann geht das mal kurz hier vielleicht mal, sag mal grad wo wir sind ja wir sind jetzt hier und so bla bla bla.
00:29:46: Das ist kein großes Verstellen deswegen es auch nicht so anstrengend.
00:29:50: Und wenn wir unsere Privatsphäre haben wollen dann haben wir die.
00:29:55: Der große Vorteil auf der anderen Seite ist, dass ihr einhundertprozentig kontrolliert was über euch gesagt wird.
00:30:00: Also dadurch das ihr ja ständig selber Content zur Verfügung stellt Das wird das von euch diktiert.
00:30:08: Also, wie werdet ihr gesehen?
00:30:09: Was von euch wird gesehen und was wird dann wiederum auch weiterverbreitet so?
00:30:14: Das ist schon der große Vorteil.
00:30:16: Und natürlich wenn man mit jemandem arbeitet, wo ein gutes Vertrauensverhältnis da ist hat es natürlich auch Vorteile.
00:30:22: Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt wird, weil ich finde, dass gab halt wirklich einen richtigen Sprung.
00:30:33: Noch mal ... zurück zu Fiasco außerhalb der Session.
00:30:36: Jetzt haben wir gerade schon nochmal gesprochen, so richtig Pause gibt es nicht!
00:30:38: Du kommst grad von einem Bandmeeting hierhin, das gibt immer was zu tun...
00:30:41: Emma, hier in Freitag.
00:30:42: In MacNheim wird gesprochen und was macht ihr wenn ihr nicht im Sitzungszirkus unterwegs seid?
00:30:50: Was macht ihr jetzt grade zum Beispiel?
00:30:53: Jetzt grade arbeiten wir an unserer, also wir haben uns nach der Sission ... zwei Wochen Pause gegönnt, haben uns dann direkt zum Songwriting getroffen und da noch mal einen kleinen, nochmal ein oder zwei Wochen pause gemacht.
00:31:05: Arbeiten an neuen Songs, an Ideen was wir machen können das Jahr über.
00:31:11: natürlich spielen wir auch jetzt nächste Woche Freitag glaube ich spielen wir wieder dieses wochenende nicht Und müssen genauso proben.
00:31:22: Wir haben einen Proberaum der auch ordentlich gehalten werden muss.
00:31:27: Ich hab immer sagen lassen, dass Winter-Sportler werden im Sommer gemacht.
00:31:34: Und ich würde das schon auch im Karneval auszusehen, dass du den ganzen Sommer was machen musst oder solltest.
00:31:43: Weil wir hören ja jetzt nicht auf Musiker zu sein nur weil jetzt Karnevalle vorbei ist und wir sind keine Karnevalsband sondern eine Kölscher Band die das ganze Jahr über Stadt findet und auch weiterhin stattfinden soll.
00:31:54: Deswegen ... Nur wenn man das Wintergeschäft hat, was ein bisschen komprimierter oder ziemlich mehr und ziemlich viel komprimmierter ist.
00:32:01: Geht's das ja über natürlich ein bisschen entspannter weiter?
00:32:04: Aber ansonsten gibt immer was zu tun.
00:32:07: Es gibt immer etwas zu tun!
00:32:11: Wenn du jetzt irgendwie auf eure Diskografie guckst also auf euer Werk bisher gibts da so zwei bis drei Highlight Songs wo du sagst Das sind deine persönlich nicht die Gäste es ist immer total schwer Gibt es so persönliche Lieblings-Fiasco-Täter, wo du sagst das ist ich liebe dass wenn wir das spielen noch auf der Bühne?
00:32:30: Das macht mich immer froh.
00:32:35: Ja das eine ist ja dir die Songs an sich oder ob ihr sie halt spielen weil es gibt einfach Songs die spielen natürlich gar nicht mehr.
00:32:44: selbst in einem zwei Stunden Set im Vollkonzert hast du keine Zeit das Song irgendwie aus dem ersten Album zu spielen weil er einfach sagt Die Moderneren sind dann doch ein bisschen für uns irgendwie besser.
00:32:58: Wie verändert euch ja auch?
00:32:59: Wir verändern uns auch.
00:33:02: Also ich spiele, es war relativ frisch.
00:33:04: die Nummer aus dem letzten Jahr SICK an SICK, spiele ich mal sehr gerne weil das eine sehr schöne Nummer ist wie ich finde und dann tanze ich tatsächlich für dich spiele Ich auch sehr gerne, weil's einfach für mich in der Energie geladener Song ist.
00:33:22: Ein bisschen rumdatteln, macht Spaß und darf den dann in der Session.
00:33:29: Also er wird so schnell auch nicht aus dem Set rausfliegen.
00:33:34: Ich würde sagen das sind die beiden Nummern zumindest was das Live-Geschäft angeht, die ich gerne spiele.
00:33:40: Und hast du sowas wo du denkst, das wäre so cool wenn wir mal ein Titel schreiben würden, der sich entweder mit dem Thema beschäftigt oder der irgendwie musikalisch nochmal in eine bestimmte Richtung geht?
00:33:52: Manchmal kalt man die auf so Sachen rum.
00:33:54: Ja,
00:33:54: ja ich verstehe was du meinst.
00:33:56: wir haben also beim letzten Album.
00:33:59: haben wir oder jetzt nicht ein Livealbum?
00:34:01: davor haben wir eine Nummer mit aus Album genommen, Kölsch das ist so ne halt klassische ACDC-Nummer sage ich mal, ne?
00:34:09: Ich weiß nicht ob du die Nummer kennst.
00:34:11: Ja!
00:34:11: Du kennst sie okay, also die habe ich aus so einer Laune herausgeschrieben.
00:34:16: einfach, da komme ich immer ein bisschen hockige Gitarren Und hab die nur mal geschrieben und all das so, ja okay cool machen wir.
00:34:23: Wir haben damals schon ACDC gecovert, wussten Daniel kann diese Reipeisenstimme, kann ihr abrufen und rausbringen?
00:34:31: Die würde ich mal gerne live spielen.
00:34:33: Haben wir noch nie gemacht.
00:34:34: also natürlich im Proberaum und zum Aufnehmen.
00:34:36: aber so beim Konzert haben wir es noch nie gemacht auch wenn's schon hier und da mal gefordert wurde.
00:34:40: Von dir!
00:34:41: Nämlich von mir tatsächlich nicht von mir.
00:34:43: Von anderen.
00:34:44: Ja vom
00:34:45: Sascha.
00:34:45: Ah cool, guck mal die... wäre ja vielleicht was für ein Vollkonzert.
00:34:51: Obwohl es auch im Karneval bestimmt funktionieren würde, aber ich persönlich finde das ja immer total schön euch und auch andere Bands in euren Konzerten zu sehen weil ihr da einfach auch nochmal eine Varianz zeigt also irgendwie so bisschen über die Jahre, wer hat sich das verändert?
00:35:04: oder auch einfach die Nummern voll spielen könnt.
00:35:08: Weil in der Session ist er oft dann die verkürzte Variante auf der Bühne.
00:35:12: Das ist ja eigentlich schön, wenn man halt für so ein Titel dann doch mal fünf, sechs, sieben, acht Minuten sich Zeit nimmt mit zwischendurch noch Quatschen oder irgendwas machen.
00:35:21: Oder was auch immer.
00:35:23: Gibt es denn noch sowas in diesem Jahr?
00:35:24: Was ansteht wo du sagst da freue ich mich auch besonders drauf.
00:35:28: Wir haben im Juli wir letztes Jahr Haben wir eine Sommerfest gemacht auf der Maybach Farm in Ahrweiler ganz ganz schöner Schönes Weingut haben wir mit unserer Crew und Anhangen einen sehr schönen Abend oder Tag verbracht.
00:35:47: Wir haben dann gesagt, wenn wir mal aus der letzten Album Köln ist Calling und den Wein ... zu dem Konzert damals Vino is Calling, einen eigenen Wein noch mit rausgebracht und verkauft über einen bekannten Winzer jetzt nicht von der Maybach Farm.
00:36:03: Und dann haben wir gesagt, wir müssen wieder einfach mal ein Konzert machen auf diesem Weingut und nenn es Venus Calling.
00:36:09: Das ist jetzt am zehnten siebten... ...zehnter siebter?
00:36:12: Dreizehnte siebte?
00:36:13: Auf jeden Fall an dem Wochenende.
00:36:14: Im
00:36:15: Sommer!
00:36:16: Wir reichten das nach über die Show noch.
00:36:18: Es ist auch leider schon ausverkauft.
00:36:20: also es war relativ zügig voll mit Leuten und da freue ich mich sehr drauf weil es wirklich ein ganz ganz ganz besonderes Konzern ist.
00:36:29: Weil's mal was anderes ist.
00:36:30: Irgendwie einen anderen Touch.
00:36:34: Und wir planen für Ende des Jahres noch weitere Konzerte, weil die Weihnachtszeit ist auch immer schön und es gibt viele Touring an Plug-Tourung an Plugkonzerte.
00:36:46: Da haben wir auch mal ins Auge gefasst, das ein oder andere Weihnachtskonzert zu spielen mit Singkonzert damit die Leute nicht in der Weihnachtsbeckerei wollen vielleicht aber auch nicht singen.
00:36:58: Das
00:36:59: ist ein Klassiker!
00:36:59: Wir werden sicherlich auch Weihnachtslieder spielen Aber wir wollen einfach noch mal gemeinsam.
00:37:03: die Weihnachtszeit ist so schön, dass man da gemeinsam singen kann.
00:37:07: Das muss man keinem Gölner erklären.
00:37:09: das Stadion ist voll alle anderen Mitsehkonzerte sind auch voll und wir haben uns gedacht Wir haben da auch immer Lust drauf und das streben wir auf jeden Fall an gibt noch keine Termine aber... So
00:37:18: richtig mit Songtexten?
00:37:20: Richtig
00:37:20: mit Song Texten, dass alle mitsingen können Ähm, auch wenn sie den Song nicht kennen.
00:37:26: Wenn das kein Moment für diese ACDC-Nummer ist, dann
00:37:28: weiß ich auch nicht.
00:37:29: Der in einem Plakt
00:37:29: vielleicht?
00:37:30: Ja, wieso nicht!
00:37:31: Ist ja oft interessant, ne, wenn man es da noch mal so einen anderen Raum bringt... Wenn du jetzt heute nochmal loslegen würdest, ne?
00:37:39: So alt wie du jetzt bist und nach all den Jahren, ähm, würdest du das nochmal machen?
00:37:45: Nach allem was du weißt und so wie's gelaufen ist und würdst du nochmal ...wenn dich heute jemand fragen würde, hast du Bock, in der Kölschrockband zu spielen, würdste sagen, ja, ich bin dabei
00:37:52: Ja, auf jeden Fall.
00:37:53: Also definitiv ohne zu zögern.
00:37:56: Ohne
00:37:56: Einschränkungen?
00:37:56: Ohne
00:37:57: ... ohne Einschrankung also.
00:38:00: Wir sind jetzt seit Jahrzehnten, sind wir, das heißt mal aktiv dabei was du aus den Kölner Karneval auch mit angeht und es ist ein langer, langer Weg und es gibt immer wieder Sachen die man lernt, die man neu lernt die man am Anfang überhaupt gar nicht kapiert.
00:38:19: Wie was funktioniert wie die Abläufe sind hinter den Kulissen bei bei Vereinen und so, das allein zu lernen macht Spaß.
00:38:28: Und da teilzunehmen und irgendwie ein Teil auch von zu sein finde ich es hat irgendwie seinen Grund warum man dann da bleibt.
00:38:39: Ich würde es jederzeit wieder machen auf jeden Fall
00:38:41: Kannst du dir irgendwas anderes noch vorstellen für dein Leben außer dass?
00:38:46: Mit oder ohne die Musik?
00:38:47: Also ohne die musik geht sowieso nicht klar.
00:38:50: also wenn ich jetzt die musikt nicht hätte grundsätzlich Ich habe ja mal einen anderen Weg eingeschlagen oder angefangen.
00:38:56: Das kommt mir eher aus der technischen Richtung, da hätte ich mir auch eine Karriere vorstellen können mit einem technischen Job.
00:39:09: Aber Technik hat man in der Musik und Veranstaltungsbranche überall.
00:39:16: Auch diese Komponente von mir persönlich wird damit ganz gut bedient.
00:39:22: Ich hatte irgendwie gedacht, dass du vielleicht Podcast sagst.
00:39:25: Nicht weil wir hier in einem sitzen, sondern weil du ja mit dem lieben Sven von Milieu so ein Crossover-Projekt hast, euch verbindet eine enge Freundschaft kann man sagen.
00:39:35: und ihr zwei habt das Kaffee-Gibbe-Kölsch Projekt was im Moment glaube ich pausiert?
00:39:40: Es pausieren schon seit ... Sehr lange Zeit.
00:39:43: Ja, das Schokolade.
00:39:45: Ich find's auch sehr unterhaltsam!
00:39:46: Wann habt ihr angefangen damit?
00:39:47: in Covid-Zeit?
00:39:48: Wir hatten jetzt vor Kurzem hatten wir ... sechsjähriges glaube ich oder fünfjähriges.
00:39:55: Ich hab es im Kalender stehen, tatsächlich im April.
00:39:57: Ende April, ich glaub zwei und zwanzier, zwanzi April hatten wir Jubiläum quasi.
00:40:02: Und war das was, was dir auch Freude gemacht hat?
00:40:04: Oder wird so das wieder losdreht wenn du mal fünf Minuten Zeit hast dafür nicht vorzubereiten?
00:40:09: Auf
00:40:09: jeden Fall, auf jeden Fall... Wir haben das angefangen, weil mein Bruder damals meinte, er hätte so eine Idee für ein kölches Talk-Format.
00:40:20: Kaffee, Kippel, Krautmacher, wollte er das nennen?
00:40:23: Das ist einfach nur so ne Idee die er mir gepitscht hat und ich sag ja es irgendwie ganz cool klingt.
00:40:26: Also geht's locker von der Zunge.
00:40:29: Ja mit dem Namen müsste man vielleicht ein bisschen was abändern.
00:40:33: Aber ihr
00:40:33: habt den gleichen Vornamen.
00:40:34: also es gibt auf jeden Fall einen Connect!
00:40:36: Ja, hat mich auch mal gefragt wo denn mein Schnäuzer ist als ich mich vorhin am Vorgestellte hab.
00:40:40: Der Hennig-Haufer
00:40:41: hat gefragt wo es in deinem Schnäuzer ist?
00:40:43: Ja klar alle Hennigs werden damit geboren.
00:40:45: Zurecht und da hat mein Bruder mir diese Idee gepitscht und dann dachte er okay das müssen wir vielleicht noch ändern und habe damals Sven gefragt so herrsohn die Bocken Podcast zu machen und er sagte klar können wir machen haben uns auch so reingefunden.
00:41:00: ich glaube wir haben knapp über hundert Folgen gemacht Und dann haben wir es, hat sich's irgendwie so verlaufen.
00:41:08: Dann haben wir keine Zeit mehr dafür gefunden leider.
00:41:12: Aber es waren sehr schöne Folgen.
00:41:14: Wir haben sehr viel gelacht und sehr viel Spaß aber auch manchmal ernste Sachen besprochen.
00:41:20: Es war eine schöne Zeit!
00:41:22: Also ich hab das auf jeden Fall mal gerne gehört kann ich sagen.
00:41:24: Was mir halt auch irgendwie so gut gefeinert ist immer dieser Gedanke von... Also, ne Weile hieß es ja immer so ein bisschen heifisch-speckend Karneval.
00:41:32: Ich finde dass man das nicht mehr so oft hört Gott sei Dank.
00:41:36: Aber auszusehen mit zwei Bands die unterschiedlich und trotzdem im ähnlichen Umfeld unterwegs sind und zu sehen okay sie sind aber trotzdem irgendwie friends ganz offensichtlich verstehen sich so gut als ihr dieses Projekt zusammen machen könnt.
00:41:49: Hat ja auch irgendwie was Brugendes.
00:41:52: Wie würdest du sagen ist das?
00:41:54: Ist es ein sehr freundschaftliches Umfeld in dem du dich da bewegst beruflich oder wie ist das für dich?
00:42:00: Grundsätzlich ist es ein sehr freundliches Umfeld.
00:42:04: Allein dadurch, dass man sich halt sehr oft sieht... ...ist es ja wie in jeder anderen Firma auch besser für das Klima wenn man sich zumindest guten Tag... Mindestens
00:42:15: in der Band mit der Crew gut versteht?
00:42:16: Ja, sowieso!
00:42:19: Dass man sich grundsätzlich gut verstehlt ist einfach... Karneval ist ja auch da um Freude zu bereiten im weitesten Sinne und dann... Man muss sich nicht zu hundert Prozent grünsam, man muss nicht mit jedem Bier trinken gehen und keine Freundschaft führen.
00:42:32: Umso schöner ist es, dass es das auch gibt und viele Bands, die wir im Laufe der Jahre kennengelernt haben – und Milieu war eben einer der Ersten, mit denen wir beim Los Mersinge-Kontest im Bürgerhaus Stollwerk standen und die da alles abgeräumt haben und wir gar nix und wir gesenkten Kopf nach Hause sind!
00:42:54: Sie haben trotzdem gut gelaufen.
00:42:58: Aber das meinte ich mit der Zurückweisung, ne?
00:43:01: Das ist so hart!
00:43:02: Ihr habt genauso hart gearbeitet wie die, ihr wart auf der gleichen Bühne.
00:43:05: Trotzdem ist dann vielleicht warum auch immer das Publikum in dem einen
00:43:10: Moment
00:43:11: den anderen mehr zugeneigt und ich finde trotzdem... Das ist so ungerecht.
00:43:16: Weißt du, was ich meine?
00:43:17: Weil ihr seid ja alle so verschieden und jeder für sich verdient es absolut da zu sein.
00:43:22: Aber trotzdem kriegt man nicht immer die gleiche Portion Liebe ab!
00:43:28: Man kann sich einfach nur weiter Mühe geben... Die Freundschaften, die trotz dieser Konkurrenz entstehen und im Endeffekt ist das ja wir bedienen einen gleichen Markt aber es ist auch irgendwo Platz für alle Hat der Karneval ja sowieso, nimmt alle mit offenen Armen.
00:43:46: Und man merkt, wenn sich Leute verstellen ... Wenn sich Leute in diesen Markt reinkommen um auch sagen okay da ist ein Riesenmarkt, dann spring ich mal in den Geldtopf hinein macht ein bisschen Musik und bin dann ... Den Rest des Jahres bin ich nicht da so, dann komme ich aber wieder.
00:44:05: Ich finde, man merke das.
00:44:07: Man merke dass.
00:44:08: Und wenn man aber authentisch ist und Spaß daran hat, da wirklich auch Herzblut reinsteckt.
00:44:16: Das ist ja das Wichtigste.
00:44:17: Die ersten Jahre bist du erst mal auf dich gestellt, die sagen, Moment mal, du hast jetzt hier, du musst ... Das musst du leisten können!
00:44:25: Und es geht nur mit der Technik.
00:44:27: Dann stehst du davor riesen Summen an Geld, die du ausgeben musst, um mithalten zu können.
00:44:33: Und ohne Herzblutt geht das gar nicht.
00:44:34: Also...
00:44:36: Ja, oder jemanden der es finanziert.
00:44:38: Oder jemanden, der ist finanzierbar.
00:44:39: Aber das Glück, wo haben die wenigsten?
00:44:41: Eben
00:44:41: und wenn du... Und die Leute, die wir über die Jahre kennengelernt haben, wo wir gemerkt haben, die stecken genauso viel Herzblut da rein wie wir und denen ist das genau so wichtig.
00:44:51: mit denen sind wir befreundet also dass das matcht dann weißt du okay äh mit denen kannst du auch nach zehn zwölf dreißig Bier im Arm legen und singst irgendwelche Lieder.
00:45:04: Also dieses Zusammengehörigkeitsgefühl tritt auch genau dann auf, weil du eben auch mal absetzt von der Bühne miteinander was machst und ... Dann ist es ja umso schöner auch, dass sowas funktioniert obwohl man in einem konkurrierenden Geschäft unterwegs ist.
00:45:21: Das ist nicht so einfach!
00:45:23: Wir sind hier beim Nubble Podcast, weshalb wir immer abschließend die Frage stellen gibt's etwas?
00:45:31: Beim Nummel geht es ja immer um Verabschiedung und Neubegänne.
00:45:33: Das ist so ein bisschen die leicht katholische Erneuerungs- und Abschiedssituation.
00:45:39: Gibt's was, wo du sagen würdest das wird zu dem Karneval wünschen dass er das mal hinter sich lässt?
00:45:44: Vorbehalte gegen Menschen aus der Voreifel?
00:45:46: oder gibt's was wo du sagst das könnte der Karnevall vertragen als impositiven Sinne das könnte dazu kommen.
00:45:52: das wäre interessant.
00:45:54: Ist da auch etwas aus deiner Sicht als Musiker?
00:45:59: aus der musikalischen Sicht finde ich, dass der Karneval recht offen ist eigentlich.
00:46:06: Also dadurch... Dass er so vielseitig isst.
00:46:09: also wir haben vom Kneipen-Karneval bis zu einer Tanzbrunnenbühne, bis zur Arena, bis zum Gürze-Nichtsitzung, bis zu einem Straßenkarnewald auf der Zypicher Straße hast du so viele Facetten und jedes hat irgendwie seine Bedeutung und seinen Platz auch für unterschiedliche Musik.
00:46:34: Was ich mir wünschen würde, für das gesamte Kölsch ist wenn man... ...das ja so streng nimmt und sagt Ja dann muss Kölsche sein, dann muss kölche sein.
00:46:46: Und dann kommt aber ein Song.
00:46:49: Ich mein gar kein speziellen Song sondern es gibt generell Songs.
00:46:52: wo gibts seit Jahren schon Beispiele Das ist einfach auch Hochdeutsch ein schöner Song ist und der im Karneval einfach so gut funktioniert, dann ist das auf einmal alles egal.
00:47:01: Wenn du sagst ne tolle Nummer oder ... aber sobald dann irgendwie ein Wort falsch kölsch ist bei einer anderen Band, da sagen sie ja nee, das geht so gar nicht.
00:47:12: Und da einfach zu sagen hey, Kölsch is eine Sprache die singt und sprichst du wie du sie lernst und wie du sich sprechen möchtest.
00:47:22: Die Offenheit das so zu sagen, einfach zu sagen es ist halt so und da nicht immer mit dem Kölschfinger irgendwie draufzuhauen.
00:47:31: Das geht gar nicht, dass gar kein Kölch.
00:47:34: Das würde ich mir wünschen, dass man einfach sagt... Es ist halt wie es ist einfach.
00:47:40: Kölsche ist halt das was du lernst und dann am Ende auch liebenlernst quasi.
00:47:44: Ja, eine lebendige Sprache.
00:47:46: Gegensatz zur Latein!
00:47:49: Hatte ich nie, weiß es nicht aber kann ich mir gut vorstellen.
00:47:52: Aber vor zehn Jahren her Da war die große Angst, der Kölsch stürbt aus.
00:47:57: Es wurde gesungen und es hat genau den Zaun der Zeit getroffen.
00:48:02: Und jetzt sind wir zehn Jahre, zwölf Jahre später ... Der Kölsche ist immer noch da!
00:48:07: Der Kälsch wird immer bleiben.
00:48:10: Ich danke dir so sehr, dass du heute im Podcast warst, Henning.
00:48:14: Immer eine große Freude mit dir zu sprechen.
00:48:17: Ich wünsche euch ganz viel Freude auch.
00:48:19: Ich freu mich auf die Akustik-Mitsingen Konzerte ACDS.
00:48:22: Ich bringe so ein Schild mit.
00:48:24: Wenn es vom Publikum eingefordert wird, dann vielleicht ... wir können das irgendwie ausmachen.
00:48:28: Wir sehen mal hin.
00:48:29: Ich
00:48:29: danke
00:48:30: euch da draußen allen fürs Zuhören und Zuschauen bei YouTube, Spotify und überall in diesem wundervollen Internet!
00:48:38: Und ich freue mich wenn ihr auch alle anderen Folgen anhört, wenn ihr uns folgt.
00:48:44: bis bald!
Neuer Kommentar